Interview mit Karen Naumann – Als Expat in den USA

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Getreu dem Motto „Aus der Praxis, für die Praxis“ interviewe ich Personen, die im Ausland gelebt haben oder international tätig sind. Heute im Gespräch Karen Naumann.

 

Kurzbio Karen Naumann

Karen Naumann hat sechs Jahre in den USA gelebt und dort ihren M.A. in Organisationspsychologie, und einen B.S. in Psychologie und B.A. in Kriminologie gemacht. Nach ihren Studien und Erfahrungen u.a. als Karrierecoach beschloss sie, wieder zurück in ihre Heimat Deutschland zu gehen, wo sie ein unerwartet heftiger Kulturschock erwartete. In dieser herausfordernden Zeit begann sie zu schreiben und gründete ihren Blog „Yogilation„. Seitdem wurden ihre Artikel mehrfach in den USA, Kanada und Deutschland online veröffentlicht und sogar von New York Times Bestseller Autoren weiterempfohlen und in einer nationalen U.S. Radio Show erwähnt.

Karen’s Ziel ist es, andere zu inspirieren und zu motivieren und die Bedeutung und Schönheit des Lebens durch positives Denken auch in schwierigen Zeiten hervor zu heben.Heute arbeitet sie in der internen Kommunikation für die DACH Region in einem großen Wirtschaftsprüfungsunternehmen.

Karen Naumann
Karen Naumann

 

Was hat Dich bewogen ins Ausland, respektive die USA, zu ziehen?

Die USA hatte mich schon seit meiner Kindheit fasziniert. Durch Serien und Filme wurde meine Neugier auf das „Land der unbegrenzten Möglichkeiten“ geweckt und während meiner Abitur Zeit wurde dann auch das Fernweh immer größer. Mein damaliger Berufswunsch war Hotelmanagement zu studieren und dafür musste ich mein Englisch aufbessern, da ich damals in der Schule darin nämlich wirklich nicht gut war. Also beschloss ich für sechs Monate an eine internationale Sprachschule in Kalifornien zu gehen.

 

 

Hattest Du Erwartungen an das Land? Falls ja, inwieweit wurden diese erfüllt?

Als ich mit 18 Jahren in die USA ging, waren meine Erwartungen sicherlich noch recht naiv. Das Land selbst kannte ich nur aus dem Fernsehen, vor allem Kalifornien – Hollywood, Los Angeles, Malibu Beach, wo die Schönen und Reichen leben. Vor Ort empfand ich dieses Leben allerdings schnell als oberflächlich und daher entschied ich mich dann für mein Studium zum totalen Kontrastprogramm – North Dakota und Illinois.Eine Erwartung, die sich von Anfang an bestätigte, war der Ruf der USA, das Land der unbegrenzten Möglichkeiten zu sein.

 

Eigentlich wollte ich nur mein Englisch verbessern

Angereist war ich mit dem Wunsch mein Englisch zu verbessern, um später im Hotelmanagement zu arbeiten. Daher kam es zu einem Praktikum im Hilton Hotel direkt am Strand von Santa Barbara. Zeitgleich verfolgte ich einen öffentlichen Strafprozess eines Serienmörders, was mich dazu inspirierte, meinem Interesse für das Profiling nachzugehen. So kam es zu einer unerwarteten, in Amerika aber keinesfalls ungewöhnlichen, Planänderung – einem Kriminologie Studium verbunden mit einem Praktikum bei der Polizei in North Dakota.

 

Dann wurde ich Homecoming Queen

Auch gesellschaftlich und kulturell hatte ich einige richtig tolle Erlebnisse, wie zum Beispiel zur Homecoming Queen im College gekrönt zu werden und auch noch heute auf der ganzen Welt Freunde zu haben, mit denen ich weiterhin in Kontakt bin und mit denen ich auch schon ein Wiedersehen in verschiedenen Teilen der Welt gefeiert habe.
Dies sind nur einige Beispiele meiner außergewöhnlichen Erfahrungen und Möglichkeiten in den USA, wofür ich auch heute noch sehr dankbar bin. Zusammenfassend würde ich daher sagen, dass meine Erwartungen übertroffen wurden.

 

Hattest Du so etwas wie einen Kulturschock? Falls ja, wie hat er sich geäußert? Falls nein, was glaubst Du, hat ihn verhindert?

Kulturschock? Ja, auf jeden Fall. Natürlich kam zuerst die „Honeymoon Phase“, also da wo alles toll, spannend und neu war, aber dann setzte die „kopfeigene Abwehr“ namens Ethnozentrismus ein und ich begann so gut wie alles zu hinterfragen, besser gesagt, zu verurteilen. In den USA wird eben einiges anders gemacht und das soziale Miteinander ist ebenfalls nicht so wie in Deutschland. Dies muss nicht immer besser oder schlechter sein, aber das Vergleichen und „Verurteilen“ einer Kultur die sich von der Eigenen unterscheidet, ist wichtig, denn es hilft uns dabei unsere kulturelle Identität zu finden.

 

Der Rückkehrschock

So einen „typischen“ Kulturschock hat vielleicht jeder schon mal erlebt der im Ausland war, selbst als Urlauber. Was jedoch nicht so oft thematisiert und, meines Erachtens nach, komplett unterschätzt wird, ist der umgekehrte Kulturschock.
Nachdem ich insgesamt sechs Jahre in den USA gelebt hatte, kam ich wieder zurück in die „Service-Wüste Deutschland“ und begann einiges ganz anders zu sehen und kritischer zu betrachten.
Selbst nachdem ich nun schon mehr als 5 Jahre wieder in Deutschland bin, sehe mich eher als „Germarican“, eine Mischung aus German und American, und kann mich nicht wirklich komplett mit der Deutschen Kultur identifizieren.

 

Wie waren Deine Erwartungen an die Rückkehr nach Deutschland?

Ich hatte tatsächlich recht große Erwartungen. Ich dachte, dass es nicht so schwer sein wird in der Berufswelt Fuß zu fassen, denn ich habe ja einiges geschafft und konnte nicht nur drei sehr gute Universitätsabschlüsse vorweisen, sondern auch fließendes Englisch und ein sehr gutes internationales Netzwerk.

 

Inwieweit haben sich diese erfüllt bzw. nicht erfüllt?

Ehrlich gesagt wurde mein (amerikanischer) Optimismus recht schnell etwas getrübt, denn selbst nach ein paar Gesprächen mit tollen Firmen, bekam ich immer wieder die Absage mit der gleichen Aussage: dass mein Profil nicht genau auf die Rollenbeschreibung passen würde. Klar, mein Masterabschluss in Organizational Psychology war damals (2012) noch nicht so bekannt in Deutschland, jedoch gab es noch genug andere Erfahrungen und so genannte „transferable skills“ die ich mit in ein Unternehmen reingebracht hätte, aber der Erfolg blieb aus. Vier Monate lang.
Erst ein Volontariat bei einem internationalen Projekt namens „WorldSkills“ verhalf mir zu einer ersten Festanstellung. Diese war zwar projektbezogen und demnach befristet, aber immerhin ein Anfang um Berufserfahrung zu sammeln und gleichzeitig Englisch sprechen und agieren zu können.

 

Was rätst Du zukünftigen Expats (die in die USA ziehen)

Die Zeit zu genießen, sie so gut es geht zu nutzen und sich auf die amerikanische Gesellschaft einzulassen, jedoch gleichzeitig darauf zu achten, seine europäische Gelassenheit beizubehalten, d.h. sich auch weiterhin Pausen einzugestehen und sich nicht von 80 Stunden Arbeitswochen einnehmen zu lassen.
Das Netzwerken ist der Schlüssel zum Erfolg, vor allem in den USA. Die Amerikaner sind generell sehr hilfsbereit und offen für Vorschläge und Ideen. Das „Can Do“ Attitude fand ich sehr befreiend und motivierend als ich in den USA war. Dies vermisse ich heute schon manchmal in Deutschland.

 

Welche der Erfahrungen, die Du im Ausland gesammelt hast, kommen Dir jetzt besonders zugute?

