Fünf Dinge, an die Sie vor jeder internationalen Geschäftsreise denken sollten

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Sind Sie ein Vielreisender und internationale Geschäftsreisen für Sie so normal wie Zähneputzen? Dann ist es umso wichtiger, eine Checkliste zu haben.  

Zunehmende Routine führt zu Fehlern 

Zunehmende Routine führt dazu, dass man sich über gewisse Dinge keine Gedanken mehr macht. Ganz normal. Beim Autofahren denkt man ja auch nicht mehr über jeden Handgriff nach, so wie in den ersten Fahrstunden. Das kann zu Nachlässigkeit führen. Daher hier die 5 Dinge, die Sie immer checken sollten. 

1. Gültigkeitsdauer Ihres Passes 

Ja klar ist der noch gültig, werden jetzt die meisten sagen. Aber checken Sie mal. Mir wäre das fast mal vor einer Geschäftsreise passiert. Zum Glück kam der neue Pass ganz schnell. Welche Mindest-Gültigkeitsdauer verlangt das Land, in das Sie einreisen wollen. Reicht Ihre noch? Oder ist der Pass sowieso schon gänzlich abgelaufen, da Sie nicht darauf geachtet haben? 

2. Impfstatus 

Haben Sie alle notwendigen Impfungen oder benötigen Sie eine Auffrischung? Manchmal muss man vorher den Titer bestimmen, um sicher zu gehen, dass Sie noch Impfschutz haben. Manche Impfungen müssen nach ein paar Jahren erneuert werden. Das können Sie bei Ihrem Hausarzt machen. Impfschutz sollten Sie nicht auf die leichte Schulter nehmen. In manchen Ländern benötigt man eine Gelbfieberimpfung. Die sollte man dann auch haben, wenn man aus einem Risikoland einreist. Entweder wird dann die Einreise verweigert oder die Impfung am Flughafen vorgenommen. das gilt es zu vermeiden. Für den Nachweis  unbedingt auch den Impfpass mitnehmen. Für Info zu notwendigen Impfungen weltweit empfiehlt sich die Seite des Tropeninstituts. Da einige Impfungen gewisse Vorlaufzeiten haben, unbedingt frühzeitig darum kümmern. 

3. Sicherheitslage im Land 

In vielen Ländern der Welt ändert sich die Sicherheitslage von einem Tag auf den anderen. Gründe sind politische Unruhen, Demonstrationen, Putsche, Terroranschläge oder Naturkatastrophen. Um sich vorab ein Bild der Situation zu machen, sollten Sie unbedingt kurz vor der Reise die Seite des Auswärtigen Amtes checken. Hier finden Sie die neusten Reise- und Sicherheitshinweise. Über das Auswärtige Amt können Sie sich auch registrieren. Haben Sie die wichtigsten Adressen für Notfälle griffbereit - Botschaft, Polizei, Klinik. 

4. Erste Hilfe Kit und Medikamente

Die wenigsten Geschäftsreisenden führen ein Erste Hilfe Kit oder Medikamente mit sich. Beim Reisen mit Bordkoffer will man schließlich das Gepäck auf ein Minimum reduzieren. Gerade in tropischen Ländern, in denen sich auch kleinste Wunden schnell entzünden, sollten Sie unbedingt Desinfektionsspray und Pflaster mit sich führen, etwas gegen Durchfall, Fieber und Elektrolytverlust. An manchen orten macht auch ein Breitbandantibiotikum Sinn. Denn nicht immer ist man schnell in einer Klinik. Je nachdem können sogar eigene Spritzen und Kanülen Sinn machen. Wenn Sie an Orte reisen, in denen noch Mehrwegspritzen in den Kliniken verwendet werden. Lassen Sie sich am Besten in Ihrer Apotheke beraten. 

5. Kopien aller Dokumente 

Die wenigsten Geschäftsreisenden machen das vermutlich. Wie schnell ist eine Reise- oder Laptoptasche gestohlen. Wenn darin Ihre Papiere stecken ist das ungünstig. Falls Ihre Papiere abhanden kommen ist es gut, Kopien mit sich zu führen. Diese sollten Sie zur Sicherheit auch noch an Ihre Mailadresse senden. So haben Sie im Notfall Zugriff darauf. Das macht es leichter, wenn Sie bei der ortsansässigen deutschen Botschaft alles weitere regeln müssen. 

Hier geht's zur Checkliste 

Das waren nur fünf einer ganzen Reihe von Dingen, an die Sie denken sollten. Die wichtigsten Punkte habe ich in einer Checkliste zusammengestellt. Einfach auf den Button klicken und downloaden. So haben Sie alles im Blick und sind auf der sicheren Seite.  

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Ich wünsche Ihnen eine gute und sichere Reise, Ihre Ute Schneider 

Business Women reisen sicher

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Die #METOO Kampagne hat die Wahrnehmung für Übergriffe in der Business Welt - dazu zähle ich auch Hollywood - endlich etwas mehr in den Fokus gerückt. Das ist gut, denn bisher war das ein Tabuthema.  Noch besser ist jedoch, wenn Frauen wieder lernen, sich frühzeitig vor Übergriffen zu schützen.  

Wissen um möglich Gefahren ist essentiell

Wissen um möglich Gefahren ist ebenfalls essentiellEnter your text here...

Ich bin oft erschüttert, wenn Unternehmen sagen: „Wir brauchen kein Sicherheitstraining, danach hat noch nie jemand gefragt“. Natürlich fragt danach niemand, denn man will ja meist auslandserfahren und bestens vorbereitet wirken. Dabei hatte der Großteil der International Tätigen noch nie ein solches Training gehabt. Woher sollen Sie also wissen, worauf Sie in einer fremden Umgebung achten müssen? An den Universitäten wird das jedenfalls nicht gelehrt. Daher: nicht fragen, sondern anbieten!

Nur wenn Sie um mögliche Gefahren wissen, können Sie rechtzeitig reagieren.  Welche Gefahren lauern in Taxis, Hotels, auf der Strasse – sowohl generell als auch länderspezifisch. Damit Sie in brenzligen Situationen handlungsfähig bleiben. Um all diese Dinge geht es in meinen  Trainings. 

Sicherheit beginnt im Kopf

Sicherheit beginnt im Kopf

Oft sabotieren Frauen die eigene Sicherheit durch ihre Denkmuster. Was meine ich damit: Frauen geraten viel zu oft in die „Liebmädchen-Falle“, wenn es darum geht, ihr Terrain zu verteidigen. In Gefahren-Situationen kann der Gedanke „was soll der denn von mir denken?“ fatale Folgen haben. Es  gibt viele Geschichten von Frauen, die in brenzlige Situationen gerieten und dann  „nicht unhöflich sein wollten“. In 100% der Fälle hatten sie entgegen ihrem Gefühl gehandelt und waren Opfer ihrer eigenen Liebmädchen-Glaubenssätze geworden.

Neulich las ich das  Interview eines Selbstverteidigungstrainers, der über die Wahrnehmung der Frauen sprach. Sie hatten Bedenken, dem Angreifer wehzutun. Wow! Das  ist ja irgendwie Sinn und Zweck der Übung. Das zeigt ganz klar: Sicherheit beginnt im Kopf.


Frühzeitig Grenzen setzen


Frühzeitig Grenzen setzen

Die gute Nachricht: Diese Glaubenssätze können Sie auch wieder loswerden. Lernen Sie frühzeitig Grenzen zu setzen. Das bedeutet im internationalen Business Kontext unter anderem aus einem Taxi wieder auszusteigen, wenn der Fahrer Ihnen komisch vorkommt. Oder nicht in einen Fahrstuhl einzusteigen, wenn sich darin eine merkwürdig anmutende Person aufhält. Frage: auf einer Skala von 1 bis 10, wie leicht  fällt es Ihnen, im Zug den Platz zu wechseln, wenn sich eine Person neben Sie setzt, die Ihnen überhaupt nicht behagt? Lassen Sie es mich wissen.

Es müssen nicht immer nur Begegnungen mit Fremden sein. Gleiches gilt, wenn Sie auf Messen  nicht mit einer Horde betrunkener Manager in die nächste Bar ziehen wollen. Sowas passiert ja schon mal. Auch wenn so oft gepredigt wird, dass man „die besten Geschäfte an der Bar macht“. Zu vorgerückter Stunde macht man da als Frau meist einfach nur negative Erfahrungen.

Lernen Sie wieder, unbequem zu sein!

Lernen Sie wieder, unbequem zu sein!

Natürlich werden Sie mit dieser Haltung für den einen oder anderen unbequem. Da hören Sie Sätze wie: „Was Du schon wieder hast“, „Du musst die Menschen nehmen wie sie sind“. „Sei doch nicht immer so“. All das sind Kleinmach-Sätze. Ich empfehle, diese zu ignorieren und trotzdem auf das eigene Gefühl zu hören. Egal wo. Lernen Sie, wieder „unbequem“ zu sein.

Ein Beispiel aus der Praxis 

Ein Beispiel

Da sich derartige Übergriffe oft subtil abspielen hier ein Beispiel. In einem Kongress war es „in“ sich zur Begrüßung zu drücken. Charlotte, eine Teilnehmerin, umarmte grundsätzlich nur Menschen, die ihr  wirklich nahe sind. Als sie  das bei der Begrüßung zum Ausdruck brachte, sagte ein Teilnehmer völlig ernst  „Du musst“ Charlotte “Warum?“ Er  „weil ich das sage!“. Woraufhin sie  erwiderte „Sagst Du das auch, wenn eine Frau nicht mit Dir schlafen will?“. „Na das ist ja wohl etwas völlig anderes“. „Aha, ist es das?". Sie bestimmen Ihre Grenzen, niemand sonst! Immerhin geht es um Ihre  eigene Unversehrtheit. 

Das Gespür für die eigene Intuition 

Das Gespür für die eigene Intuition wiedererlangen

Unsere Intuition ist ein sehr guter Berater. Wenn sich etwas nicht gut anfühlt, ist es das auch nicht. Sie zeigt uns frühzeitig in den verschiedensten Formen an, dass  etwas nicht stimmt. Nur haben wir sie zu oft mundtot gemacht.

