Die erfolgreiche Geschäftsreise: Safety & Security

with Keine Kommentare

Ich habe mir mal überlegt, wie mein Verständnis von Sicherheit auf Geschäftsreisen aussieht. Dabei ist diese Grafik herausgekommen. Sie ist jetzt sehr vereinfacht, da zu viele Unterpunkte eher verwirren. Die einzelnen Punkte umfassen natürlich noch viel mehr. Wichtig ist: Sicherheit ist ein komplexes Zusammenspiel vieler einzelner Faktoren. Sie beinhaltet weit mehr Facetten als nur das reine Wissen um mögliche Risiken und Dos & Don’ts in einem Land. Mein Sicherheitskonzept geht so viel weiter.

Die verschiedenen Facetten der Reisesicherheit
Wichtige Aspekte der Reisesicherheit

Vorbereitung

Am Anfang steht die Vorbereitung. Das umfasst die wichtigste Info zum Land – zum Beispiel von der entsprechenden Länderseite des Auswärtigen Amtes – mögliche Risiken, Dos & Don’ts, Zollvorschriften, Einreisebedingungen, Gesundheit, Umwelt, Politische und wirtschaftliche Stabilität, Infrastruktur und vieles mehr. Neben der Information ist die Umsetzung wichtig. Haben Sie alle Impfungen, die richtige Kleidung eingepackt, alle Impfungen, Medikamente, ist der Pass noch gültig. Ist Ihr Erste Hilfe Set noch vollständig, und vieles mehr. Eine Checkliste hilft dabei an alles zu denken. Einfach in den Newsletter eintragen und herunterladen. Sie können sich selbstverständlich jederzeit wieder austragen.

Die Welt ist komplex

Und dennoch: die Welt ist komplex. Manchmal ist es daher nicht möglich, auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein. Situationen können sich von jetzt auf gleich ändern oder sie werden mit einer für Sie völlig neuen Situation konfrontiert, die Sie erst mal nicht einschätzen können. Daher wird es 100%ige Sicherheit nie geben. Mit guter Information und Vorbereitung kann ein Großteil der Risiken jedoch bereits im Vorfeld ausgeschlossen werden. Daher be prapered! Auch als erfahrener, vielgereister Globetrotter lohnt es sich, sich immer wieder mit den Einzelnen Aspekten auseinanderzusetzen. Wie beim Klettern: selbst erfahrene Kletterer prüfen immer vor Aufstieg das Equipment des Kletterpartners.Bad things happen to good people.

Denn gerade bei allzu viel Routine schleichen sich mal Fehler ein. Auch ich saß schon kurz vor knapp auf dem Passamt, weil meiner die notwendigen 6 Monate Gültigkeit für die Einreise nicht mehr hatte. Zudem sind Kriminelle kreativ. Damit Sie an alles Wichtige denken, habe ich eine Checkliste Geschäftsreise für Sie zusammengestellt. Einfach in den Newsletter eintragen und herunterladen. Sie können sich selbstverständlich jederzeit wieder austragen.

 

Bewusstsein

Alles Wissen und gute Vorbereitung nutzen Ihnen wenig, wenn Sie schlafwandlerisch und nach innen gekehrt, zum Beispiel mit den eigenen Problemen beschäftigt, durch die Gegen laufen. Seien Sie sich möglicher Gefahren bewusst und dadurch unerschrocken. Wenn Sie schlafwandeln, vor Angst gelähmt oder nach innen gekehrt sind, sind Sie nicht bewusst. Laufen Sie mit offenen Augen und in Leichtigkeit durch die Welt. Auch wenn Sie auf oft Geschäftsreisen viele andere wichtige Dinge im Kopf haben.

The Monkey Business Illusion

In meinen Trainings zeige ich den Teilnehmern immer das Monkey Business Experiment. Den Gorilla der durchs Bild Luft erkennen die meisten nur wenn sie von seiner Existenz wissen (Vorbereitung) und wenn sie auf ihn achten (Bewusstsein). Das führt bei den meisten zu einem ziemlichen Aha-Erlebnis, da wir Menschen generell davon ausgehen alles wahrzunehmen, was sich direkt vor unseren Augen abspielt. Um dann zu erkennen, dass unsere Aufmerksamkeit begrenzt ist. Das gilt ganz besonders für eine fremde, neue Umgebung, in der uns die vielen neuen Reize schnell überfordern können.