Das kann man so gar nicht alles auflisten, da die Erfahrung an sich – im Ausland gelebt zu haben – einen Menschen sehr prägt. Es erweitert den eigenen Horizont, man lernt sehr viel über sich selbst und bekommt ein gutes Gefühl für das was man kann und was eben nicht. Es machte mich verständnisvoller, offener für Individualität und vor allem sehr selbstständig.

 

Flexibel, anpassungsfähig und resilient

Als ich im Alter von 18 Jahren in die USA ging, habe ich vorher alles selbst organisiert, genauso wie in den USA selbst. Von College und Grad School Bewerbungen, über die „kleinen Dinge“ wie Wohnungs- und Stromanbietersuche, bis hin zum Umzug zurück nach Deutschland zwischen zwei Kontinenten. Durch mein Leben im Ausland wurde ich sehr flexibel und anpassungsfähig, sowie resilient und stark.

 

Internationales Netzwerk

Neben der englischen Sprache und dem fachspezifischen Wissen meines Studiums habe ich aber besonders eines gelernt: kulturelle Unterschiede zu verstehen und wirklich zu schätzen. Mein Netzwerk ist so wunderbar international und noch heute stehe ich, wie schon oben erwähnt, mit dem Großteil aktiv in Kontakt und lerne immer wieder neue Dinge dazu. Und so etwas ist auf jeden Fall unbezahlbar und kann an keiner Universität der Welt gelehrt werden.

 

Vielen Dank für das Interview

Wenn auch Sie vor der Entscheidung stehen beruflich ins Ausland zu gehen und Unterstützung bei der Entscheidung benötigen, buchen Sie doch einfach ein Auslandscoaching. Vorab lernen wir uns in einem kostenlosen Erstgespräch kennen und sehen ob wir zusammenpassen. Zum Kontakt.

 

Allzeit eine gute Zeit,

 

Ihre Ute Schneider

Einfach mal raus – aber wohin? Von der großen Unsicherheit vor dem Sabbatical

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Geht es Dir auch so?

 

Das Leben hat dir gerade jede Menge Zitronen serviert

Allein Dir fehlt die Idee, wie Du daraus die verdammte Limonade machen sollst?

Du steckst quasi in Deinem Leben fest und willst nur noch raus?

Einfach in den Flieger und weg?

Das Sabbatical ist schon genehmigt oder Du denkst über Kündigung nach?

Denn Du hast so richtig die Schnauze von allem voll?

Einfach Koffer packen, Wohnung zwischenvermieten und weg?

Alles für eine Weile hinter dir lassen und auf neue Gedanken kommen?

Den Kopf frei bekommen?

Einen mentalen Schlußstrich hinter die letzten Wochen und Monate ziehen und danach neu anfangen?

Den Neuanfang aber aus einer erholten Stimmung heraus?

Mit frischen Gedanken und vielen neuen Impulsen?

 

Und gleichzeitig

 

Hast Du den Gedanken, dass du in dieser Stimmung doch nicht wegfliegen kannst.

Dass Du für so einen Trip doch in guter Stimmung sein musst.

Dass Du doch einen konkreten Plan brauchst.

Dass Du doch wissen musst, was Du dort tust.

 

ICH SAGE DIR: EINEN SCH*** MUSST DU

 

Ja, Du hast richtig gelesen!

Und jetzt? Wohin sollst Du – und wie und was?

 

Klar, das Reisebüro konnte dir jetzt auch nicht so wirklich weiterhelfen, da sie etwas konkretere Angaben brauchen und du wiederkommen sollst, wenn du mehr weißt.

 

Du bist aber irgendwie gerade viel zu platt, um dir viele Gedanken zu machen.

Deine Freunde können dir auch nicht weiterhelfen, da sie das für Luxusprobleme halten.

Sprich also nicht mit deinen Kollegen oder Freunden, die Dich nicht verstehen und das alles gar nicht nachvollziehen können.

 

 

Wozu das führt

 

Denn das führt dazu, dass Du Dich zu allem anderen auch noch schuldig fühlst. Weil Du vielleicht denkst Du solltest funktionieren und Geld verdienen. Dich zusammenreißen und einfach weitermachen, denn Du hast ja gar keine Zeit mal eben drei Monate oder ein halbes Jahr wegzufahren. Andere kommen doch auch klar. Dass du aufhören solltest „zu jammern“ und „einfach nur positiv denken solltes“. Immerhin hast Du genug zu essen.

 

Kommt Dir bekannt vor? Dann hör vor allem auf Dich schuldig zu fühlen. JETZT SOFORT!

 

Gut wirst Du vielleicht sagen. Und jetzt?

Und jetzt finden wir gemeinsam eine Lösung. Denn ich kenne solche Situationen und weiß, wie Du Dich fühlst.

 

 

Viele meiner 1:1 Kunden kommen mit ähnlichen Anliegen, wenn sie ein Sabbatical machen

 

Aber bloß nicht dahin, wo viele Menschen sind, zum Beispiel ein Club-Urlaub
Oder ein langweiliger Strandurlaub mit anderen „Sardinen“ aneinandergereiht.
Weil sie etwas erleben und sich wieder sammeln wollen.
Weil sie Abenteuer suchen und dennoch etwas ratlos sind.
Weil die große Auswahl an Möglichkeiten sie noch zusätzlich überfordert.
Weil ihnen einfach ein bisschen Klarheit und ein mini Schubs fehlt oder
Und sie sich dafür auch noch selbst kasteien da man „doch einen Plan brauchst“

 

SO VIEL PLAN BRAUCHST DU GAR NICHT

 

Keine Angst, so viel Plan brauchst Du gar nicht.
Nur so ein paar Infos und der Rest ergibt sich von selbst.

 

Echt jetzt?

Echt jetzt!

 

Alles was du dazu brauchst, erledigen wir gemeinsam. In Deinem Tempo.
Der Rest ergibt sich.

Was am Anfang wie ein riesen Durcheinander erscheint, lösen wir auf und bei dem Rest unterstütze ich Dich nach und nach. Je nach Deinem persönlichen Bedarf. Denn jeder steht an einem anderen Punkt.

Selbst wenn Du schon unterwegs bist, kannst Du Dich melden. Denn manche Fragen ergeben sich erst on the way.
Von so einem Angebot hast Du noch nie gehört? Siehste mal.

 

Melde Dich doch einfach für ein kostenloses Erstgespräch, darin können wir klären ob und wie wir zusammenarbeiten wollen.

DO THAT TRIP!

Bis ganz bald,

Deine Ute

 

 

 

p.s. Ganz zum Schluss noch etwas ganz Persönliches

Ich sage der Rest ergibt sich und er ergibt sich echt. Ich hatte solche Situationen selbst und habe die Zeit im Ausland genutzt um auf neue Gedanken zu kommen und vor allem das was da rief zuzulassen. Denn es hat einen Grund, dass du an diesem Scheidepunkt bist. Da möchte sich etwas entwickeln. Etwas, dass Du vielleicht gerade noch nicht siehst. Musst Du auch nicht. Ich selbst habe schon abgekämpft, verdreckt und verschwitzt im Dschungel gestanden und Gott gefragt, was er denn nun mit meinem Leben vorhat, dass er mir die Hindernisse schickt, die gerade da waren. Raus kam damals der Schritt in meine Selbständigkeit. Das war schon lange fällig, ich hatte den Wunsch aber ganz lange weggedrückt. Dazu musste ich erst in den Dschungel zum Hiken. Denn nichts macht den Kopf so frei wie ein „Szenewechsel“. So ein richtiger Cut. Der auch mit Angst verbunden ist. Denn was danach kommt, weißt Du ja nicht. Es fügt sich aber immer. Glaube mir. Natürlich macht sich nicht jeder selbständig, denn wir alle haben unterschiedliche Herausforderungen im Leben. Es muss auch nicht immer ein riesiger Cut sein. Manchmal hilft es, einfach nur einen Blick von außen auf die Dinge zu werfen. Du wirst spüren, was für Dich gut ist.