Die gute Nachricht: Mittlerweile haben sogar militärisch und polizeilich ausgebildete Sicherheitsberater den Stellenwert der eigenen Intuition für die Sicherheit erkannt und wieder salonfähig gemacht. 

Dafür möchte ich Sie wieder sensibilisieren

Dafür möchte ich Sie wieder sensibilisieren

Für eine Intuition ohne Rechtfertigung und mit Wertschätzung der eigenen Wahrnehmung möchte ich Sie wieder sensibilisieren. Sie haben  das Gefühl und Punkt. Es bedarf keiner Rechtfertigung. Das Gefühl hat immer eine Ursache, da gibt es nichts zu erklären. Wir erkennen diese nicht auf den ersten Blick rational und genau dafür ist das Gefühl da. Mögliche Gefahren frühzeitig zu erspüren und sofort zu handeln. 

Denn wir müssen wieder lernen frühzeitig Grenzen zu setzen. Körperlich wie verbal. Damit sich #METOO Kampagnen in der Zukunft nicht wiederholen!

Wenn Sie jetzt sagen „ui, ja, das habe ich ein bisschen vernachlässigt“ und  sich dabei ertappen, ab und zu in die „Liebmädchenfalle“ zu geraten, dann heiße ich Sie herzlich in meinem Webinar Reise-Sicherheits-Training für Frauen.  willkommen. Es richtet sich vor allem an Frauen im internationalen Business, da sie mit vielen unbekannten Situationen konfrontiert werden. Das Wissen und die Techniken sind natürlich auf viele Situationen im Alltag übertragbar. 

Weitere Info und Anmeldung zum Webinar finden Sie hier.

Bleiben Sie sich selbst treu und haben Sie allzeit eine gute und sichere Zeit,

Ihre Ute Schneider


Weitere Info und Anmeldung zum Webinar unter Link
Ich freue mich auf Sie. Lassen Sie uns die Welt sicherer machen.
In diesem Sinne
Bleiben Sie sich selbst treu und haben Sie allzeit eine gute und sichere Zeit,
Ute Schneider

Be aware – mein Sicherheitstipp Nummer eins

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Be aware! Neulich wurde ich gefragt, was so mein Nummer eins Sicherheitstipp ist. Darauf gibt es eine klare Antwort: be aware!– sei aufmerksam! Achte darauf, was sich um Dich herum abspielt. 

Neulich wurde ich gefragt, was so mein Nummer eins Sicherheitstipp ist. Darauf gibt es eine klare Antwort: be aware – sei aufmerksam!

Be aware

Es gibt Studien unter Gefängnisinsassen, denen man Fotos von Passanten zeigte. Welche würden sie als mögliches Opfer auswählen? Die Antworten waren so klar wie einheitlich: die Unaufmerksamen. Denn Täter sind faul. Sie wollen keine unnötige Arbeit mit den Opfern. Das Phänomen kann man sehr gut auf den Videos zur Sicherheitslage in Brasilien beobachten.

Die Medien hatten ja zur WM ausgiebig die Sicherheitslage vor Ort porträtiert. Überfallen wurden vor allem - aber nicht nur - diejenigen, die gerade mit dem Handy telefonierten, durch ein Gespräch oder sonstiges abgelenkt waren. Bis sie wussten was passiert, war der Angreifer schon auf und davon. 

Es gibt Studien unter Gefängnisinsassen, denen man Fotos von Passanten zeigte. Welche würden sie als mögliches Opfer auswählen? Die Antworten waren so klar wie einheitlich: die Unaufmerksamen. Denn Täter sind faul. Sie wollen keine unnötige Arbeit mit den Opfern. Das Phänomen kann man sehr gut auf den Videos zur Sicherheitslage in Brasilien beobachten. Die Medien hatten ja zur WM ausgiebig die Sicherheitslage vor Ort porträtiert. Überfallen wurden vor allem diejenigen, die gerade mit dem Handy telefonierten, durch ein Gespräch oder sonstiges abgelenkt waren.

Die menschliche Aufmerksamkeitsspanne ist begrenzt


Die menschliche Aufmerksamkeitsspanne ist begrenzt

Die menschliche Aufmerksamkeitsspanne ist per se ja schon sehr begrenzt. Wir nehmen nur einen Bruchteil der Dinge wahr, die um uns herum passieren. Ein schönes Experiment dazu ist  The Monkey Business Illusion. Sie werden überrascht sein. 

Vor allen Dingen nehmen wir das wahr, auf das wir unsere Wahrnehmung lenken. Die Energie folgt der Aufmerksamkeit. Durch Musikhören oder telefonieren wird die Aufmerksamkeit zusätzlich aus dem Außen in die innere Erlebniswelt gelenkt. Die Konzentration ist dann verstärkt auf eine Sache gerichtet. Den Rest blenden wir aus. Alles andere würde zu Input-Overflow führen. 

Die menschliche Aufmerksamkeitsspanne ist per se ja schon sehr begrenzt. Wir nehmen nur einen Bruchteil der Dinge wahr, die um uns herum passieren. Ein schönes Experiment dazu ist The Monkey Illusion. Wir nehmen nur einen Bruchteil der Dinge wahr, die um uns herum passieren.Vor allen Dingen  das, auf das wir unsere Wahrnehmung lenken. Durch Musikhören oder telefonieren wird die Aufmerksamkeit zusätzlich aus dem Außen in die innere Erlebniswelt gelenkt. Die Konzentration ist dann verstärkt auf eine Sache gerichtet. Der Rest wird ausgeblendet.

So sind schnelle Reaktionen nicht möglich

So sind schnelle Reaktionen nicht möglich

Wenn ich mit der Aufmerksamkeit irgendwo anders bin, sehe ich nicht, was um mich herum vorgeht. Hören sowieso nicht. So angenehm zum Beispiel Musik hören ist, man blendet dadurch alle warnenden Geräusche aus. Beim Radfahren finde ich es immer belustigend, wenn die Jogger zusammenzucken sobald ich im Feld an ihnen vorbeifahre.

Nachts mit Musik Joggen ist eine sehr unkluge Idee, denn ein möglicher Angreifer hat dadurch leichtes Spiel. Warum ich das erwähne? Weil es leider immer wieder zu solchen Vorfällen kommt. 

Denn ich sehe dann nicht, was um mich herum vorgeht. Hören sowieso nicht. So  angenehm zum Beispiel Musik hören ist, man blendet dadurch alle warnenden Geräusche aus. Beim Radfahren finde ich es immer belustigend, wenn die Jogger zusammenzucken sobald ich im Feld an ihnen vorbeifahre. Nachts mit Musik Joggen ist eine sehr unkluge Idee, denn ein möglicher Angreifer hat dadurch leichtes Spiel.

Die Reaktionszeit

Die Reaktionszeit

Die Reaktionszeit wird beschrieben im sogenannten „OODA Loop“ (John Boyd), der sich zusammensetzt aus Observe, Orient, Decide, Act. Ein Ereignis wird wahrgenommen, kognitiv verarbeitet, dann im Kopf eine Entscheidung zur möglichen Handlung getroffen und erst dann erfolgt die Reaktion. Das ist ein komplexer Prozess, der durch viele Faktoren beeinflusst wird.

Wird schon der erste Reiz (Angriff)  durch einen anderen Reiz überdeckt (z.B. Musikhören) ist der Loop bereits im ersten Punkt gestört und die mögliche Handlung zeitverzögert. Daher: be aware!

Die Reaktionszeit wird beschrieben im sogenannten „OODA Loop“ (John Boyd), der sich zusammensetzt aus Observe, Orient, Decide, Act. Ein Ereignis wird wahrgenommen, kognitiv verarbeitet, dann im Kopf eine Entscheidung zur möglichen Handlung getroffen und erst dann erfolgt die Reaktion. Das ist ein komplexer Prozess, der durch viele Faktoren beeinflusst wird. Wird schon der erste Reiz (Angriff)  durch einen anderen Reiz überdeckt (z.B. Musikhören) ist der Loop bereits im ersten Punkt gestört und die mögliche Handlung zeitverzögert. Daher: be aware!

Pre-Incident Indicators

Pre-Incident Indicators

Angriffe kommen nicht völlig aus dem Nichts. Sie kündigen sich in aller Regel in irgendeiner Art und Wiese durch sogenannte 'Pre Incident Indicators' an. Täter suchen ihre Opfer gezielt aus und nähern sich ihnen. Wenn Ihnen auffällt, dass jemand Sie mit erhöhtem Interesse beäugt oder gar im Gleichschritt neben ihnen läuft – das tun im Normalfall nur gute Freunde – nehmen Sie Kontakt auf. Fragen Sie zum Beispiel ganz unverfänglich nach der Uhrzeit. Das nehmen Sie dem Täter das Überraschungsmoment und Sie werden als Opfer unattraktiver.

Es gibt nicht DAS EINE Anzeichen. Genauso wenig wie bei Lügen. Achten Sie auf Dinge, die Ihnen irgendwie komisch vorkommen und die von der Norm abweichen. Selbst wenn Sie sich als nicht besonders intuitiv bezeichnen – die Warnsignale sind da. Schenken Sie ihnen Gehör. Mehr dazu in meinem Blogartikel über Intuition.

Angriffe kommen nicht völlig aus dem Nichts. Sie kündigen sich in irgendeiner Art und Wiese durch sogenannte 'Pre Incident Indicators' an. Täter suchen ihre Opfer gezielt aus und nähern sich ihnen. Wenn Ihnen auffällt, dass jemand Sie mit erhöhtem Interesse beäugt oder gar im Gleichschritt neben ihnen läuft – das tun im Normalfall nur gute Freunde – nehmen Sie Kontakt auf. Fragen Sie zum Beispiel ganz unverfänglich nach der Uhrzeit. Das nimmt das Überraschungsmoment und Sie werden als Opfer unattraktiver.
Es gibt nicht DAS EINE Anzeichen. Genauso wenig wie bei Lügen. Achten Sie auf Dinge, die Ihnen irgendwie komisch vorkommen und die von der Norm abweichen. Selbst wenn Sie sich als nicht besonders intuitiv bezeichnen – die Warnsignale sind da. Schenken Sie ihnen Gehör.