 

Innere Haltung

Sie können noch so bewusst und vorbereitet sein, wenn Sie vor Angst erstarrt sind und denken, dass Sie eher ein Opfer als ein Krieger sind – wir tun das unbewusst – strahlen Sie das auch aus. Als erfahrener Geschäftsreisender ist man vermutlich eher Krieger als Opfer. Aber wie gesagt, unbewusste Elemente spielen da auch eine große Rolle. Und sei es nur dass sie gerade eine schwierige Phase haben. In meinen Seminaren sind meine Teilnehmer immer wieder überrascht, wenn wir eine Übung zum Thema Gedanken und Ausstrahlung machen.

Ihre Gedanken manifestieren sich im Außen

Denn Ihre Gedanken manifestieren sich im außen. Es gibt eine Studie von Grayson und Stein, die genau zeigt, wie schnell Täter ein Opfer erkennen. Das dauert nur Sekunden und hat nichts mit Größe, Geschlecht oder Hautfarbe zu tun, sondern der inneren Haltung. Dabei wurde Kriminellen ein Video gezeigt. Unabhängig voneinander wählten sie alle die gleichen Personen als potentielle Opfer aus. Daher: achten Sie auf Ihre Gedanken, ihre Körpersprache und bewegen Sie sich auch in einer fremden Umgebung so, als würden Sie schon immer dorthin gehören.

 

Gesundheit

Gesundheit ist ein ganz wichtiges Element. Sie können noch so bewusst und vorbereitet sein, mit dem besten Mindset der Welt – wenn Sie einen Jetlag haben, müde, hungrig und dehydriert oder durch die Klimaanlage im Flugzeug erkältet sind, dann ist der ganze Rest nichts wert. Dann sind Sie nach innen gekehrt, weil Ihre elementaren Bedürfnisse nicht befriedigt sind – Maslow lässt grüßen. Daher achten Sie auf Ihre Gesundheit. Schützen Sie sich vor der Klimaanlage – mein Tipp ist eine Daunenweste – trinke Sie genug Wasser, essen gesund, ruhen sich nach dem Flug erst mal aus, bevor Sie rausgehen oder gönnen sich eine Massage. Dann sind Sie wieder aufnahmefähig für Ihre Umgebung. Dazu gehört auch der Verzicht auf Schlafmittel für den Flug. Auf Geschäftsreisen ist der Zeitplan oft eng getaktet, aber wenigstens eine kurze Pause zum Stretchen und Duschen im Hotel sollte drin sein. Das macht Welten aus für Ihre Lebensgeister. Versprochen!

 

Intuition – ein unverzichtbarer Partner auch für die Geschäftsreise

Ich bin der Meinung, die Intuition ist fast der wichtigste Faktor für die eigene Sicherheit auf privaten wie Geschäftsreisen. So mancher hat das schon als Pipifax abgetan. Ein Bauchgefühl haben wir aber alle.  Ich erinnere mich gerade an einen Trip in die Schweiz. Es war ein wunderschöner Tag. Sonnig, blauer Himmel, alles fein. Irgendwann benötigte ich eine Toilette und fuhr auf einem Rastplatz raus. Dort standen sehr viele LKW, sonst habe ich niemanden gesehen. Alles schien friedlich. Und irgendwas drückte mich an den Schultern mit aller Kraft in den Sitz. Bin ich ausgestiegen? Natürlich habe ich auf meine Intuition gehört.

Menschen sind eher rational

Denn nach rationalen Grundsätzen war alles gut, ich war vorbereitet, aware, prepared auch meine Gesundheit war hervorragend – bis auf die volle Blase. UND DENNOCH! Es ist mir auch egal was da war. In dem Fall wollte ich es nicht testen. Vertrauen Sie immer Ihrem Gefühl. Lieber einmal zu viel, als einmal zu wenig. Denn den meisten Vorfällen gemein ist, dass die Opfer hinterher sagen „Ich hatte gleich so ein komisches Gefühl. Irgendwas fühlte sich nicht gut an, aber ich konnte nicht genau sagen, was es war“. Manchmal fallen ihnen dann beim Nachdenken Details ein, die dieses Gefühl ausgelöst haben. Die nicht ins Bild passten.