Was ich schon immer mal zu METOO, Reisen und dem Verlassen der Komfortzone sagen wollte

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Kennst Du sie auch, diese #METOO Kampagne und fühlst aber etwas anderes? Schon Verständnis für alle Frauen, denen ein Übergriff passiert ist, willst Dich aber dennoch nicht einschränken lassen? Hast die Nase voll von Warnschildern und all den Dingen, die Du „lieber nicht tun sollst“ – weil sie zu gefährlich sind? Die Reise nach Afrika oder der Umzug nach London?

Wir Frauen werden dann die Welt verändern, wenn wir sie mit anderen Augen sehen. Wenn wir uns nicht mehr ducken und klein beigeben, sondern mutig in die Welt ziehen, die Chefetagen erobern und nicht nur lieb zu Hause sitzen.

 

Mein Mindflow – heute mal ungefiltert

Wäre es nicht viel zu schade, wenn Du als Frau so viel nicht erlebst, weil es angeblich zu gefährlich ist? Was ist mit all den Orten, Plätzen, Stränden, die Du gern sehen möchtest. All die Reisen, die Du machen willst. All die Erinnerungen die Du erschaffen willst. Geht das wirklich immer nur mit einem Partner, mit einem „starken“ Mann an Deiner Seite? Ich sage NEIN!

Frauen lassen sich in eine schwache Ecke drängen und prangern dann hinterher das Verhalten der Männer an. Das muss aufhören! Beides: sowohl die Übergriffe der Männer gegenüber Frauen, als auch das Nichtreagieren der Frauen aus Angst vor Konsequenzen. Ich hatte neulich ein Gespräch mit einem sehr herablassenden Consultant. Ich war etwas aufgebracht. Er nannte mich „kriegerisch“. Einem Mann würde man so etwas nicht sagen. Bei einem Mann würde man auch die Kompetenz nicht so in Frage stellen, wie er das tat. Aber das nur am Rande.

Sofortiges Handeln erwünscht

Wir Frauen müssen uns sofort in dem Moment wehren, in dem uns etwas Blödes widerfährt und nicht erst schweigen und dann nach Jahren rumheulen. Es geht um „Empowerment“. Darum, unser Leben in die Hand zu nehmen. Mit allen Konsequenzen. Und laut STOPP!!! zu rufen. Verbal, körperlich und auch mental. Schluss mit Selbstverteidigungs-Bullshit „ich klemme mir einen Schlüssel zwischen die Finger“. Macht das ordentlich und mit Verstand! Es braucht nicht viel um sich sicher in der Welt zu bewegen.

Hinterher zu jammern, was man alles im Leben gewollt hätte aber „nicht durfte“ ist dröge und belastet nur andere. Mach es, oder lass es, aber sabbel nicht nur. Ich kann das „ich würde ja so gerne aber ich bin nicht so mutig/ habe kein Geld/ keine Zeit etc.“ nicht mehr hören. Raus aus der Komfortzone! Whatever it takes. Mit allen Konsequenzen. Tu es, verdammt nochmal! Es wird nicht leichter, wenn Du nur drüber redest.

Wenn Du Unterstützung brauchst, such Dir Hilfe

Als ich nach dem Abitur für eine Stiftung in England arbeitete – wir reden von 1993 – war da der Wunsch, in die Welt zu gehen und eine Weile dort zu bleiben. Also schnappte ich mir das Buch „Jobben weltweit“ – es gab noch kein Internet – und schrieb Bewerbungen, denen mein Englischlehrer den letzten Schliff gab.

Dann kaufte ich internationale Rückscheine bei der Post – gibt’s sowas heute noch? – und schickte die Bewerbungen los. Ein paar der Adressen rief ich auch an. Zum Beispiel einen englischen Erdbeerfarmer, der es total lustig fand, dass ich anrief. Er meinte nur, dass ich einfach vorbeikommen soll.

Am Schluss fand ich dann eine superpassende Volunteerstelle in der Nähe von London, wo ich mit körperlich Behinderten arbeitete. Die Leute dort waren sehr gut drauf und ich habe mich von Anfang an sehr wohlgefühlt. Durch regelmäßiges Scrabble-Spielen konnte ich mein Englisch ziemlich schnell verbessern.

Hatte ich Angst und Respekt davor?

You bet! Aber ich habe es gemacht. Und danach immer wieder. Getreu dem Motto: Feel the fear and do it anyway.

Gab es Situationen, die schwierig waren oder in denen ich Angst hatte? Auch die gab es. Aber die gab es auch im Businessumfeld, wo sich jemand im Ton oder in der körperlichen Distanz vergriff. Es wird Zeit, dass wir Frauen die Welt erobern und uns nicht mehr kleinmachen lassen. Wir müssen ganz laut Stellung beziehen und uns vor allen Dingen gegenseitig dabei unterstützen. Zurzeit arbeiten Frauen noch nicht zusammen, sondern sind im Konkurrenzkampf zueinander. Das finde ich sehr bedauerlich.

Umgang mit männlichen Übergriffen

Keine Frau ist alleine. Auch wenn das jede denkt und sich manchmal sogar für ihre Erlebnisse schämt. Und glaube mir, es gibt vermutlich keine Frau, die nicht mal in irgendeiner ausgesprochen unangenehmen Situation war.

Stellung für Dich selbst zu beziehen ist wie tägliches Muskeltraining: Es wird mit zunehmender Übung immer leichter. Und auch Kampfsport lebt nicht von ausgefeilten Bruce-Lee Techniken, sondern vom wiederholten Üben der Basics, von schnellen Reaktionen und guten Reflexen. Damit löst Du schon 80% aller Probleme. Noch ein bisschen energetisches Feingefühl – es gibt sehr effektive Techniken – und verbale Schlagfertigkeit und die Welt steht Dir offen. Das tut sie sowieso, aber sie steht Dir noch leichter offen.

Let’s make #METOO history

Abfällige frauenfeindliche Bemerkungen, Männer die die Distanz nicht wahren können, einem in die Bluse oder in den Schritt fassen – die Geschichten wiederholen sich – müssen endlich der Geschichte angehören. Ich sage: NOT YOU – Let’s make #METOO history! Ich höre in diesem Zusammenhang oft „Du bist halt so tough“ und kann das als faule Ausrede nicht mehr hören. Denn die verschiedenen Techniken kann jeder lernen und leicht anwenden. Man muss es nur wollen. Denn auch ich bin von Natur aus eher ein zurückhaltender und sensibler Mensch.

Das Verlassen der Komfortzone

Mit „Alleine reisen“ assoziieren viele Einsamkeit. Aber das Gegenteil ist der Fall: Alleine Reisen bietet eine tolle Möglichkeit, mit sich selbst in Kontakt zu kommen und auch auf andere Menschen zuzugehen. Das ist im Grunde ganz einfach und bedarf nur ein bisschen Interesse an anderen (siehe mein letzter Instagram Post).

Wir alle haben Bereiche, die an unserer Komfortzone rütteln. Der eine kann niemanden ansprechen oder auf einem AB eine Nachricht hinterlassen, der nächste kann nicht alleine sein oder in die Welt fliegen, wieder jemand traut sich nicht aus seinem Heimatort weg, aus Angst die Freunde zu sehr zu vermissen. Mich selbst kostet es große Überwindung mit Videos rauszugehen. Aber beim ganzen Rest kann ich Dich dafür super unterstützen.

Das habe ich schon mehrfach getan. Mein Mitbewohner in Spanien, nachdem er nach Zürich gezogen war, schrieb: Du bist das Beste, was mir in meinem Leben passiert ist. Ihm hatte ich Mut für diesen großen Schritt gegeben und geholfen, das ganze vorzubereiten. Mit einer Freundin habe ich im dicksten Schneesturm ihren Umzug nach St Gallen gemeistert. Sie war nervlich nicht in der Lage den Sprinter zu fahren, ich habe das dann gemacht. Sie bekam Bachblüten eingeflößt und musste die Lieder im Radio mitsingen, damit sie nicht über ihre Angst nachdenken konnte. Und singen ist jetzt nicht ihre Stärke… Manchmal muss man hart gegen sich selbst sein.