Sicherheit und Kultur – auf den Kontext kommt es an

Sicherheit und Kultur – auf den Kontext kommt es an

Sicherheit in fremden Ländern bedingt die Auseinandersetzung mit der Landeskultur. In asiatischen Ländern beispielsweise ist es nicht ungewöhnlich, dass sich jemand zu einem an den Tisch setzt und ein Gespräch beginnt. Man bekundet damit Interesse an dem Menschen und seiner Kultur. In Deutschland wäre das gleiche Verhalten schon sehr befremdlich. Oder nicht? 

Sicherheit in fremden Ländern bedingt die Auseinandersetzung mit der Landeskultur zu tun. In asiatischen Ländern beispielsweise ist es nicht ungewöhnlich, dass sich jemand zu einem an den Tisch setzt und ein Gespräch beginnt. Man bekundet damit Interesse an der anderen Kultur. In Deutschland wäre gleiches Verhalten sehr befremdlich.

Es ist ein weites Feld 

Sicherheit ist ein weites Feld. Es gibt viel zu beachten und potentielle Gefahren zu kennen, ist schon ein großer Beitrag zum persönlichen Schutz. Nichts ist selbstverständlich! Gerade "Weitgereiste" fallen in die Globetrotter-Routine-Falle, wie ich sie nenne. Wenn lange nichts passiert, wird man nachlässiger. Bis einem mal wieder jemand eine Geschichte aus der Praxis erzählt. Meist sind es keine spektakulären "Agenten Geschichten" sondern der ganz normale alltägliche Wahnsinn, der bei den meisten Hörern ein "sowas wäre mir nicht passiert" auslöst. Who knows - der Teufel steckt im Detail. 

Wenn Sie mehr zum Thema erfahren wollen, beispielsweise in einer Inhouse Sicherheits-Awareness-Schulung, ganz bequem in Ihrem unternehmen oder auch 1:1 per Skype:  Get in touch!

Allzeit eine gute und sichere Zeit!

Ihre Ute Schneider 

Sicherheit auf Messen – ein vielfach unterschätztes Thema?

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Seit es auf Messen in Deutschland akribische Taschenkontrollen gibt, fühle ich mich dort noch sicherer als sowieso schon. Das war zumindest bisher der Fall. Aber ist man wirklich sicher?

Auf der Hannover Messe unterhielt ich mich lange mit einem Polizisten über das Thema. Das Bild das sich in dem Gespräch abzeichnete, erschreckte mich ein bisschen. 

eit es auf Messen in Deutschland akribische Taschenkontrollen gibt, fühle ich mich dort noch sicherer als sowieso schon. Das war zumindest bisher der Fall. Aber ist man wirklich sicher?
Auf der Hannovermesse unterhielt ich mich lange mit einem Polizisten über das Thema. Das Bild das sich in dem Gespräch abzeichnete, erschreckte mich ein bisschen.

Es gibt auf Messen spezialisierte Organisierte Banden

Es gibt auf Messen spezialisierte organisierte Banden. Sie gehen ganz gezielt vor: Tagesticket kaufen, entsprechend gekleidet sein um nicht aufzufallen und sich dann auf dem Gelände aufteilen. Einmal drüber und dann wieder weg. Geht wie üblich ganz schnell. Dann weiter zur nächsten Messe.

Besonders beliebt sind Messen, bei denen noch nach alter Manier teilweise mit Bargeld bezahlt wird. Zum Beispiel Teppichmessen. Da liegt dann schon mal ein Köfferchen mit mehreren Zehntausend Euro herum. Er erzählte mir von einem Fall, in dem der Händler die Warnungen, sein Köfferchen gut wegzuschließen abgetan hatte und kurze Zeit später den Verlust ebendieses beweinte. 

Es gibt auf Messen spezialisierte organisierte Banden. Sie gehen ganz gezielt vor: Tagesticket kaufen, entsprechend gekleidet sein um nicht aufzufallen und sich dann auf dem Gelände aufteilen. Einmal drüber und dann wieder weg. Geht wie üblich ganz schnell. Dann weiter zur nächsten Messe.
Besonders beliebt sind Messen, bei denen noch nach alter Manier teilweise mit Bargeld bezahlt wird. Zum Beispiel Teppichmessen. Da liegt dann schonmal ein Köfferchen mit mehreren Zehntausend Euro herum. Er erzählte mir von einem Fall, in dem der Händler die Warnungen, sein Köfferchen gut wegzuschließen abgetan hatte und kurze Zeit später den Verlust ebendieses beweinte.
Es gibt auf Messen spezialisierte Organisierte Banden

Auch „Messe-Abstellkämmerchen“ sind nicht 100% sicher

Auch „Messe-Abstellkämmerchen“ sind nicht 100% sicher

Da Frechheit bekanntlich siegt, haben manche Diebe die Courage sich völlig nonchalant Zugang zu den Messe-Abstellkämmerchen zu verschaffen, die fast jeder Stand hat. Das fällt noch nicht mal auf. Denn bei großen Unternehmen, die für eine Messe Mitarbeiter aus den weltweiten Niederlassungen einladen, kennen sich die wenigsten Mitarbeiter persönlich und das Kabuff ist meist in der hinter letzten Ecke. Das leben spielt sich aber vorne ab. 

Ein fremdes Gesicht, vor allem wenn derjenige sich ganz selbstverständlich auf dem Messestand bewegt, fällt nicht auf. Und jeder neue, der den Stand betritt, legt normalerweise Jacken und Taschen in eben jenem Kämmerchen ab und bekommt oft erst dann Namensschild/ Krawatte/ Tuch  mit Logo etc. vom Marketingteam übergeben. Ein wertvolles Handy, das dort zum Aufladen liegt ist dann ganz schnell mal verschwunden.

Da Frechheit bekanntlich siegt, haben manche Diebe die Courage sich völlig nonchalant Zugang zu den Messe-Abstellkämmerchen zu verschaffen, die fast jeder Stand hat. Das fällt noch nicht mal auf. Denn bei großen Unternehmen, die für eine Messe Mitarbeiter aus den weltweiten Niederlassungen einladen, kennen sich die wenigsten Mitarbeiter persönlich und das Kabuff ist meist in der hinter letzten Ecke. Das leben spielt sich aber vorne ab. 
Ein fremdes Gesicht, vor allem wenn derjenige sich ganz selbstverständlich auf dem Messestand bewegt, fällt nicht auf. Und jeder neue, der den Stand betritt, legt normalerweise Jacken und Taschen in eben jenem Kämmerchen ab und bekommt oft erst dann Namensschild/ Krawatte/ Tuch  mit Logo etc. vom Marketingteam übergeben. Ein wertvolles Handy, das dort zum Aufladen liegt ist dann ganz schnell mal verschwunden.

Nichts öffentlich herumliegen lassen


Nichts öffentlich herumliegen lassen

Wie oft legen Sie im Gespräch Ihr Handy neben sich auf den Tresen und sind ganz in das Gespräch vertieft? Oder gehen gar kurz weg, um einen Katalog zu holen? Nehmen Sie Ihr Handy in solchen Momenten mit? Meist vermutlich nicht. Das Gegenüber scheint ja vertrauenswürdig und man rechnet nicht mit nur für den Diebstahl eingefädelten Gesprächen.  Wobei die meisten Menschen ein feines Gespür  dafür haben, wann etwas komisch ist.

Manchmal findet die Produkterklärung auch über Laptop oder Tablet statt. Kurz Kaffee geholt, wenn es kein Standpersonal gibt, und  das Gerät ist weg. Es müssen nicht immer organisierte Banden sein, die hier zugreifen. Manchmal ist es nur die Gelegenheit, die denjenigen zugreifen lässt um in den Besitz eines teuren Handys zu kommen. 

Wie oft legen Sie im Gespräch Ihr Handy neben sich auf den Tresen und sind ganz in das Gespräch vertieft? Oder gehen gar kurz weg, um einen Katalog zu holen? Nehmen Sie Ihr Handy in solchen Momenten mit? Meist vermutlich nicht. Das Gegenüber scheint ja vertrauenswürdig und man rechnet nicht mit nur für den Diebstahl eingefädelten Gesprächen.  Wobei die meisten Menschen ein feines Gespür  dafür haben,wenn etwas komisch ist.
Manchmal findet die Produkterklärung auch über Laptop oder Tablet statt. Kurz Kaffee geholt, wenn es kein Standpersonal gibt, und  das Gerät ist weg. Es müssen nicht immer organisierte Banden sein, die hier zugreifen. Manchmal ist es nur die Gelegenheit, die denjenigen zugreifen lässt um in den Besitz eines teuren Handys zu kommen.

Besondere Vorsicht im Messe-Restaurant


Besondere Vorsicht im Messe-Restaurant

Besondere Vorsicht gilt in den Messerestaurants. Dort ist jeder froh, endlich mal das Jackett auszuziehen oder die Handtasche ablegen zu können. Diebesbanden wissen das. Daher sind die Restaurants ein besonders beliebtes Ziel. Ins Gespräch vertieft merkt man meist nicht, wenn ein Profi ins Jackett greift und das Portemonnaie entwendet oder die komplette Handtasche von der Stuhllehne streift. Echte Profis trainieren das! Daher sind die Gesten so selbstverständlich und nebenbei, das man es nicht mitbekommt. Zwar laufen Polizisten in Zivil über das Messegelände, die auch einen geschulten Blick für entsprechende Kandidaten haben, aber die können auch nicht überall sein.