Intuition speist sich aus vielen Informationen

Die Intuition speist sich aus so viel mehr Informationen als wir rational auf en ersten Blick wahrnehmen. Hören Sie daher immer auf Ihre Intuition. Egal ob es um Menschen, Situationen oder Vorhaben geht. Sie ist auch viel schneller als der rationale Geist. Trust your vibes. Dieses Gefühl wiederzubekommen, können Sie im Alltag an vielen Kleinigkeiten üben. Handeln Sie bei Kleinigkeiten einfach mal entgegen Ihrem Gefühl oder folgen Sie einem ersten Impuls – zum Beispiel heute mal einen anderen Weg zur Arbeit zu gehen oder früher/ später. Sie werden überrascht sein.

 

Was die Teilnehmer für ihre Geschäftsreisen mitnehmen

Das war ein kurzer Aus- und Einblick in mein Verständnis von Sicherheit. Die einzelnen Punkte bestehen noch aus vielen einzelnen Unterpunkten. Diese bearbeite ich in meinen Seminaren. Die Teilnehmer sind immer überrascht, was sie dabei über sich und die Welt erfahren. Über Mindset, Körpersprache, die Wirkung der Stimme, der Haltung, Gesundheitsfaktoren, Opfer-/ Täterverhalten, Pre Incident Indicators, Social Engineering, gute Vorbereitung auf Trips und vieles mehr.

Besonders freut es mich, wenn Menschen, die Intuition für Humbug halten – das spricht natürlich nicht jeder aus, ist aber dennoch ersichtlich, wieder Zugang zu diesem uns allen innewohnenden Tiefen Wissen erhalten. Das macht ich total glücklich und daher tue ich mit Leidenschaft was ich tue. Sie wollen mehr wissen oder ein Training bcuhen? Dann freue ich mich auf Ihren Kontakt.

In diesem Sinne

Stay safe!

 

Ihre Ute Schneider

Business Women reisen sicher

with Keine Kommentare

Die #METOO Kampagne hat die Wahrnehmung für Übergriffe in der Business Welt - dazu zähle ich auch Hollywood - endlich etwas mehr in den Fokus gerückt. Das ist gut, denn bisher war das ein Tabuthema.  Noch besser ist jedoch, wenn Frauen wieder lernen, sich frühzeitig vor Übergriffen zu schützen.  

Wissen um möglich Gefahren ist essentiell

Wissen um möglich Gefahren ist ebenfalls essentiellEnter your text here...

Ich bin oft erschüttert, wenn Unternehmen sagen: „Wir brauchen kein Sicherheitstraining, danach hat noch nie jemand gefragt“. Natürlich fragt danach niemand, denn man will ja meist auslandserfahren und bestens vorbereitet wirken. Dabei hatte der Großteil der International Tätigen noch nie ein solches Training gehabt. Woher sollen Sie also wissen, worauf Sie in einer fremden Umgebung achten müssen? An den Universitäten wird das jedenfalls nicht gelehrt. Daher: nicht fragen, sondern anbieten!

Nur wenn Sie um mögliche Gefahren wissen, können Sie rechtzeitig reagieren.  Welche Gefahren lauern in Taxis, Hotels, auf der Strasse – sowohl generell als auch länderspezifisch. Damit Sie in brenzligen Situationen handlungsfähig bleiben. Um all diese Dinge geht es in meinen  Trainings. 

Sicherheit beginnt im Kopf

Sicherheit beginnt im Kopf

Oft sabotieren Frauen die eigene Sicherheit durch ihre Denkmuster. Was meine ich damit: Frauen geraten viel zu oft in die „Liebmädchen-Falle“, wenn es darum geht, ihr Terrain zu verteidigen. In Gefahren-Situationen kann der Gedanke „was soll der denn von mir denken?“ fatale Folgen haben. Es  gibt viele Geschichten von Frauen, die in brenzlige Situationen gerieten und dann  „nicht unhöflich sein wollten“. In 100% der Fälle hatten sie entgegen ihrem Gefühl gehandelt und waren Opfer ihrer eigenen Liebmädchen-Glaubenssätze geworden.