Du kannst doch nicht …

Ein Freund in Bristol sagte, als ich ihm von meinen Umzugsplänen erzählte „Du kannst doch nicht jedes Mal das Land wechseln, wenn Du den Job wechselst“ als ich einfach so von Bristol nach Barcelona umzog. Ja, warum denn nicht? Er selbst zog dann übrigens wegen einer Frau nach Südafrika.

Einem Bekannten sagte ich mal, dass ich eines Tages CEO einer Company sein werde. Er fand die Idee total absurd. Ich brach den Kontakt zu ihm ab. Wieder jemand belächelte mich, dass ich „mit meinem Studium“ internationales Projektmanagement machen wolle. Irgendwann, als ich gerade für große Solarprojekte um die halbe Welt flog, fand ich den Zettel mit dem Wort „Internationales Projekt Management“ in einem Buch. Den hatte ich schon total vergessen gehabt.

Schluss mit kleinklein!

Es muss Schluss damit sein, uns von aburteilenden Männern – es gibt zum Glück auch viele großartige Männer – kleinhalten zu lassen. Oder von neidischen Frauen, die einem den Erfolg nicht gönnen. Auch wenn sie ganz laut „oh wie toll“ bekunden. Schluss damit!

Was ich noch mitgeben will: es gibt fast keine Herausforderung, die man nicht meistern kann. Irgendwas geht immer und man findet kreative Lösungen in misslichen Lagen. Oder jemanden, der einem die Hand reicht. Dafür muss man nur offen sein. Insofern wird alles gut. Oder, wie ein Kletterpartner zu sagen pflegte: „What’s the worst that can happen? A slow and painful death“.

Die Sache mit dem Sicherheitstraining

99% der Leute, die sagten: wozu braucht man ein Sicherheitstraining? Was soll denn im Ausland passieren? Haben mir im nächsten Satz mindestens ein Beispiel gegeben, wo ihnen oder jemand anderem etwas im Ausland passiert ist. „In Südafrika wurden wir am ersten Tag vor dem Hotel ausgeraubt. Die Reise war gelaufen und meine Frau will da nie mehr hin“/ „Es wurde in mein Hotelzimmer eingebrochen“ – Ich: Sie waren vermutlich im ersten Stock. „Woher wissen Sie das“ / „Der afrikanische Lieferant hat doch Zertifikate geschickt, das ging nicht gut aus“ Ich: die waren vermutlich selbst gedruckt. Haben Sie einen Backgroundcheck gemacht? „Äh nee. Wir wussten nicht, dass es so etwas gibt“ und viele weitere Beispiele.

Hätte Ihnen mein Training geholfen? „Ähh, jaa, jetzt wo Sie das sagen……“.

Meine Mission in diesem Leben

Ja, ich habe eine Mission.

Diese ist, begreiflich zu machen, dass gute Vorbereitung weder schwer noch panikauslösend ist. Diesen Bullshit höre ich auch manchmal. Das ist völliger Quatsch. Sondern sie führt dazu, dass Du mit Sinn und Verstand und ganz wach in die Welt gehst. Ich weiß wovon ich rede und dass der Preis, den man ohne solch ein Training zahlt, noch viel höher ist. Beispiele von Personen, bei denen ohne Vorbereitung und genug Erfahrung einiges schiefgelaufen ist, kenne ich genug. Erst heute war in der Zeitung die Meldung eines Todesfalles durch Gelbfieber. Bedauerlich.

 

Un‘ nu?

Wenn Du jetzt auf den Geschmack gekommen bist, Dein Leben endlich in die Hand zu nehmen und aus Deiner Reiselust tolle reale Erlebnisse zu generieren – die Welt ist ein spannender Ort! – dann sei dabei vom 17.09. – 21.09.2018 in Marrakesch zum Seminar „Jetzt entdecke ich die Welt“ Reisesicherheit für Frauen. Es wird eine kleine feine Gruppe mit 5 handverlesenen Frauen, viel Spaß und ganz viel Info und Praxis.

In diesem Sinne, allzeit eine gute und sichere Zeit.

Wir sehen uns in Marrakesch

Deine Ute

Was kostet Sie der vorzeitige Entsendungsabbruch Ihrer Mitarbeiter?

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Immer wieder höre ich den Satz: „wir erwarten, dass unsere Expats im Ausland  klarkommen“. Das ist ja prinzipiell auch alles gut und richtig, Business ist kein Ponyhof. Selbst Unternehmen mit Tischkicker und Gratis-Äpfelchen wollen am Ende des Tages schwarze Zahlen sehen. Nur, wenn es nicht so läuft wie gedacht, kommt es häufig zum vorzeitigen Entsendungsabbruch. Das ist nicht nur unschön - in der Folge verlassen die Mitarbeiter auch oft das Unternehmen.


Welche Kosten bedeutet das für Ihr Unternehmen?

Ich habe mir ein paar Gedanken dazu gemacht und die Punkte in einer Liste zusammengefasst. Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und ist sicher  je nach Mitarbeiter und Land, in das entsendet wird,  unterschiedlich zu bewerten.

Kosten der Entsendung

  • Auswahlprozess potentieller Assignees
  • Look and See Trip(s) für Mitarbeiter und Familie 
  • Sprachtrainings  für Mitarbeiter und Familie
  • Interkulturelle Trainings für Mitarbeiter und Familie
  • Kosten Arbeitszeit die für Vorbereitung genutzt wird
  • Relocationkosten: Umzug, Möbel einlagern, Visa, Genehmigungen, Übersetzungen der Dokumente, Anmeldungen bei Behörden im Ausland,  Immobilienmakler, etc. 
  • Arbeitszeit, die für Organisatorisches vor Ort genutzt wird
  • Diverse Heimflüge
  • Boni
  • Auslandszulage
  • Zulage für Schulkosten der Kinder
  • Ausgleich Währungsschwankungen
  • Eventuelle Zusatzversicherungen
  • Verwaltungsaufwand durch HR
  • Wohnungszuschlag
  • Eventuell Fahrer
  • Steuerberater internationale Steuer
  • Fachanwalt für Auslandsrecht
  • Zeit, bis Mitarbeiter die Abläufe in der ausländischen Niederlassung kennt und volle Leistung erbringen kann
  • Arbeitszeit, bis Business vor Ort aufgebaut ist bei Neugründung
  • Dazu: Gründungskosten, Büromiete, Makler, Consultants, Juristen, Heimflüge zur Absprache mit HQ
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Sieben typische Herausforderungen ins Ausland entsendeter Mitarbeiter

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Wenn ich über Herausforderungen im Ausland rede, schauen mich viele mit großen Augen an. „Ich dachte bisher, das sei alles ein einziges tolles Abenteuer. Was, da gibt es auch Probleme?“. Ja, die gibt es und auch wenn ich generell dafür bin, den Fokus auf die positiven dinge zu lenken, sollten diese Herausforderungen nicht unerwähnt bleiben. Im Zweifelsfall verhindert die Kenntnis dieser Faktoren den vorzeitigen Abbruch einer Entsendung. Dabei spielt das Land, in das entsendet wird, übrigens nur eine untergeordnete Rolle.


Verstehen Sie mich nicht falsch. Natürlich ist der berufliche Umzug ins Ausland ein ganz tolles Abenteuer, das den Horizont erweitert und sehr viele tolle neue Erfahrungen und Fähigkeiten mit sich bringt. Keine Frage. Das ist aber nur die eine Seite der Medaille. Die andere sind Herausforderungen, mit denen man als Expat gar nicht gerechnet und auf die einen auch niemand vorbereitet hatte. Das rührt daher, dass im Vorfeld so viele steuerliche, rechtliche und vertragliche Dinge zu regeln und häufig schon so komplex sind, dass „das bisschen Komfortzone“ vergleichsweise simpel erscheint. Bis man dann vor Ort ist....