Auch in den einschlägigen Restaurants der Messe-Städte, in denen man abends noch etwas isst oder sich mit Kollegen und Kunden zum Feiern trifft, ist die gleiche Vorsicht geboten. Je später der Abend, desto mehr nimmt diese natürlich ab. Auch Diebe wissen das!

Besondere Vorsicht gilt in den Messerestaurants. Dort ist jeder froh, endlich mal das Jackett auszuziehen oder die Handtasche ablegen zu können. Diebesbanden wissen das. Daher sind die Restaurants ein besonders beliebtes Ziel. Ins Gespräch vertieft merkt man meist nicht, wenn ein Profi ins Jackett greift und das Portemonnaie entwendet oder die komplette Handtasche von der Stuhllehne streift. Echte Profis trainieren das! Daher sind die Gesten so selbstverständlich und nebenbei, das man es nicht mitbekommt. Zwar laufen Polizisten in Zivil über das Messegelände, die auch einen geschulten Blick für entsprechende Kandidaten haben, aber die können auch nicht überall sein.
Auch in den einschlägigen Restaurants der Messe-Städte, in denen man abends noch etwas isst oder sich mit Kollegen und Kunden zum Feiern trifft, ist die gleiche Vorsicht geboten. Je später der Abend, desto mehr nimmt diese natürlich ab. Auch Diebe wissen das!

Wie können Sie sich schützen?


Wie können Sie sich schützen?

1. Bewusstsein schaffen 

Bewusstsein für mögliche Sicherheitsrisiken schaffen verhindert schon eine ganze Menge Schaden. Natürlich soll man nicht paranoid werden und schon gar nicht jedem Menschen misstrauen. Einfach nur Augen und Ohren etwas mehr offen halten.

Bewusstsein für mögliche Sicherheitsrisiken schaffen verhindert schon eine ganze Menge Schaden. Natürlich soll man nicht paranoid werden und schon gar nicht jedem Menschen misstrauen. Einfach nur Augen und Ohren etwas mehr offen halten.

2. Kurze Mitarbeiter-Vorstellungsrunde am Stand

Kurze Mitarbeiter-Vorstellungsrunde am Stand

Die am Stand befindlichen Mitarbeiter sollten sich unbedingt kennen. Eine morgendliche Vorstellungsrunde macht Sinn, damit sich alle schon mal gesehen und gesprochen haben. Ist diese nicht möglich, weil die Mitarbeiter  zu unterschiedlichen Zeiten anreisen, sollte zumindest jeder durch eine Liste mit Fotos der Standcrew – gilt auch für externe Mitarbeiter wie Übersetzer und studentische Hilfskräfte – gebrieft werden. Diese Liste sollte auch irgendwo öffentlich hängen, damit man im Falle eines Falles nochmal draufschauen kann.

Die am Stand befindlichen Mitarbeiter sollten sich unbedingt kennen. Eine morgendliche Vorstellungsrunde macht Sinn, damit sich alle schonmal gesehen und gesprochen haben. Ist diese nicht möglich, weil die Mitarbeiter  zu unterschiedlichen Zeiten anreisen, sollte zumindest jeder durch eine Liste mit Fotos der Standcrew – gilt auch für externe Mitarbeiter wie Übersetzer und studentische Hilfskräfte – gebrieft werden. Diese sollte auch irgendwo öffentlich hängen, damit man im Falle eines Falles nochmal draufschauen kann.

3. Nichts unbeaufsichtigt herumliegen lassen

„Mal eben“ ein Handy zum Laden anzuschließen oder liegenlassen wenn man „nur kurz“ etwas holt sollte unbedingt vermieden werden. Handys kann man gut in besagter Abstellkammer laden – diese sollte jedoch abgeschlossen sein. Einen Verantwortlichen auswählen, der die Gewalt über den Schlüssel hat. Für besonders wertvolle Unterlagen, Bargeld und sonstige Wertgegenstände kann auch ein Safe in den Stand integriert werden. 

„Mal eben“ ein Handy zum Laden anzuschließen oder liegenlassen wenn man „nur kurz“ etwas holt sollte unbedingt vermieden werden. Handys kann man gut in besagter Abstellkammer laden – diese sollte jedoch abgeschlossen sein. Einen Verantwortlichen auswählen, der die Gewalt über den Schlüssel hat. Für besonders wertvolle Unterlagen, Portemonnaies, Bargeld und sonstige Wertgegenstände kann auch ein Safe in den Stand integriert werden. Hier nicht am falschen Ende sparen.

Nichts unbeaufsichtigt herumliegen lassen

4. Eine Person sollte den Gesamtüberblick behalten

An einem geschäftigen Messetag kümmert man sich um die Standbesucher. Da ist keine Möglichkeit, auch noch den Stand im Auge zu behalten. Versuchen Sie dennoch bei einem größeren Stand jemanden abzustellen, der den Gesamtüberblick behält.

Die Aufsicht kann man ja in Tagesabschnitte einteilen. Abgesehen davon, dass aus Gründen der Höflichkeit sowieso kein Standbesucher unbeachtet bleiben sollte, trägt dieses Vorgehen schon erheblich zur Sicherheit bei.

5. Unwichtiges zu Hause lassen

An einem geschäftigen Messetag kümmert man sich um die Standbesucher. Da ist keine Möglichkeit, auch noch den Stand im Auge zu behalten. Versuchen Sie dennoch bei einem größeren Stand jemanden abzustellen, der den Gesamtüberblick behält. Das kann man ja in Tagesabschnitte einteilen. Abgesehen davon, dass aus gründen der Höflichkeit sowieso kein Standbesucher unbeachtet bleiben sollte, trägt dieses Vorgehen schon erheblich zur Sicherheit bei.

Das Schlimmste beim Verlust des Portemonnaies ist meist die Wiederbeschaffung der Ausweise und Karten. Daher: alles zu Hause lassen, was nicht unmittelbar gebraucht wird. Ansonsten schwöre ich auf den guten alten Brustbeutel.

Die gibt es mittlerweile auch in klein und relativ chic. Darin ist ein bisschen Bargeld und die Kreditkarte sicher aufbewahrt. Ja, ich weiß, schon der Gedanke führt bei manchen zu hochgezogenen Augenbrauen. Ist ja auch etwas spießig so ein Brustbeutel. Aber beklaut werden ist doppelt uncool.

6. Nichts über Stuhllehne hängen im Messe Restaurant

Nichts über Stuhllehne hängen

Geben Sie den Dieben keine Gelegenheit! Entnehmen Sie das Portemonnaie Ihrem Jackett und setzen sich zur Not drauf. Herrentäschchen ist ja leider unglaublich uncool. Bitte Nichts Wichtiges  in die Gesäßtasche stecken. Kommt ja leider immer noch vor. Noch offener  kann man die Einladung zum Diebstahl nicht aussprechen. Wer das noch tut ist – sorry – selbst schuld.

Neben der großen Handtasche, die alles enthält was die Frau von heute so braucht, besitze ich eine kleine für die Wertgegenstände. Die hänge ich mir so um, dass sie mich nicht stört, aber auch nicht entwendet werden kann. Sie hat den Vorteil, dass auch beim Bezahlen am U-Bahn Automaten nicht einfach jemand von der Seite in die Tasche hineingreifen kann, wie das bei den beliebten großen Business-Handtaschen der Fall sein kann. Wie gesagt, Profis üben so etwas! Sie bekommen das noch  nicht einmal mit.

Geben Sie den Dieben keine Gelegenheit! Entnehmen Sie das Portemonnaie Ihrem Jackett und setzen sich zur Not drauf. Herrentäschchen ist ja leider unglaublich uncool. Bitte Nichts Wichtiges  in die Gesäßtasche stecken. Kommt ja leider immer noch vor. Noch offener  kann man die Einladung zum Diebstahl nicht aussprechen. Wer das noch tut ist – sorry – selbst schuld.
Neben der großen Handtasche, die alles enthält was die Frau von heute so braucht, besitze ich eine kleine für die Wertgegenstände. Die hänge ich mir so um, dass sie mich nicht stört, aber auch nicht entwendet werden kann. Sie hat den Vorteil, dass auch beim Bezahlen am U-Bahn Automaten nicht einfach jemand von der Seite in die Tasche hineingreifen kann, wie das bei den beliebten großen Business-Handtaschen der Fall sein kann. Wie gesagt, Profis üben so etwas! Sie bekommen das noch  nicht einmal mit.

7. Datensicherung und wichtige Sperrnummern parat haben

Datensicherung und wichtige Sperrnummern parat haben

Sollte doch mal etwas entwendet werden, ist es von Vorteil, wenn alle auf dem Handy befindlichen Daten irgendwo gesichert sind. Sperrnummern parat zu haben hilft für schnelles Sperren der Karten. Hier zählt jede Minute!

Sollte dochmal etwas entwendet werden, ist es von Vorteil, wenn alle auf dem Handy befindlichen Daten irgendwo gesichert sind. Sperrnummern parat zu haben hilft für schnelles Sperren der Karten. Hier zählt jede Minute!

8. Mit der Messepolizei sprechen

Mit der Messepolizei reden

Diebe sind kreativ! Sie passen ihre Maschen kontinuierlich an, je vorsichtiger die Umwelt wird. Reden Sie daher ruhig mal mit den Polizisten vor Ort und fragen was gerade „en vogue“ ist. Manchmal gibt auch die Messeleitung schon Info vorab heraus. Fragen Sie nach. Es lohnt sich.

Diebe sind kreativ! Sie passen ihre Maschen kontinuierlich an, je vorsichtiger die Umwelt wird. Reden Sie daher ruhig mal mit den Polizisten vor Ort und fragen was gerade „en vogue“ ist. Manchmal gibt auch die Messeleitung schon Info vorab heraus. Fragen Sie nach. Es lohnt sich.

Aus der Praxis für die Praxis!

Da ich Geschichten aus dem echten Leben liebe freue ich mich, wenn Sie mit mir Ihre Erfahrungen, Tipps und Tricks und Ihre coolsten/ witzigsten oder teuersten Messe-Sicherheits-Geschichten teilen. Aus der Praxis für die Praxis. Per Mail oder  auch gerne telefonisch. Kontakt.