Neulich las ich das  Interview eines Selbstverteidigungstrainers, der über die Wahrnehmung der Frauen sprach. Sie hatten Bedenken, dem Angreifer wehzutun. Wow! Das  ist ja irgendwie Sinn und Zweck der Übung. Das zeigt ganz klar: Sicherheit beginnt im Kopf.


Frühzeitig Grenzen setzen


Frühzeitig Grenzen setzen

Die gute Nachricht: Diese Glaubenssätze können Sie auch wieder loswerden. Lernen Sie frühzeitig Grenzen zu setzen. Das bedeutet im internationalen Business Kontext unter anderem aus einem Taxi wieder auszusteigen, wenn der Fahrer Ihnen komisch vorkommt. Oder nicht in einen Fahrstuhl einzusteigen, wenn sich darin eine merkwürdig anmutende Person aufhält. Frage: auf einer Skala von 1 bis 10, wie leicht  fällt es Ihnen, im Zug den Platz zu wechseln, wenn sich eine Person neben Sie setzt, die Ihnen überhaupt nicht behagt? Lassen Sie es mich wissen.

Es müssen nicht immer nur Begegnungen mit Fremden sein. Gleiches gilt, wenn Sie auf Messen  nicht mit einer Horde betrunkener Manager in die nächste Bar ziehen wollen. Sowas passiert ja schon mal. Auch wenn so oft gepredigt wird, dass man „die besten Geschäfte an der Bar macht“. Zu vorgerückter Stunde macht man da als Frau meist einfach nur negative Erfahrungen.

Lernen Sie wieder, unbequem zu sein!

Lernen Sie wieder, unbequem zu sein!

Natürlich werden Sie mit dieser Haltung für den einen oder anderen unbequem. Da hören Sie Sätze wie: „Was Du schon wieder hast“, „Du musst die Menschen nehmen wie sie sind“. „Sei doch nicht immer so“. All das sind Kleinmach-Sätze. Ich empfehle, diese zu ignorieren und trotzdem auf das eigene Gefühl zu hören. Egal wo. Lernen Sie, wieder „unbequem“ zu sein.

Ein Beispiel aus der Praxis 

Ein Beispiel

Da sich derartige Übergriffe oft subtil abspielen hier ein Beispiel. In einem Kongress war es „in“ sich zur Begrüßung zu drücken. Charlotte, eine Teilnehmerin, umarmte grundsätzlich nur Menschen, die ihr  wirklich nahe sind. Als sie  das bei der Begrüßung zum Ausdruck brachte, sagte ein Teilnehmer völlig ernst  „Du musst“ Charlotte “Warum?“ Er  „weil ich das sage!“. Woraufhin sie  erwiderte „Sagst Du das auch, wenn eine Frau nicht mit Dir schlafen will?“. „Na das ist ja wohl etwas völlig anderes“. „Aha, ist es das?". Sie bestimmen Ihre Grenzen, niemand sonst! Immerhin geht es um Ihre  eigene Unversehrtheit. 

Das Gespür für die eigene Intuition 

Das Gespür für die eigene Intuition wiedererlangen

Unsere Intuition ist ein sehr guter Berater. Wenn sich etwas nicht gut anfühlt, ist es das auch nicht. Sie zeigt uns frühzeitig in den verschiedensten Formen an, dass  etwas nicht stimmt. Nur haben wir sie zu oft mundtot gemacht.

Die gute Nachricht: Mittlerweile haben sogar militärisch und polizeilich ausgebildete Sicherheitsberater den Stellenwert der eigenen Intuition für die Sicherheit erkannt und wieder salonfähig gemacht. 

Dafür möchte ich Sie wieder sensibilisieren

Dafür möchte ich Sie wieder sensibilisieren

Für eine Intuition ohne Rechtfertigung und mit Wertschätzung der eigenen Wahrnehmung möchte ich Sie wieder sensibilisieren. Sie haben  das Gefühl und Punkt. Es bedarf keiner Rechtfertigung. Das Gefühl hat immer eine Ursache, da gibt es nichts zu erklären. Wir erkennen diese nicht auf den ersten Blick rational und genau dafür ist das Gefühl da. Mögliche Gefahren frühzeitig zu erspüren und sofort zu handeln. 