1. Überforderung


Vorab scheint der Umzug und die Organisation des neuen Lebens im Ausland ein Kinderspiel zu sein. Vor allem, wenn eine Relocation Firma die Möbel übernimmt und das eigene Unternehmen Dinge wie Steuern und Versicherungen klärt. Wieviel dann doch noch an so einem Auslandsumzug hängt, merkt man oft erst gegen Ende, wenn alles zeitlich knapp wird. Angefangen von den letzten Arztbesuchen, Abschied von Freunden, der vollen Garage, Dingen, die man nicht mitnehmen kann und die verschenkt oder verkauft werden müssen und vieles mehr. Das kann in ziemlichen Stress ausarten, gerade wenn man noch Vollzeit arbeitet. Hinzu kommt dann noch die Organisation des Neustarts im Land.


2. Orientierung am neuen Ort


Der Neustart in einem Land ist nicht zu vergleichen mit einem Urlaub, wo man nur vom Hotel an den Strand oder zum nächsten Sightseeing Punkt muss. Bei einem Umzug ist es wichtig, sich von Anfang an einen guten Überblick der Nachbarschaft, dem Weg zur Arbeit und wichtigen Punkten wir Kliniken, Meldebüro, Supermarkt, Banken etc. zu verschaffen. Nicht alles funktioniert dabei, wie man es in Deutschland gewohnt ist und es kann dauern, bis man sich vollumfänglich orientiert und angemeldet hat und in seiner Umgebung zurechtfindet. In England hat man zum Beispiel keine freie Arztwahl sondern muss zu dem vom NHS dem Wohnort zugeordneten Center gehen. Bankkonten eröffnet man mit einer Telefonrechnung. Schlecht nur, wenn man noch kein Telefon hat (kein Scherz) Solche Dinge muss man oft erst mühsam herausfinden, wenn man vom Unternehmen nicht super vorab gebrieft wurde.


3. Start im neuen Team


Der Start im neuen Team wird oft unterschätzt. Man geht intuitiv davon aus, dass das alles schon klappen wird, da man sich ja zu Hause auch wohlfühlt und es schließlich ein Unternehmen mit einem Unternehmens-Sprit ist. Im besten Fall ist das auch so. Allerdings herrschen in anderen Ländern andere Umgangsregeln, Hierarchie hat eine andere Bedeutung und auch Führungsstile und das generelle Verständnis von Führung ist anders als in Deutschland. Selbst wenn der Expat in der Theorie – beispielsweise in einem interkulturellen Training – darauf vorbereitet wurde, ist es immer nochmal etwas anderes, das dann auch in der Praxis zu erleben.


4. Einsamkeit


Selbst wenn der Mitarbeiter vom ausländischen Team gut aufgenommen und zu sozialen Aktivitäten eingeladen wird, wird es am Anfang im Privaten sicher einige Leerlaufzeiten geben. Auch wenn man mit Familie eingereist ist. Denn das soziale Umfeld der Heimat wird man erst schmerzlich vermissen, wenn man seine Freunde nicht mal mehr eben so auf einen Kaffee treffen kann. Je nachdem in welcher Kultur man sich befindet und wie kommunikativ veranlagt man ist, kann es eine ganze Weile dauern bis ein neues soziales Umfeld aufgebaut ist. Man rechnet im Schnitt mit zwei Jahren bis man so etwas wie Freunde hat und sozial etabliert ist.


5. Falsche Vorstellungen treffen auf Realität


Vorab hat man sich alles in den schönsten Farben ausgemalt und plötzlich klopft die Realität an die Tür. Man stellt fest, dass es auch woanders Bürokratie gibt, Menschen nicht immer nur freundlich sind oder das Wetter zwar warm, aber die Luftfeuchtigkeit unerträglich ist, es doch sehr viel mehr regnet als gedacht oder ähnliches. Wäschen waschen und Einkaufen ist genauso lästig wie zu Hause und der Verkehrsstau zur Arbeit sogar noch länger. Oft wird vom Kulturschock geredet, wenn die ersten Wolken am Horizont auftauchen. Ich denke jedoch, es ist oft das Phänomen „Realität meets Traumvorstellung“. Wenn man dem Ganzen Zeit gibt, kann sich das nach einer Weile einpendeln. Gelassenheit ist hier gefragt.


6. Unerwartete Herausforderungen


Unter unerwartete Herausforderungen verbuche ich alles, was auftaucht, wenn etwas nicht so läuft wie geplant. Das kann sein: in der Heimat ist etwas Dringendes zu erledigen, das man vergessen hatte (Ämter) oder das nicht läuft wie erwartet (Probleme mit Zwischen- oder Nachmieter, Haus- oder Autoverkauf), Gesundheitliche Probleme im Gastland – man findet nicht die medizinische Versorgung, die man sich wünscht oder erhält Medikamente nicht, die man in der Heimat ohne Probleme bekommt.


7. Familiäre Probleme


Oft höre ich „wenn die Familie mitgeht, hat man diese Probleme doch nicht“. Ja und nein. Man ist vielleicht nicht ganz so einsam, aber was ist, wenn sich eines der Familienmitglieder nicht einleben kann? Weil die neue Schule so ganz anders ist, oder das Kind die Freunde vermisst? Wenn der Partner vor Ort nicht mehr arbeiten kann und Depressionen entwickelt? Hier hilft ein Duales Programm der Unternehmen, die es aber noch nicht überall gibt und die auch nicht immer möglich sind. Oder aber, der Partner ist nicht mit ausgereist und es kommt zu Eifersuchtsdramen.

Die Scheidungsrate unter Expats ist höher als die des Durchschnitts und für eine Scheidung im Ausland gelten ganz besondere Regeln. Es wird Expats sogar verschiedentlich geraten für den Fall einer Scheidung vorab schon alles vertraglich Notwendige zu regeln. Macht man natürlich in der Regel nicht, da man sich das gar nicht vorstellen will. Sollte der Ernstfall eintreten unbedingt mit einem Fachanwalt sprechen.

Gute Vorbereitung ist alles! 


Ich denke immer noch, dass die Zeit im Ausland mit das Tollste ist, was man im Leben machen kann. Nur sollte man sich auf alle Eventualitäten gut vorbereiten. Dann wird der Umgang mit Herausforderungen leichter.


Sämtliche erwähnte Beispiele stammen aus der Praxis und wurden mir entweder vielfach erzählt oder ich habe sie selbst erlebt. Das sind alles keine unlösbaren Probleme, wenn man weiß, wie man sich darauf vorbereiten und bei Eintreten damit umgehen kann. Getreu dem Motto: be prepared! 


​In meinen 1:1 Coachings bereite ich Sie auf die typischen Herausforderungen einer Auslandsentsendung vor. ​Sie erhalten individuelle und maßgeschneiderte Unterstützung noch in der Heimat und der ersten Zeit im neuen Land. ​Vereinbaren Sie noch heute ein Erstgespräch: 

Umzug ins Ausland – nimm die Seele mit

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Dies ist ein kleines Plädoyer für die Seele, denn ich gebe zu, sie ist sicher nicht das erste an das man bei einem Umzug denkt. Sondern an Steuern, Versicherungen, Kisten, Umzugswagen, Flüge und vieles mehr. Woran scheitern Entsendungen beziehungsweise werden vorzeitig abgebrochen? Am Umzugswagen? Am Flug? An der falsch gepackten Kiste? Mit Sicherheit nicht.