Da ich Geschichten aus dem echten Leben liebe freue ich mich, wenn Sie mit mir Ihre Erfahrungen, Tipps und Tricks und Ihre coolsten Messe-Sicherheits-Geschichten teilen. Aus der Praxis für die Praxis. Per Mail oder  auch gerne telefonisch.

Allzeit eine gute und sichere Zeit!

Ihre Ute Schneider 

Interview mit Daniel Preuss von Streetkids International zur Sicherheitslage in Tansania

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Afrika wird als Kontinent für die deutsche Wirtschaft immer interessanter. Dennoch ist es für viele deutsche Unternehmen noch sehr unbekanntes Terrain. Es ist ja auch, wider landläufiger Meinung, nicht EIN LAND, sondern ein riesiger Kontinent mit vielen Facetten, Ländern, Kulturen und noch mehr Sprachen.

Ich bin der Meinung, man kann so viel über Länder lesen, wie man will, es geht nichts über Erfahrung aus erster Hand vor Ort. Daher traf ich mich mit Daniel Preuss zum Gespräch zur aktuellen Sicherheitslage in Tansania.

Daniel Preuss ist Gründer von „Streetkids international“ in Tansania und Geschäftsführer der Consultingfirma BCCM in Frankfurt. „Brand eins“ bezeichnete ihn einst als „der Missionar“. Das Gespräch ist sehr entspannt und beginnt mit den Worten: Wenn wir jetzt in Tansania wären, könnten wir hier nicht so sitzen.

Und wie dann?

Naja, es müsste immer noch eine Art Anstandsdame dabei sein. In Tansania kann ich noch nicht mal meine Mitarbeiterin im Auto mitnehmen, ohne dass geredet wird.

Wie auf Stichwort setzt sich der freundliche Golden Retriever Lilly an meine Seite. Ich vermute jedoch, dass sie einfach nur gekrault werden möchte.

Das ist schwer vorzustellen

Daher ist es auch super schwierig, wenn Menschen mit ihrer europäischen Sichtweise nach Tansania kommen. Klar, wir sind alle durch unsere Kultur geprägt und haben Präferenzen, aber dort muss man sich anpassen. Das ist nicht so einfach und muss trainiert werden. Damit Du weißt, wie Du Dich in Alltagssituationen verhalten musst. Die Freiheit, die wir hier haben kann dort als Aufforderung verstanden werden. Ein Blick in das Gesicht eines Fremden kann Dir als Frau ziemliche Probleme einhandeln, da es signalisiert: „Ich will wissen, was für ein Mann ist das“. Und der Mann denkt: „ach guck mal, die schaut mich an, die ist interessiert. Da geht was“. Natürlich abhängig vom Kontext – im Business und in den großen Städten sind die Dinge entspannter. Gehst Du raus aufs Land ist alles noch konservativer.

Das ist ein nicht ganz unwesentlicher Punkt, besonders für bekennende People Watcher und Networker wie mich, die gerne „einfach so“ mit Menschen sprechen

Ja, in Deutschland ist das, zumindest was Sicherheitsfragen anbelangt, relativ unverfänglich. Wir können als Männer und Frauen alle getrost miteinander im Auto fahren, an einem Tisch sitzen ohne dass sich irgendjemand etwas dabei denkt. In Tansania hat das gleiche Verhalten weitreichende Auswirkungen auf Themen wie Ehre, Freizügigkeit, Ruf usw. Eine Schamkultur, versus Schuldkultur die hier herrscht. „Einfach nur“ ein Blick ist die eigene kulturelle Brille.

Das kann man intellektuell erfassen, in der Praxis ist das sicher eine Herausforderung

Auf jeden Fall. Die Missionare zum Beispiel bereiten ihre Leute sehr genau vor, damit die bloße Theorie in Fleisch und Blut übergeht. Es gibt so ein paar Regeln, die musst Du einhalten, sonst kosten sie Dich das Leben. Traurig aber wahr. Da verstehe ich auch bei meinen Praktikanten keinen Spaß. Ich habe mittlerweile eine Checkliste mit Dingen, auf die meine Praktikanten achten müssen. Von Impfungen über Visumsfragen und interkulturelle Feinheiten. Verstoßen sie dagegen, schicke ich sie heim. So ist das nun mal. Die Konsequenzen kann ich nicht tragen. Interessanterweise klappt das am besten mit denjenigen, die noch nicht so viel internationale Erfahrung haben, da die nicht glauben, schon alles zu wissen.

Die Wahl der Kleidung spielt vermutlich auch eine große Rolle

                  Maasai Frauen in Tansani. Quelle: Canva

Ja klar. Warmes Wetter verführt zum Tragen knapper Kleidung. Sonne = Urlaubsfeeling = kurze Hosen und mehr oder weniger knappe Shirts. Knappe Bikinis am Strand sind nicht gerne gesehen. Die meisten Menschen gehen bekleidet ins Wasser. Es ist eben ein muslimisch geprägtes Land, da ist es nicht weit her mit Freizügigkeit. Das sollte man akzeptieren, um nicht als promisk zu gelten und Respekt zu zeigen. Keine Schultern, kein Bauch, kein Knie. Bauchfreie T-Shirts geht gar nicht. In den Städten ist alles etwas moderner. Dennoch.

Und gegen Mückenstiche hilft Bedeckung ja auch

Lange helle Kleidung schützt vor Insekten und Ansteckung mit Malaria und anderen Krankheiten. Einsprühen sollte man sich dennoch. Ach ja, bei Männern gelten kurze Hosen als unerwachsen, da die nur die kleinen Jungs tragen. Etwas, das man aus Statusgründen beachten sollte, wenn man ernst genommen werden möchte. Will man im Business erfolgreich sein, sollte man auch stets sehr gepflegt auftreten. Mit Jeans und Flip Flops zu einem offiziellen Termin zu erscheinen geht gar nicht.

Und wie steht es mit dem Transport? Wie bewegt man sich am besten von A nach B?

Die Nutzung öffentlichen Transports und Taxis ist nicht ganz ungefährlich. Taxis am besten übers Hotel buchen oder einen Fahrer über eine bekannte Agency. Es kann vorkommen, dass Taxifahrer die Fahrgäste zwingen, mit ihrer Kreditkarte an Bankautomaten Geld abzuheben oder von Familienangehörigen Überweisungen über Western Union in die Wege zu leiten. Ich lasse mich daher am Flughafen von meinem Fahrer abholen.

Mit dem Bus durch Tansania

Busfahrt in Tansania. Quelle: Canva

Gibt es auch Straßensperren, aufgeschlitzte Reifen oder Nagelbretter auf dem Weg? Der Kreativität sind da ja keine Grenzen gesetzt

Überlandfahrten können sehr gefährlich werden. Kriminelle, bewaffnete Banden lauern Wagen auf, zum Beispiel an Straßensperren durch querliegende Bäume, drohen mit Waffen und rauben die Insassen des Wagens aus. Wenn es spät wird, übernachte ich in Dar es Salaam. Nachts nach Hause zu fahren ist einfach zu gefährlich.

Auch tagsüber unbedingt auf die Qualität des Autos achten. Zum einen kann man mit einem SUV zur Not einen Baumstamm umfahren, der als Straßensperre hingelegt wurde, und zum anderen sollte man es tunlichst vermeiden, irgendwo liegen zu bleiben. Gut, in einer Großstadt wie Dar es Salaam ist das alles nicht so streng. Das muss man differenzieren. Bei mir im Süden sieht das anders aus.

Und das Straßennetz ist oft sehr schlecht, da kommt es zu Unfällen. Das Tragische ist, man muss dann eher damit rechnen ausgeraubt zu werden, als dass man Hilfe bekommt. Verletzt man einen anderen Verkehrsteilnehmer kann es sogar zu Lynchjustiz kommen. Im Straßenverkehr ist daher äußerste Vorsicht geboten. Möglichst nicht selbst fahren und, wie gesagt, schon gar nicht nach Anbruch der Dunkelheit.

Und die Polizei, kommt die dann nicht?

Naja, oft hast Du kein Netz um sie anzurufen. Immer die Nummer einspeichern. Und oft hat sie kein Auto, um zu kommen oder hat selbst Angst. Wenn aber etwas passiert unbedingt zur Polizei oder ins Krankenhaus gehen. Am besten nie alleine.

Was tut man, wenn man doch mal in eine Straßensperre kommt?

Wenn doch was passiert ist mein persönlicher Tipp: Bargeld in Form vieler kleiner Scheine (500er Noten) mitführen und diese aus dem Fenster werfen. Während die Bandenmitglieder das Geld aufsammeln, versuchen, so schnell wie möglich wegzufahren.

             Fahrt in Tansani. Quelle: Canva

Was sollte man beim Umgang mit Bargeld beachten?

Geld ist ein wichtiges Stichwort. Du musst dort Bargeld dabeihaben. Mein Tipp an meine Praktikanten: Näh dir in irgendeine alte Jeans Bargeld ein - am besten Euros, dafür bekommst Du vor Ort den besten Gegenwert - damit Du Reserve hast, falls irgendwas passiert. Kein Geldgürtel.

Nimm kleine Scheine mit und verteile das Geld auf mehrere Taschen. Falls Du ausgeraubt wirst, ist dann nicht alles weg. Kleine Scheine brauchst Du sowieso, sonst ist es mit Wechseln schlecht. 2000er Scheine kannst Du überall wechseln, 5000erist schon schwieriger und 10000er ist unmöglich. (Anm. 1 Euro entspricht zurzeit 2,361.57 TZS/ Tansania Schilling). Das macht dich zum Target, wenn Du mit großen Geldbündeln rumwedelst.

Gleiches gilt für Wertgegenstände: Handys, Laptops, Sneaker etc. das ist alles eine Einladung. Mit Laptoptaschen rumlaufen oder mit Laptop im Café sitzen, das geht gar nicht. Meinen Praktikanten habe ich mittlerweile untersagt mit Laptops das Zimmer zu verlassen. Tageseinkommen vor Ort sind ca. 2 Dollar. Das darf man nicht vergessen.