Denn wir müssen wieder lernen frühzeitig Grenzen zu setzen. Körperlich wie verbal. Damit sich #METOO Kampagnen in der Zukunft nicht wiederholen!

Wenn Sie jetzt sagen „ui, ja, das habe ich ein bisschen vernachlässigt“ und  sich dabei ertappen, ab und zu in die „Liebmädchenfalle“ zu geraten, dann heiße ich Sie herzlich in meine​n Inhouse- und externen Seminaren willkommen. Aktuelle Angebote finden Sie unter Angebote oder auf Anfrage. 

​Hier geht's zum Kontaktformular

Bleiben Sie sich selbst treu und haben Sie allzeit eine gute und sichere Zeit,

Ihre Ute Schneider


Weitere Info und Anmeldung zum Webinar unter Link
Ich freue mich auf Sie. Lassen Sie uns die Welt sicherer machen.
In diesem Sinne
Bleiben Sie sich selbst treu und haben Sie allzeit eine gute und sichere Zeit,
Ute Schneider

Intuition – Als wichtigster Begleiter im Ausland unverzichtbar

with Keine Kommentare
Intuition

In einer fremden Umgebung kann man nicht alles sofort einschätzen, was um einen herum passiert. Kultur und Verhalten der Menschen und sogar die Verhältnisse im Straßenverkehr sind anders als in der Heimat. Woran sollst man also am Anfang orientieren? Was ist sicher und wo lauert eine Gefahr? Wer meint es wirklich gut mit einem und bei welcher Person solltest man besser das Weite suchen?

Meine Intuition ist mein wichtigster Begleiter nicht nur aber vor allem bei Aufenthalten im Ausland. Erst sie ermöglicht mir, mich sicher in der Welt zu bewegen und mit Freude zu reisen. Denn der Aufenthalt in einem anderen Land soll ja vor allen Dingen Spass machen. Nicht nur privat, das gilt auch für Geschäftsreisen.

Ich möchte Sie mit diesem Artikel dazu anregen, sich öfter auf Ihre Intuition zu verlassen und zu hören, was sie Ihnen zu sagen hat. Falls Sie das nicht sowieso schon tun. Warum?

In einer fremden Umgebung kann man nicht alles sofort einschätzen

Die Beispiele, in denen „hilfsbereite“ Menschen einen Ausländer zu einer Stadtführung einladen und man sich bald in einem schrecklichen Teppichladen zum Hard core Verkaufsgespräch wiederfindet oder hinter der nächsten Ecke ausgeraubt wird kennen die meisten sichervom Hörensagen.

Es gibt auch die Gegenbeispiele, in denen freundliche Menschen wirklich nur ihre Gastfreundschaft zeigen wollen. Daraus sind in meinem Fall nach Messen im Ausland schon ganz reizende Abende zum Beispiel im Kreise einer marokkanischen oder englischen Familie entstanden. Wenn meine Intuition sagte „Go for it“.

Es ist ganz wichtig, auf seine innere Stimme zu hören. Sie warnt wenn etwas komisch ist und man etwas besser lassen sollte beziehungsweise gibt ein „thumbs up“ wenn etwas in Ordnung ist. Je mehr man dies trainiert, desto feiner wird die Wahrnehmung. Ich habe mittlerweile ein sehr feines Gespür dafür, Dinge schon vorab zu „riechen“ und entsprechend zu handeln.

Hat jeder diese innere Stimme?

Ich behaupte "ja". Bei vielen ist sie nur etwas verschüttet beziehungsweise wurde uns im Laufe unserer schulischen, universitären und sonstigen Ausbildungen förmlich abtrainiert. Bloß keine „Gefühlsduselei“. Wir sollten zu rationalen, denkenden Wesen erzogen werden.

Und doch erlebe ich in letzter Zeit auch im Business Kontext immer öfter, dass mein Gegenüber von einem Gefühl bei einer Sache spricht, dem Gut feeling, hunch, Intuition, Bauchgefühl, Schwingungen, innere Stimme und wie auch immer man es jeweils nennen mag.

Kann man Intuition lernen?

Man muss sie vermutlich gar nicht lernen. Nur vielleicht wieder aus dem Dornröschen-Schlaf erwecken.