Umzug ins Ausland - zwischen Honeymoon und Horror

Der berufliche Umzug in ein anderes Land ist eine meist freudige Angelegenheit. So viel Neues zu entdecken und tolle Herausforderungen zu meistern. Die meisten Expats begeben sich mit einem Leuchten in den Augen in ein neues Land. Wenn man sich das berühmte Kulturschock-Modell ansieht, ist diese erste Phase die sogenannte Honeymoon-Phase. Alles ist rosig und schön. Die neuen Herausforderungen werden noch als solche angesehen und angenommen. "So, was soll das jetzt mit der Seele?", werden Sie jetzt vielleicht sagen. Dazu möchte ich eine Geschichte erzählen, sie stammt aus Denk doch was Du willst von Thorsten Havener:


"Bei einer Himalaja-Expedition weigerten sich nach drei Tagen die Sherpas wie aus heiterem Himmel weiterzulaufen. Die britischen Auftraggeber waren sehr aufgebracht darüber. Denn die Gruppe war schneller vorangekommen als ursprünglich geplant, und die Briten wollten diesen Vorsprung weiter ausbauen. Dennoch beharrten die Sherpas darauf und bewegten sich keinen Zentimeter mehr. Sie saßen da und lehnten es ab. Ohne Angabe von Gründen.Die Auftraggeber versuchten es mit gutem Zureden und zahllosen Argumenten. "Seid ihr zu müde zum Weiterlaufen? " - "Nein." - "Habt ihr körperliche Probleme? Ist das Gepäck zu schwer?" - "Nein." - "Wollt ihr mehr Geld? Wir zahlen euch eine Belohnung, wenn ihr nur weiterlauft!" "Nein danke." Die Sherpas blieben sitzen und tranken ihren Tee. Dann endlich ihre Erklärung: "Wir sind eine Strecke, die wir normalerweise in fünf Tagen zurücklegen, in nur drei Tagen gelaufen - unsere Körper sind jetzt zwar hier, wir müssen aber eine Pause machen, damit unsere Seelen nachkommen können".



Ein Auslandsumzug kostet Energie

Am Beginn in einem neuen Land - egal ob weit weg oder innerhalb Europas - ist so viel zu organisieren und erledigen, dass wenig Zeit zum Nachdenken bleibt. Der Stress der Vorbereitung steckt noch zusätzlich in den Knochen. Sich eine wirkliche Pause zu gönnen ist meist schwer umzusetzen, da man ja im Job funktionieren und auf "Flughöhe" kommen muss. Das ist ja auch alles richtig, nur wenn es dem Geist zu viel wird, meldet sich irgendwann die Seele zu Wort.

Körper und Geist wieder in Einklang bringen Sie klopft natürlich nicht einfach an die Tür und bittet um Einlass. Sie äußert sich in Kopf- und Rückenschmerzen, Schlaflosigkeit und im schlimmsten Fall im drohenden Burnout. Den die meisten Leistungsträger ignorieren. Das bringt im Schnitt 30,4 Fehltage mit sich und siebenstellige Folgekosten infolge mangelnder Produktivität. Siehe auch Spiegelartikel "Massenleiden Burnout, wie Firmen ihre Spitzenkräfte verbrennen".

Ein paar Tipps für Deinen erfolgreichen Umzug und guten Start, der Dich dabei unterstützt, dass es Dir gutgeht, findest Du in meinem gratis E-Book.


Die menschliche Aufnahmefähigkeit ist begrenzt


Der menschliche Geist kann nur eine begrenzte Zahl an Informationseinheiten im Kurzzeitgedächtnis bewusst verarbeiten. Genau genommen +/- 7. Man nennt das die Millersche Zahl, nach George A. Miller. Wir sind halt keine Maschinen sondern Humans. An einem neuen Ort angekommen, muss man sich erst mal orientieren, Nichts ist mehr wie gewohnt, sich zurechtzufinden braucht Zeit. Das ist der eine Aspekt. Der andere ist die mentale, um nicht zu sagen seelische Orientierung. Wie funktioniert das Zwischenmenschliche? Wie geht man in der Kultur miteinander um? Wie funktionieren Dinge des Alltags: Parktickets kaufen (siehe auch mein neustes), zum Arzt gehen usw. Der Teufel steckt im Detail.

Auf die bisherigen Erfahrungen kann man sich nur bedingt verlassen und beim Eingewöhnen wird die Komfortzone schon sehr gedehnt. Das ist nicht weiter schlimm, kostet aber Kraft. Die Seele muss Zeit haben, anzukommen. Wer ein anderes Wording möchte; sich wieder zentrieren, auf den gewohnten Leistungslevel kommen, auf "Flughöhe", kommenden eigenen Fokus wiederfinden und Körper und Geist in Einklang bringen. Was heißt das jetzt konkret? Körper Geist und Seele Ruhe einräumen. Für den Körper Bewegung und für den Geist eine Pause - am besten in Form von Multimedia-Diät und für die Seele ein bisschen Träumen.

Wir brauchen Zeit zum Träumen



Der Neurologe und Psychiater David Servan-Schreiber beschreibt in seinem Buch "Die neue Medizin der Emotionen" den Zusammenhang zwischen Stress, Angst und Depression und dem "emotionalen Gehirn". Zu viele Außenreize auf einmal bedeuten massiven Stress für Körper und Geist und führen bei einem Übermaß direkt in den Burnout. Wir brauchen Zeit zum Träumen und Nichtstun. Austricksen geht nicht. Noch nicht mal beim Jet Lag in Form von Schlaftabletten.

Trotz künstlich erzeugten Schlafs ist man gerädert und unausgeschlafen. Bis sich wieder ein normaler Schlafrhythmus eingestellt hat. Menschen, die sehr oft zwischen Zeitzonen hin und her pendeln bekommen die Auswirkungen des Jet Lags irgendwann ganz massiv zu spüren. Grund dafür sind die verschobenen REM-Phasen, in denen man träumt. Bewusst oder unbewusst spielt dabei keine Rolle. Der Geist braucht Zeit zum Träumen, um die Eindrücke des Tages zu verarbeiten. Manchmal sogar während des Tages.


Vom effizienten Tagträumen

Hand aufs Herz, Tagträumen ist super, um die Batterien wieder aufzuladen. Du träumst nicht? Frage: warst Du schon mal auf einem Kongress? Gab's da saulangweilige Redner? Sind Deine Gedanken irgendwann vom Vortrag zu etwas ganz anderem gewandert? Dem Abendessen? Dem Traumauto? Dem nächsten Urlaub? Ich bin ein People Watcher und finde es immer wieder interessant auf Flughäfen den internationalen Business-Leuten über die Schulter zu schauen, wenn sie geschäftig mit Laptop und Handy agieren. Davon sind geschätzt 30% wirklich geschäftliche Themen.

Der Rest ist Gadgets-Schauen bei Männern und Schuhe und Handtaschen bei Frauen. Um jetzt noch ein paar Klischees zu bedienen. Also die IT-unterstützte Lizenz zum Tagträumen.

Auch Globetrotter bekommen einen Kulturschock

Kulturschock bezeichnet zum einen die verschiedenen Phasen des Einlebens in einer neuen Kultur und zum anderen den schockartigen Gemütszustand, in den man verfallen kann, wenn einen die fremde Kultur völlig überwältigt. Geprägt wurde der Begriff von der Soziologin Cora DuBois Ausgelöst wird der Schock übrigens nicht von riesigen Kulturunterschieden, sondern einer Akkumulation von Kleinigkeiten, die an unserer Komfortzone rütteln.


Egal wie weitgereist und weltoffen, man kann sich nie auf alle Eventualitäten vorbereiten und es wird Tage geben, an denen nichts funktioniert, wie man das gewohnt ist, man nichts versteht, aus Unwissenheit aneckt und dann irgendwann den totalen Heimweh-Blues bekommt. Das geht an die Substanz und, wenn es keinen positiven Ausgleich gibt, endet in einem Schnauzevoll-Gefühl und im schlimmsten Fall dem Entsendungsabbruch. Braucht kein Mensch.

Ergo, zurück zum Titel:

Vergiss die Seele nicht

Dieses Schnauze-Voll Gefühl hat nichts mit äußeren Dingen zu tun, sondern der persönlichen Überforderung die an der Komfortzone und damit an den Nerven und der Seele rüttelt. Bevor Du das negative Gefühl jetzt biochemisch bearbeitest, mit Alkohol, Tabletten oder andern Substanzen, gib Deiner Seele Gehör und schaue, was Dich jetzt erdet und Energie gibt. Sport, Sauna, nette Gespräche, ein Theaterbesuch. 