A propos mit Geld wedeln: wie sieht es mit Korruption aus?

Die Korruption wird zurzeit massiv bekämpft. Aber es ist halt so: dadurch fehlt das sonstige „kleine Geld“, was wiederum einen Anstieg der Kriminalität zur Folge hat. Man muss schauen, wie sich das entwickelt.

Die Kultur an sich ist eine sehr freundliche und die Menschen sind auch sehr freundlich. Es gibt aber halt die Not, die wir uns hier gar nicht vorstellen können. Die jungen Leute haben oft wenig Perspektive und keine Jobchancen. Das senkt die kriminelle Hemmschwelle, logisch.

Was muss man sonst noch zum Thema Sicherheit vor Ort beachten?

Wenn Du im Business Kontext mit Geschäftspartnern unterwegs bist, bewegst Du Dich dort relativ sicher. Gerade in den großen Städten. Da passiert Dir vermutlich nichts. Anders wird es, wenn du als Resident in Tansania lebst und Dich jeder kennt. Die großen Firmen haben daher alle Risk Manager vor Ort, sogenannte Evacuation paths und Funk Codes für Funkgeräte für den Notfall festgelegt und so weiter. Daher finde ich es auch gut, dass Du das Thema Sicherheit so auf dem Schirm hast.

Wie sieht es aus mit kulturellen Feinheiten, die darüber entscheiden, ob sich eine Tür öffnet oder eben nicht. Machst Du was falsch sagt dir das keiner. Die Tür ist trotzdem zu.

Ja, das sagt Dir keiner. Das gebietet die Höflichkeit und die Gastfreundschaft – und das face saving. Wenn ich zu Behörden gehe tue ich das auch immer ordentlich gekleidet und fordere nicht. Entgegen dem deutschen „Effizienz System“. Höflich warten bis man nach dem Anliegen gefragt wird. Beziehung aufbauen. Nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen. Ist halt schwierig, wenn man nicht viel Zeit hat. Die zwischenmenschliche Ebene ist wichtiger als Geld, Rang und akademischer Grad. Es lohnt sich, sich die Zeit zu nehmen. Das Zeitkonzept spiegelt sich übrigens auch in der swahelischen Sprache wieder. Das muss man wissen. Unbedingt mit dem Zeitsystem im Swahelischen beschäftigen, sonst kriegst Du Frust. Ein Beispiel: neun Uhr ist „die dritte Stunde morgens“.

Und wie wohnst Du in Tansania? Gibt es Gitter vor den Fenstern oder Guards?

Als Europäer ist man natürlich immer Ziel. Wir haben unsere Fenster mit Gittern und Schlössern gesichert. Guards gibt es auch.

Aber was machst Du, wenn da jemand mit einer Waffe steht?

Die Guards haben Angst um ihr eigenes Leben, wenn da drei Mann bewaffnet vor ihnen stehen. Ist ja klar. Man wird nicht zwangsläufig gleich erschossen, aber zumindest verletzt. Nicht weniger schlimm. Denn selbst wenn man „nur“ einen Messerschnitt abbekommt, kann der ohne schnelle medizinische Versorgung sehr schnell tödlich enden.

Wir wurden schon mehrfach überfallen. Da spielst Du nicht den Helden. Da gibst Du alles her was Du hast. Keine Diskussionen. Selbst die Turnschuhe. Entführungen spielen in Tansania keine Rolle. Das hast Du eher in Mozambique und anderen ostafrikanischen Ländern.

Was ist im Hinblick auf medizinische Versorgung zu beachten? Ich würde mit einer riesigen Notfallapotheke dorthin reisen.

Die brauchst Du auch, besonders wenn Du über Land fährst. In der Regenzeit ist es aufgrund der Straßenverhältnisse manchmal schwierig weiter zu kommen. Ich habe dann immer Medikamente dabei. Unbedingt. Eine Malaria kann dich ohne medizinische Versorgung innerhalb von drei Tagen umbringen. Sonstige Verletzungen infizieren sich ohne entsprechende Versorgung schnell. Zum Arzt kommst Du nicht. Also lieber mehr dabeihaben als zu wenig.

Und vermutlich auch immer ein Moskitonetz?

Moskitonetz ist Pflicht. Ich habe auch chemische Sprays gehen Moskitos dabei für Hotelzimmer. Das Netz muss bis zum Boden des Bettes reichen und sollte nicht Deine Haut berühren. Sonst stechen sie durch. Es muss fein genug sein und darf keine Löcher haben.

Wir könnten noch ewig sprechen. Ein sehr interessantes Gespräch. Vielen Dank für die umfangreiche Auskunft.

Weitere Info zu Daniel Preuss gibt es unter: Streetkids International www.helfensie.de , www.bccm-frankfurt.com und in brand eins: https://www.brandeins.de/archiv/2001/chancen/der-missionar/

Sie reisen geschäftlich viel ins außereuropäische Ausland und möchten sich gut vorbereiten um eine sichere und erfolgreiche Reise zu haben? Sie möchten sich bestmöglich vor Gefahren schützen und diese frühzeitig erkennen können? Dann empfehle ich Ihnen ein Sicherheitstraining zu buchen.Details auf Anfrage. Ich freue mich auf Sie, Ihre Ute schneider

Intuition – Als wichtigster Begleiter im Ausland unverzichtbar

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Intuition

In einer fremden Umgebung kann man nicht alles sofort einschätzen, was um einen herum passiert. Kultur und Verhalten der Menschen und sogar die Verhältnisse im Straßenverkehr sind anders als in der Heimat. Woran sollst man also am Anfang orientieren? Was ist sicher und wo lauert eine Gefahr? Wer meint es wirklich gut mit einem und bei welcher Person solltest man besser das Weite suchen?

Meine Intuition ist mein wichtigster Begleiter nicht nur aber vor allem bei Aufenthalten im Ausland. Erst sie ermöglicht mir, mich sicher in der Welt zu bewegen und mit Freude zu reisen. Denn der Aufenthalt in einem anderen Land soll ja vor allen Dingen Spass machen. Nicht nur privat, das gilt auch für Geschäftsreisen.

Ich möchte Sie mit diesem Artikel dazu anregen, sich öfter auf Ihre Intuition zu verlassen und zu hören, was sie Ihnen zu sagen hat. Falls Sie das nicht sowieso schon tun. Warum?

In einer fremden Umgebung kann man nicht alles sofort einschätzen

Die Beispiele, in denen „hilfsbereite“ Menschen einen Ausländer zu einer Stadtführung einladen und man sich bald in einem schrecklichen Teppichladen zum Hard core Verkaufsgespräch wiederfindet oder hinter der nächsten Ecke ausgeraubt wird kennen die meisten sichervom Hörensagen.

Es gibt auch die Gegenbeispiele, in denen freundliche Menschen wirklich nur ihre Gastfreundschaft zeigen wollen. Daraus sind in meinem Fall nach Messen im Ausland schon ganz reizende Abende zum Beispiel im Kreise einer marokkanischen oder englischen Familie entstanden. Wenn meine Intuition sagte „Go for it“.

Es ist ganz wichtig, auf seine innere Stimme zu hören. Sie warnt wenn etwas komisch ist und man etwas besser lassen sollte beziehungsweise gibt ein „thumbs up“ wenn etwas in Ordnung ist. Je mehr man dies trainiert, desto feiner wird die Wahrnehmung. Ich habe mittlerweile ein sehr feines Gespür dafür, Dinge schon vorab zu „riechen“ und entsprechend zu handeln.

Hat jeder diese innere Stimme?

Ich behaupte "ja". Bei vielen ist sie nur etwas verschüttet beziehungsweise wurde uns im Laufe unserer schulischen, universitären und sonstigen Ausbildungen förmlich abtrainiert. Bloß keine „Gefühlsduselei“. Wir sollten zu rationalen, denkenden Wesen erzogen werden.

Und doch erlebe ich in letzter Zeit auch im Business Kontext immer öfter, dass mein Gegenüber von einem Gefühl bei einer Sache spricht, dem Gut feeling, hunch, Intuition, Bauchgefühl, Schwingungen, innere Stimme und wie auch immer man es jeweils nennen mag.

Kann man Intuition lernen?

Man muss sie vermutlich gar nicht lernen. Nur vielleicht wieder aus dem Dornröschen-Schlaf erwecken.

Wie macht man das?

Das macht man in dem man ihr bewusst zuhört und sie zu Wort kommen lässt. Egal wie sehr der Geist dazwischen funkt. Das möchte er nämlich. Also das Grummeln im Bauch, die Enge im Hals oder den Druck im Brustkorb ernst nehmen. Genauso wie die Wärme, Entspannung oder wie auch immer sich ein gutes Gefühl bei Dir zeigt. Schieb es nicht einfach weg.

Bis zu dem Tag, an dem mir das Buch „Trust your Vibes“ von Sonia Choquette in die Hände fiel. Das war 2007 und bahnbrechend für mein weiteres Leben. Plötzlich wusste ich, dass es auch andere Menschen gibt, die die Flöhe husten hören - und diese dann auch wirklich husten.

Dass es schon einen Grund haben wird, wenn ich das Gefühl habe heute mal einen anderen Weg zur Arbeit einzuschlagen oder irgendetwas nicht zu tun, wenn alles in mir „Tu’s nicht“ rief. Oder wenn ich bei einer vordergründig netten Person den ganz dringenden Impuls verspürte auf Abstand zu gehen. Da nutzt es auch nichts, wenn das Umfeld sagt: was hast Du denn, der ist doch nett.

Gefühle verifizieren – am Besten schriftlich

Am Anfang hilft es, einfach hinzuhören wenn die innere Stimme sich zu Wort meldet. Am Besten alle Impulse notieren. Unzensiert, das ist ganz wichtig. Denn manche Hinweise stehen vermutlich allem zuwider, was der Geist sagt oder kommen Ihnen völlig aus der Luft gegriffen vor. Macht nix. Aufschreiben und sehen was passiert ist. Muss man ja niemandem zeigen.