Wie macht man das?

Das macht man in dem man ihr bewusst zuhört und sie zu Wort kommen lässt. Egal wie sehr der Geist dazwischen funkt. Das möchte er nämlich. Also das Grummeln im Bauch, die Enge im Hals oder den Druck im Brustkorb ernst nehmen. Genauso wie die Wärme, Entspannung oder wie auch immer sich ein gutes Gefühl bei Dir zeigt. Schieb es nicht einfach weg.

Bis zu dem Tag, an dem mir das Buch „Trust your Vibes“ von Sonia Choquette in die Hände fiel. Das war 2007 und bahnbrechend für mein weiteres Leben. Plötzlich wusste ich, dass es auch andere Menschen gibt, die die Flöhe husten hören - und diese dann auch wirklich husten.

Dass es schon einen Grund haben wird, wenn ich das Gefühl habe heute mal einen anderen Weg zur Arbeit einzuschlagen oder irgendetwas nicht zu tun, wenn alles in mir „Tu’s nicht“ rief. Oder wenn ich bei einer vordergründig netten Person den ganz dringenden Impuls verspürte auf Abstand zu gehen. Da nutzt es auch nichts, wenn das Umfeld sagt: was hast Du denn, der ist doch nett.

Gefühle verifizieren – am Besten schriftlich

Am Anfang hilft es, einfach hinzuhören wenn die innere Stimme sich zu Wort meldet. Am Besten alle Impulse notieren. Unzensiert, das ist ganz wichtig. Denn manche Hinweise stehen vermutlich allem zuwider, was der Geist sagt oder kommen Ihnen völlig aus der Luft gegriffen vor. Macht nix. Aufschreiben und sehen was passiert ist. Muss man ja niemandem zeigen.

Mit kleinen Dingen anfangen. Wenn Sie das Gefühl haben, heute mal einen anderen Weg zur Arbeit nehmen zu sollen, dann tun Sie es. Und dann schauen Sie, was sich daraus entwickelt hat. Haben Sie jemand besonderen getroffen? Haben Sie aufgrund der veränderten Route einen Unfall vermieden in den Sie geraten wären? Manchmal offenbart sich das Ergebnis erst später. Daher aufschreiben um nichts zu vergessen.

Sie können auch ganz bewusst entgegen Ihren inneren Impulse handeln, wenn der Geist ganz laut „Ach Quatsch, stell Dich nicht so an“ sagt. Probieren Sie es aus. Aus eigener Erfahrung weiß ich hinterher, warum ich auf das Gefühl hätte hören sollen.

Mit zunehmender Praxis wird es leichter

Je öfter Sie auf Ihre Impulse hören und sie notieren, desto einfacher wird es im Laufe der Zeit die Eingebungen der eigenen Intuition anzuerkennen und nicht als Quatsch abzutun.

Probieren Sie es aus!

Notieren Sie auch die Momente, in denen Sie ein "ein Feeling" hatteen und dem zuwider gehandelt haben. Was ist dann passiert? Wenn Sie zum Beispiel das Gefühl hatten, jemandem nicht trauen zu können aber dem ersten Impuls zuwider gehandelt haben. Hat sich der erste Impuls am Ende bewahrheitet?

Nichts analysieren müssen

Ja, es gibt in der Literatur einige Werke, die belegen wollen, dass es Intuition gar nicht gibt und es für jedes Bauchgefühl eine Erklärung gibt. Kann sein. In diese Diskussion möchte ich gar nicht einsteigen. Fakt ist, dass es um uns herum mehr Reize gibt als wir rational erfassen und verdauen können. Wir nehmen unser Umfeld nur gefiltert wahr. Intuitive Impulse sind vermutlich ein Mechanismus um uns auf Dinge hinzuweisen, die der bewussten Wahrnehmung entgehen.

Da mir das Thema sehr am Herzen liegt, würde ich mich sehr über Kommentare und Austausch freuen. Welche besonderen Beispiele gibt es in IhremLeben zum Thema Intuition? Oder haben Sie noch gar keinen Zugang und möchten sich mehr mi Ihrer eigenen Wahrnehmung auseinandersetzen? Ich freue mich, von Ihnen zu hören.