Du hast jetzt viele Fragen? Get in touch! Ich unterstütze Dich gerne.​


Allzeit eine gute Zeit

Deine Ute Schneider

Expertin für das Begehen von internationalem Neuland

Welche Themen interessieren Dich noch? Schreibe mir!
















Wohin mit all den Dingen, die Du nicht mehr brauchst?

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Entspannter_Umzug_ins_Ausland

Neulich fragte mich jemand, was man eigentlich mit den ganzen Sachen macht, die man ausgemistet hat. Sehr gute Frage.

Es gibt da verschiedene Möglichkeiten. Abhängig davon, wieviel man loswerden will und wie wertvoll die Dinge sind: 

1. Verschenken

So macht man noch jemand anderem eine Freude. Bitte nur an Menschen, die die Sachen auch wirklich wollen. Außer beim Schrottwichteln. Niemand möchte Müllabladeplatz sein.

2. Ebay/ Facebook for Sale-Gruppen

Etwas zeitaufwendig, dafür bekommt man noch Geld

3. Lokale Bibliotheken

Stadtbibliotheken freuen sich über Spenden aktueller Bücher. In manchen Städten gibt es auch öffentliche Bücherschränke. In asiatsichen Ländern, wo es oft schwierig ist an Bücher zu kommen, in Hotels lassen. Der Finder wird es Ihnen danken! Dazu muss man die Bücher allerdings erst mal mitschleppen.

4. Kirchengemeinde

Nimmt Kleidung und oft sogar Möbel. Abklären

5. Secondhand-Läden

Es gibt Läden für alles Mögliche: Möbel, Bücher, CDs - manche nehmen sogar noch Kassetten, Kleider, Schmuck, Sonstiges.

6. Soziale Einrichtungen

In manchen Städten holen die Sozialkaufhäuser Möbel gegen einen kleinen Betrag ab oder bauen sie sogar ab. Spart im Umzugstress auch noch Zeit und Nerven. Ansonsten gibt es noch Oxfam, Frauenhaus, Teestube, Bethe Rotes Kreuz und einige mehr.  

7. Wegwerfen

Wenn möglich Wertstoffhof, der Umwelt zuliebe. Und nicht auf die Straße, das verärgert die Nachbarn.

Soviel zu den Entrümpel-Tipps. Wenn Du sonstige Fragen zum Umzug ins Ausland hast und Antworten auf Deine Fragen hast, dann vereinbare am besten noch heute ein Gespräch.  

Allzeit eine gute Zeit!

Deine Ute Schneider 

Warum ein Look-and-See-Trip nur die halbe Miete ist

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Klar ist ein Look-and-See-Trip ganz gut um sich von den Gegebenheiten vor Ort einen ersten Überblick zu verschaffen. Man verbringt ein paar Tage in einem netten Hotel und erkundet die Gegend. Im Besten Fall noch irgendwo am Meer. Das macht absolut gute Laune und die sei auch jedem gegönnt.

Das Meer vor Casablanca

Wie gesagt, der Auslandsaufenthalt soll zur tollsten Erfahrung Ihres Lebens werden. Das reale Alltagsleben kann dann ein ganz anderes sein, als bei den kurzen Besuchstagen angenommen, wenn man in einer Art Urlaubs-/ Aufbruchs-Euphorie ins neue Land fährt. Was völlig verständlich ist.

Am Anfang ist alles sehr aufregend und schön. Wie es dann in der Praxis wird, hängt von vielen Faktoren ab, die man vorher nicht abschätzen kann:

5 wichtige Faktoren für eine gute Zeit im neuen Land

1. Soziales Umfeld

Je schneller es gelingt, ein soziales Umfeld aufzubauen, desto besser. Das müssen ja keine tiefen Freundschaften sein. Ein netter Abend mit Arbeitskollegen oder netten Leuten aus dem Sportverein hilft, damit Einsamkeit erst gar nicht aufkommt. Gib Dir - und den anderen - Zeit.

2. Realität und Vorstellung

Casablanca

Casablanca_Innenstadt

Es kann sein, dass sich nach und nach herausstellt, dass die Realität nicht den Erwartungen entsprechen. Mein Tipp: die Dinge auf sich zukommen lassen und sich am Anfang nicht zu viel ausmalen. Es werden vermutlich nie alle Erwartungen erfüllt werden. Auf das Positive konzentrieren!

3. Hobbies

Am besten recherchierst Du schon in der Heimat , was es an Möglichkeiten zur Ausübung deines Hobbies gibt. Nach Ankunft ganz schnell Kontakte dorthin aufnehmen. Je mehr Zeit verstreicht, desto weniger Zeit wird man in die Recherche nach diesen Dingen investieren und desto weniger wird man sich aufraffen hinzugehen. Nach dem Regeln aller administrativen Dinge, die die erste Zeit im neuen Land mit sich bringt, habe ich mir beispielsweise immer als erstes eine Kletterhalle und/ oder ein Yogastudio gesucht.

Übrigens auch auf länger andauernden Geschäftsreisen oder Messen. Mal einen Abend nicht mit den Kollegen in die Kneipe, sondern in ein nahegelegenes Yogastudio gehen und man hat den Kopf wieder frei. Wahlweise Laufen, Schwimmen, in ein Fitnessstudio gehen oder Meditieren. Was Dir am meisten behagt.

4. Umgang mit Kulturschock

Kulturschock bezeichnet man den Anpassungsverlauf an eine neue Kultur. Er verläuft meist in Wellen, angefangen von Anfangseuphorie bis hin zur Desillusionierung und Anpassung an das Land. Wie lange die einzelnen Stadien andauern und wie man sich am Ende an die neue Kultur anpasst, hängt sehr stark von der Vorbereitung auf und dem Verständnis für die neue Kultur ab, als auch von der persönlichen Disposition. Egal wie gut man sich vorbereitet, man wurde in der Kultur nicht sozialisiert.

Viele Dinge eröffnen sich nicht auf den ersten Blick und es kommt der Punkt, an dem man sich fremd fühlt. Dazu kommen kulturelle Besonderheiten, die einem vielleicht Probleme bereiten, wie zum Beispiel das Verhältnis zur körperlichen Distanz. In manchen Ländern ist die geringer als in Deutschland. Das kann schon zu persönlichem Unbehagen führen.

5. Unerwartete Änderungen akzeptieren

Das heißt, der Aufenthalt verläuft nicht so wie geplant. Bei mir war das beispielsweise die Verlegung des Büros von einer supertollen Stadt - Bristol, für die ich ursprünglich nach England gezogen war, in eine Stadt die ich ganz schrecklich fand - Swindon. So schrecklich, dass dort zu wohnen absolut nicht zur Debatte stand. Bei solchen Events heißt es: immer locker in den Knien bleiben und überlegen, wie man das Beste aus der jeweiligen Situation machen kann. In meinem Fall war es die Suche nach einer anderen Stelle in meiner Lieblingsstadt und bis dahin den Status quo anzunehmen.

Andere unerwartete Ereignisse können sein, dass man seine Möbel nicht bekommt weil der Zoll den Container nicht freigibt. Oder der Container ist nass geworden und die Möbel sind nicht mehr zu gebrauchen. Es sagt sich einfach, aber: lasse Dir davon nicht die gute Laune vermiesen. Es gibt immer eine Lösung oder die Möglichkeit für ein Coaching.

Fazit

Nicht zu sehr an der ursprünglichen Vorstellung festhalten, sondern das Beste aus den Gegebenheiten machen. Die innere Einstellung hat einen großen Einfluss auf das Einleben in einem neuen Umfeld, denn wie heißt es so schön: die Energie folgt der Aufmerksamkeit! Irgendwas geht immer! Schaue auf die Positiven Dinge. Was war heute besonders schön? Wen hast Du kennengelernt? Was hast Du Neues über das Land erfahren? Schreibe  das jeden Abend auf. Das hilft auf magische Weise, eine gute Zeit zu haben.