Mit kleinen Dingen anfangen. Wenn Sie das Gefühl haben, heute mal einen anderen Weg zur Arbeit nehmen zu sollen, dann tun Sie es. Und dann schauen Sie, was sich daraus entwickelt hat. Haben Sie jemand besonderen getroffen? Haben Sie aufgrund der veränderten Route einen Unfall vermieden in den Sie geraten wären? Manchmal offenbart sich das Ergebnis erst später. Daher aufschreiben um nichts zu vergessen.

Sie können auch ganz bewusst entgegen Ihren inneren Impulse handeln, wenn der Geist ganz laut „Ach Quatsch, stell Dich nicht so an“ sagt. Probieren Sie es aus. Aus eigener Erfahrung weiß ich hinterher, warum ich auf das Gefühl hätte hören sollen.

Mit zunehmender Praxis wird es leichter

Je öfter Sie auf Ihre Impulse hören und sie notieren, desto einfacher wird es im Laufe der Zeit die Eingebungen der eigenen Intuition anzuerkennen und nicht als Quatsch abzutun.

Probieren Sie es aus!

Notieren Sie auch die Momente, in denen Sie ein "ein Feeling" hatteen und dem zuwider gehandelt haben. Was ist dann passiert? Wenn Sie zum Beispiel das Gefühl hatten, jemandem nicht trauen zu können aber dem ersten Impuls zuwider gehandelt haben. Hat sich der erste Impuls am Ende bewahrheitet?

Nichts analysieren müssen

Ja, es gibt in der Literatur einige Werke, die belegen wollen, dass es Intuition gar nicht gibt und es für jedes Bauchgefühl eine Erklärung gibt. Kann sein. In diese Diskussion möchte ich gar nicht einsteigen. Fakt ist, dass es um uns herum mehr Reize gibt als wir rational erfassen und verdauen können. Wir nehmen unser Umfeld nur gefiltert wahr. Intuitive Impulse sind vermutlich ein Mechanismus um uns auf Dinge hinzuweisen, die der bewussten Wahrnehmung entgehen.

Da mir das Thema sehr am Herzen liegt, würde ich mich sehr über Kommentare und Austausch freuen. Welche besonderen Beispiele gibt es in IhremLeben zum Thema Intuition? Oder haben Sie noch gar keinen Zugang und möchten sich mehr mi Ihrer eigenen Wahrnehmung auseinandersetzen? Ich freue mich, von Ihnen zu hören.

8 Dinge auf die Sie in Hotels achten sollten, um Ihre Sicherheit zu gewährleisten

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Hotel in Madagaskar

Hier ein paar Tipps für Aufenthalte in Hotels, die mir auf meinen vielen privaten und geschäftlichen Reisen bisher gute Dienste geleistet haben.

Denn sowohl der Hotelname, die Anzahl der Sterne als auch der Internetauftritt des Hotels sind nur ungefähre Indikatoren für die Qualität des Zimmers und die Sicherheit des Aufenthalts.

Warum? Weil gute Bewertungen im Internet manchmal gekauft sind und für die Fotos im Internet das einzig frisch renovierte Hotelzimmer fotografiert wurde.  

1. Zimmer ansehen oder nur erste Nacht buchen

Das Zimmer vorab anzusehen hat sich wirklich bewährt. Für das Hotelpersonal ist es kein Problem, ein Zimmer zu zeigen. Riecht dann ein als Nichtraucherzimmer deklarierter Raum nach Rauch oder etwas anderes ist nicht nach Ihren Vorstellungen, einfach ein anderes zeigen lassen. Das kostet vielleicht etwas Überwindung, lohnt sich aber in jedem Fall. 

Eine Anekdote: Manche englische Hotels, wie auch Privathaushalte, haben noch Teppich in den Bädern. Der ist nicht immer in einem guten Zustand. Ich war mal in einem Hotel, das sich damit rühmte, dass Queen Victoria dort schon residiert habe. Der Teppich im Bad war ungefähr auch aus dieser Zeit. Leider war es das einzige Hotel im Ort. 

2. Zimmer oberhalb des Parterre buchen

Im Parterre herrscht aufgrund der Höhe der Fenster die höchste Einbruchgefahr. Fenster sind schnell aufgehebelt oder Scheiben eingeschlagen. Zudem bekommt man alles mit, was sich vor dem Hotel abspielt. Viele Gründe das Parterre zu meiden. 

3. Zur Straßen-abgewandten Seite wohnen

Dies ist ein Tipp für Gegenden, in denen es öfter Autobomben gibt.  Die Autos werden üblicherweise auf der Straße vor dem Hotel und nicht auf dem Parkplatz im Hinterhof abgestellt. Die Wahrscheinlichkeit, dass Ihnen das passiert ist vermutlich sehr gering. Dennoch sollte es nicht unerwähnt bleiben.

Nein, die Welt ist nicht voller Terroristen. Die meisten Menschen sind nett, friedlich und gastfreundlich. Sollte sich doch mal ein Terrorist in Ihre Nähe verirren, sind Sie hiermit auf der sicheren Seite.

4. Zimmer unterhalb der 6. Etage buchen

Der Grund dafür ist die Reichweite von Feuerleitern. Diese reichen in Deutschland 23 Meter hoch, also bis maximal zum 7. Stock. Feuerleitern sind nicht überall gleich lang und aufgrund der Verkehrslage ist die Feuerwehr auch nicht überall schnell vor Ort.

Ich denke gerade an die Straßen von Antananarivo in Madagaskar. Dort geht nichts schnell. Daher lieber etwas tiefer wohnen und im Brandfall, wie üblich, auf keinen Fall den Aufzug benutzen. Informiere Sie sich auch, wo der Fluchtweg verläuft und ob es Feuerleitern und Feuerlöscher auf Ihrem Stockwerk gibt.

5. Folgt Ihnen jemand?

Wenn Ihnen irgendetwas an der Person hinter Ihnen im Gang komisch vorkommt, drehen Sie lieber noch eine Extrarunde. Zimmer-Schlüssel oder Key Card Karte am besten schon in der Hand halten, damit Sie schnell im Zimmer verschwinden können.

Gerade als allein reisende Frau ist diese Vorsichtsmaßnahme nicht zu vernachlässigen.  Von innen Kette vorlegen falls vorhanden und zur Extrasicherung einen Türstopper mit Alarmsicherung anbringen. Der ist ganz leicht und man kann ihn somit auch bei kurzen Trips im Handgepäck mitführen. 

6. Vorsicht beim Verlassen des Hotels

In manchen Gegenden ist der Bereich vor dem Hotel eine beliebte Area um wohlhabende Gäste zu entführen. Dies ist ein Tipp, den ich von lateinamerikanischen Geschäftspartnern erhalten habe.

Entführungen sind ein wachsender Wirtschaftszweig

Entführungen sind ein stetig wachsender Wirtschaftszweig, in dem es um große Summen geht. Gerade wenn man mit dem Firmenlogo eines bekannten Unternehmens am Revers herumläuft und somit der finanzielle Spielraum des Unternehmens einzuordnen ist, macht man sich zur beliebten Zielscheibe.

7. Nutzung des Hotelsafes

Holz-Safe

How safe is this safe????

Es ist immer gut seine Wertgegenstände im Safe aufzubewahren. Bloß nicht offen im Zimmer liegen lassen.  Jedoch: Nicht alle Hotelsafes sind sicher. Wie das schöne Exemplar auf dem Foto. Gefunden in Vietnam. Ein Holztürchen und ein Schlüssel.

Seit ich eine Reportage darüber gesehen habe, wie leicht man auch in 5 Star Hotels mit einem Trick in Zimmer und Safe kommt, lasse ich möglichst nichts mehr im Safe. Es sei denn es ist unumgänglich.   

8. Hotelrechnung am Abend vor Abreise bezahlen

Das ist mein ganz persönlicher Tipp. Warum? Weil die Reisekostenstellen der Firmen üblicherweise sehr pingelig sind, was die Details auf der Rechnung angeht. Adressen werden in verschiedenen Ländern unterschiedlich geschrieben und wenn der Rezeptionist Ihren Namen mit dem der Firma verwechselt oder andere Dinge nicht korrekt ausgeführt sind, ist die ganze Rechnung hinfällig. Das kostet Zeit und Nerven. 

Wenn es dann auch noch technische Probleme mit der Kreditkarte gibt – ein Klassiker! kann sich der Bezahlvorgang hinziehen. Es kann durchaus mehr als einen Anlauf benötigen bis die Rechnung richtig ausgestellt ist. Wenn dann schon das Taxi zum Flughafen wartet, gibt das nur unnötigen Stress. Also lieber am Abend vor Abreise alles in Ruhe regeln.

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Allzeit eine gute und sichere Zeit!

Ihre Ute Schneider

Ach ja, wenn Sie interessante, skurrile oder besonders nette Geschichten aus den Hotels dieser Welt haben, freue ich mich diese zu hören. 

Inhalt einer Notfalltasche und eines Notfallrucksacks

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Inhalt Notfalltasche

Angesichts der politischen Situation mancher Länder, zunehmender Kriminalität und Anschlagwahrscheinlichkeit kann sich eine friedliche Stimmung schnell in ein brenzliges Szenario verwandeln. Das soll keine Panik erzeugen, aber wenn wir an die jüngsten Ereignisse in Belgien, Türkei und Ägypten denken, verstehst Du, was ich meine.

Für den Ernstfall ist es gut, einen Notfallrucksack vorzubereiten. So hat man alles Wichtige griffbereit und verschwendet keine wertvolle Zeit mit dem Suchen von Unterlagen und Notfall-Utensilien, die über das Überleben entscheiden können.

Was gehört in eine Notfalltasche?

Reisezahnbürste, Zahnpasta & Creme (psychologische Wirkung. Die merke ich schon auf Langzeitflügen!)

Foto der Lieben (psychologische Wirkung)

Wasseraufbereitungstabletten (Tablette+ 1l Wasser = 1h warten)

Kopfschmerzmittel - am Besten kein Aspirin wegen blutverdünnender Wirkung.

Pflaster

Desinfektionsmittel

Geld (US Dollar oder Devisen)

Navigationsmittel (Kompass, GPS)

Taschenlampe, besser Stirnlampe, Knicklicht mit Pfeife

Trinkwasserkonserve (im Outdoor Handel erhältlich)

Rettungsdecke zum Wärmeerhalt, dünne Mütze,  Ersatztelefon,  Notfall Regenponcho ( z.B.: Müllbeutel)

Vokalbelliste,  Victorinox Multi Tool oder Leatherman Multi Tool,  F-Löffel (Löffel mit Feuerzeug)


Es gibt auch sogenannte Grab and Go Überlebens Kits zu kaufen. Besser ist jedoch, den Inhalt der Tasche selbst zusammenzustellen.


Wie sollte der Notfall-Rucksack beschaffen sein?

Beim Kauf von Rucksäcken ist darauf zu achten, dass seitliche Reißverschlüsse angebracht sind. Dann muss man nicht immer den ganzen Rucksack ausräumen, wenn man etwas Bestimmtes sucht. Des Weiteren empfiehlt es sich, den Inhalt in kleineren Beuteln wasserdicht zu verpacken und thematisch zu ordnen und zu kennzeichnen,  z. B.: ein Beutel mit Lebensmitteln, einen mit Ersatzkleidung usw.).

Inhalt Notfallrucksack

Inhalt des Notfall-Rucksacks

  • Unterwäsche zum Wechseln, Mückenspray, Pfefferspray (Einfuhrbedingungen klären!)
  • Navigationsmittel (Restriktionen der Länder beachten) Landkarten, Feuerzeuge, Ersatztelefon
  • Min. 3 Liter Wasser (auf mehrere Flaschen verteilen)


Halte den Rucksack griffbereit! Deponiere ihn dort, wo Du ihn schnell greifen können. Krisensituationen fordern schnelles Handeln!  Man hat wenig Zeit nachzudenken und schon gar nicht, Dinge zu suchen. Stelle ihn am besten in die Nähe der Haus- oder Wohnungstür.

Hin und wieder sollte der Inhalt auf Vollständigkeit geprüft werden. Legen Sie am Besten Ihre Liste bei zum Gegencheck. Auch die Verfallsdaten der Gegenstände müssen ab und zu kontrolliert werden. Der Aufwand und die Kosten dafür halten sich in Grenzen und sind sowieso gering im Vergleich zu Schaden an Leib und Leben.


Warum mir das Thema so am Herzen liegt?

Die jüngste Geschichte zeigt, dass Attentate mitten in Europa stattfinden können, während man sich in Brüssel auf Geschäftsreise befindet oder in Thailand einen entspannten Urlaub verbringen möchte.

Auch das generelle politische Klima kann schnell umschlagen. Zum Beispiel durch Streiks. Siehe aktuelle Situation in der Türkei. Als ich in Barcelona lebte gab es einen Streik der Logistiker. Die Geschäfte wurden nach und nach immer leerer, da kein Transporteur in die Stadt gelassen wurde. Die Stimmung war entsprechend und fühlte sich zwischendurch ziemlich bedrohlich an. Besonders als ein Mann bei dem Streik zu Tode kam. Daher: be prepared!

Desweiteren habe ich mit Menschen gesprochen die sich plötzlich in Krisengebieten wiederfanden, als das politsiche Klima umschlug (Libyen) oder in Columbien entführt wurden. Nimm Sicherheit nicht auf die Leichte Schulter!

Und mein ultimativer Buchtipp:How to avoid being killed in a war Zone, Rosie Garthwaite (2011)


Zusammen mit einem spezialisierten Kooperationspartner biete ich Sicherheitstrainings zur Gefahrensimulation, Vorbereitung auf extreme Sicherheitslagen und Wahrnehmungsschulungen an. Termine auf Anfrage.


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Allzeit gute Reise!

Reise-Sicherheitstipps

with Keine Kommentare

Sicherheit ist das A und O!

Vor Abreise ist es wichtig, sich mit den Sicherheitsstandards und Empfehlungen für sicheres Reisen des Ziellandes genau auseinander zu setzen. Erste Anlaufstelle ist die Seite für Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes als auch die aktuelle Reisewarnung. Sie werden  upgedated sobald sich irgendetwas in einem Land ändert.

Safety First!

Reisemdedizinische Empfehlungen

Auf der Seite des Auswärtigen Amts finden Sie Einreisebestimmungen, reisemedizinische Empfehlungen und Bestimmungen des jeweiligen Landes. Speziell zu Impfungen empfiehlt sich auch die Seite des Tropeninstituts Hamburg. Beide Seiten unbedingt regelmäßig checken!!

Natürlich soll man nicht paranoid hinter jeder Ecke Gefahren sehen. Aber als Europäer ist man für Kriminelle in vielen Ländern ein begehrtes Ziel. Ein paar einfache Tipps können so manchen Schaden abwenden:

1. Die Wahl des Hotels ist entscheidend

Je mehr Sterne das Hotel hat, desto besser wird auf die Sicherheit der Gäste geachtet. Sowohl darauf, wer versucht einen unerlaubt zu besuchen als auch auf Sicherheitsmaßnahmen. Mir wurde schon vom Hotelpersonal ein Taxi bestellt, obwohl ich laufen wollte, da es noch dunkel war und man mir vom Laufen abriet. In Algerien begleitete mich ein Hotelangestellter zum Restaurant um die Ecke, in dem ich verabredet war. Selbstverständlich gebietet es der Anstand in solchen Fällen auch ein angemessenes Trinkgeld zu geben.

2. Zimmer oberhalb des ersten und unterhalb des sechsten Stockwerks wählen

Einfach um Einbrechern das Leben schwerer zu machen, die im ersten Stock nur eine Scheibe einschlagen oder ein Fenster aufdrücken müssen. Die Obergrenze erwähne ich, da Feuerleitern meist nur eine begrenzte Höhe haben. In extremen gebieten auch nicht zur Straße gewandt, um kein Opfer einer Autobombe zu werden. Aber, wie gesagt, wir wollen mal nicht paranoid werden.

3. Chipkarte oder Schlüssel bereithalten

Das ermöglicht schnelles Aufschließen der Tür. Wenn man das Gefühl hat, dass einem jemand die Zimmernummer herausfinden möchte, erst nochmal ne Extrarunde drehen. Ich hatte mal das Vergnügen mit einem Betrunkenen, der meine Zimmernummer zum Glück nicht kannte. Daher der Tipp an dieser Stelle.

4. Wertgegenstände im Safe deponieren

In gutem Glauben lässt man so manches in gutem Glauben m Koffer oder in der Laptoptasche liegen. Besser ist es, den Zimmer Safe zu nehmen. Sollte dieser sehr klapprig sein, gibt es möglicherweise einen besseren an der Lobby. Essentielle Dinge wie Kreditkarten und Pässe führe ich immer mit.

5. Unterwegs: Handtaschen schließen, nicht achtlos über Stühle hängen

Das gilt ganz besonders für typische Touristengegenden, wie beispielsweise die Ramblas in Barcelona. Dort und in den umliegenden Cafés ist eine gewisse Paranoia nicht verkehrt, denn die Diebe sind geschickt. Ähnliche Vorsichtsmaßnahmen gelten übrigens auch für Weihnachtsmärkte.

6. Taxis am besten über das Hotel buchen

Mit Taxifahrern kann man die tollsten Stories erleben und es gibt unter ihnen unglaublich nette. Aber leider auch solche mit gefälschten Lizenzen und bösen Hintergedanken. Am besten über das Hotel buchen um zu verhindern, dass man in einer dunklen Ecke ausgeraubt wird. Kenntnisse der Route und des ungefähren Fahrpreises schaden auf keinen Fall. Meine Erfahrung diesbezüglich stammt aus Hamburg. In großen Städten empfiehlt es sich, das Fenster geschlossen zu halten. Es kommt vor, dass jemand versucht hereinzugreifen und Taschen schnappen oder Ketten abreißen.

7. Cook it peel it, leave it

Hände vor dem Essen immer waschen - übrigens auch in Deutschland zu empfehlen - oder desinfizieren. Bei Nahrungsmitteln gilt: kochen, schälen oder vergessen. Auf Eiswürfel im Getränk lieber verzichten, da es meist aus der Leitung kommt. Speiseeis ist nicht immer fachgerecht gekühlt worden und damit gerne Quelle von Salmonellen. Believe me, eine Salmonellenvergiftung will niemand.

8. Wichtige Papiere kopieren

Visa, Impfausweis etc. kopieren und an eigene Emailadresse schicken. Sollten die Unterlagen abhandenkommen, kann man sich zumindest mit den Kopien an die jeweilige deutsche Botschaft wenden.

Fazit

Reisen soll leicht sein. Auch Geschäftsreisen. Der Beitrag soll Sie nicht dazu auffordern, hinter jedem Busch eine Bedrohung zu vermuten. Nur ein bisschen sensibilisieren. Mein Motto diesbezüglich lautet: wenn es sich komisch anfühlt, ist es das meist auch. Hören Sie auf Ihre Intuition.

Sie haben eigene Tipps und Stories rund ums Thema Sicherheit? Ich freue mich, diese zu hören!! Schreiben Sie mir! 

Sie wollen Ihre Fürsorgepflicht im Unternehmen wahrnehmen und Ihre Mitarbeiter gut auf mögliche Sicherheitsrisiken vorbereiten? Dann sind Sie hier richtig! Ich erstelle Ihnen gerne ein Angebot für eine maßgeschneiderte Inhouse-Schulung. Hier geht's zur ​Anfrage. ​​​

Allzeit eine gute und sichere Reise!


Ihre Ute Schneider