Sollten Du  Schwierigkeiten bei der Anpassung haben, Probleme mit einem Kulturschock oder ganz praktischer Art, dann stehe ich Dir gerne als Coach und mit all meiner Erfahrung zur Verfügung!


Coaching Termine gerne per Telefon oder Skype

Deine Ute Schneider

6 erprobte Methoden zum Erlernen einer Fremdsprache

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Bitte Ruhe? Bitte Schuhe ausziehen?

Oft bringt der Umzug in ein anderes Land die Notwendigkeit mit, eine neue Sprache erlernen zu müssen. Mit Englisch kommt man nicht überall auf der Welt weiter. Oder man stellt fest, dass das Schulenglisch doch nicht mehr so parat ist wie angenommen. 

6 sinnvolle Methoden zum erlernen einer Sprache

  1. Vokabeltrainer aufs Handy laden und regelmäßig anhören. Schon 5 Minuten täglich sind genug!
  2. Vokabeln auf Kärtchen schreiben - 5 pro Tag - und täglich wiederholen
  3. So viel wie möglich mit Einheimischen sprechen. Trau Dich!
  4. Ein Tandem suchen. Das ist jemand, der Deine  Muttersprache lernen will
  5. Youtube Videos. Einige sind wirklich nett gemacht
  6. Sprachlehrer buchen. Manchmal gibt es sogar kostenlose Sprachkurse, wie beispielsweise für Katalan in Barcelona

Ein paar Worte in der Landessprache öffnen Türen und Herzen!

Schon über ein BItte und Danke in der Landessprache freut sich fast jeder. Es zeigt, dass man sich zumindest bemüht. Nach und nach wird sich der Wortschatz erweitern. Mit einem Grundwortschatz von 300 Vokabeln kommt man am Anfang schon recht weit. Mit den oben genannten Tipps lernt man diese ganz schnell.Kopf hoch wenn’s nicht gleich flutscht. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen!!

Buchtipps

Langenscheidt: Grund- und Aufbauwortschatz Englisch - Buch mit Audio download

Langenscheidt: Grund- und Aufbauwortschaftz Französisch - Buch mit Audio download

Langenscheidt: Grund- und Aufbauwortschaft Spanisch - Buch mit Audio download

Audible: Arabisch lernen mit Musik Vol. 1

Allzeit gute Reise!

 

 

 

10 Tipps für Deine erfolgreiche Auslandsentsendung

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Auch wenn jedes Land seine eigenen Herausforderungen mit sich bringt, gibt es ein paar generelle Tipps die helfen, einen guten Start zu haben.

Do what you love!

Du hast ein Angebot bekommen, in die ausländische Niederlassung deines Unternehmens zu gehen? Super! Ein paar Dinge gibt es für die Vorbereitung ins Ausland zu beachten.

1. Früh genug mit der neuen Kultur und Sicherheitslage im Land auseinandersetzen

Welche Dos and Don'ts gilt es zu beachten?

  • Was sind die wichtigsten Werte und Normen der neuen Kultur?
  • Inwieweit passen die zu den eigenen Werten und Prinzipien?
  • Der Umzug ins Ausland ist eine gute Gelegenheit sich mit den eigenen Werten, Prinzipien und Glaubenssätzen auseinanderzusetzen. 

Neben dem interkulturellen Training empfiehlt sich für manche Gebiete auch ein Sicherheitstraining, das einem hilft im Ernstfall besonnen reagieren zu können. Sollten Sie in weniger sichere Gebiete ziehen, empfiehlt es sich, den Schmuck in einem deutschen Bankschließfach zu lassen.

2. Sprachkenntnisse erwerben

Schon ein Bitte und Danke in der Landessprache öffnet Türen und vor allem Herzen. Mit einem Wortschatz von circa 300 Vokabeln kommt man meist schon sehr weit. Es empfiehlt sich, ein Wörterbuch in der Landessprache aufs Handy zu laden. So hat man es immer griffbereit.

3. Entrümpeln

Wieviel Unbenutztes türmt sich in Kellern, Kisten und auf dem Dachboden? Ach ja, Schränken und Kommoden. Vieles benötigt man nicht oder nicht mehr oder hat dafür im Zielland keine Verwendung. Ein guter Zeitpunkt um zu entrümpeln, Dinge zu verkaufen oder zu verschenken. Damit macht man anderen Menschen zudem eine Freude und spart Transport- und Lagerkosten. Zudem bekommen manche klimatische Verhältnisse Holzmöbeln und Büchern nicht gut. Winterkleidung wird man in wärmeren Gefilden auch nicht benötigen und wenn man nach Jahren nach Deutschland zurückkommt sind sie vielleicht nicht mehr in Mode. Es wird am Anfang schwerfallen, sich von Dingen zu trennen. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass man nichts wirklich vermisst.

4. Abschied vorbereiten

Den Menschen die einem am Herzen liegen sollten sich früh genug auf den Wegzug vorbereiten können. Das kann individuell sein oder mit einer Fete. Je nach persönlichem Geschmack.

5. Kontakt halten

Damit der Kontakt nicht schleichend abreißt schon gleich Termine für Telefonate und gegenseitige Besuche ausmachen. Mein ganz persönlicher Tipp: bevor sie besuch empfangen, geben Sie sich selbst erst mal Zeit anzukommen.

6. In Ruhe ankommen

Umzug, Reie und das Verlassen der Komfortzone fordern mehr Energie als einem zu Anfang bewusst ist. Wenn dann noch Zeit Verschiebung dazukommt sowieso. Geben Sie sich Zeit in Ruhe anzukommen: Ausschlafen, auf jeden Fall genug Wasser trinken und am Zielort orientieren. das heißt wichtige Anlaufstellen wie Apotheke, Arzt, Supermarkt, Weg zur Arbeit etc. erkunden. Klimatische Veränderungen wirken sich ebenfalls auf den Körper aus. Seine Sie milde mit sich.

7. Do what you love

Nichts hilft so sehr beim Eingewöhnen wie die Dinge die man liebt.Für den einen ist das die Lieblingssportart, für den anderen Schach, der dritte liebt seinen Chor usw.Das schafft positive Energie und man lernt meist ziemlich schnell Gleichgesinnte kennen.

8. Sozialleben

Ein gut funktionierendes Sozialleben aufzubauen dauert. Geduld ist hier das Zauberwort. Über Vereine und die Arbeitsstelle kann man schon erste Kontakte knüpfen. Meine persönliche Empfehlung ist, nicht nur in der Expat-Community abzuhängen. sondern auch Kontakt zu Einheimischen zu suchen.

9. Kulturschock

Fast jeder erlebt ihn in irgendeiner Art. Meist verläuft er in Wellen. Wie lange diese dauern ist sehr individuell. Wenn Du das Gefühl hast völlig "lost in Translation" zu sein, kann es helfen mit einem interkulturellen Coach zu sprechen. Oder mit mir 🙂 

10. Have fun!

Nirgendwo auf der Welt ist es perfekt. Vielleicht fallen Dir lauter Dinge auf, die Du in Deiner Heimat blöd findest.  Es hilft, sich auf die positiven Dinge zu konzentrieren. Am Besten jeden Tag 5 Dinge notieren, die Du gut findest.

  • Hat Dich jemand angelächelt?
  • Hast Du einen angenehmen Menschen kennengelernt?
  • Hast Du etwas Leckeres gegessen?
  • Etwas Neues entdeckt?
  • Etwas Neues gelernt?

Irgendwas geht immer!

Weitere Tipps findest Du in meinem E-Book Life abroad. 

Steckst Du noch in er Planung für den Umzug und hättest gerne ein bisschen Rat, wie Du das alles möglichst stressfrei über die Bühne kriegen kannst?

Oder bist Du bereits im Land und stellst fest, dass Du so manches unterschätzt hast?  

Dann nimm Kontakt   auf. Gemeinsam werden wir das Kind schon schaukeln. Damit die Zeit im Ausland zur besten Deines Lebens wird. 

Allzeit eine gute Zeit

Deine Ute Schneider