Was man auf dem Mannheimer Stadtfest für die eigene Sicherheit lernen kann

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Ich war gestern auf dem Mannheimer Stadtfest. Unfreiwillig, da ich eigentlich nur etwas in der Stadt besorgen wollte. Die Innenstadt war wesentlich voller als sonst. Ein paar Mal wurde ich von mir entgegenkommenden Passanten fast umgerannt, da sie mit ihrer Aufmerksamkeit ganz woanders waren. Oft war der Blick aufs Handy gerichtet oder beim Partner oder irgendwo in Space.

 

Schlafwandeln

Besonders unangenehm wird das für mich dann, wenn jemand wesentlich mehr wiegt als ich. Um den möglicherweise auf mich prallenden Kräften nicht hilflos ausgeliefert zu sein, war ich nun wieder sehr aufmerksam und beeilte mich, die Innenstadt schnellstmöglich zu verlassen.

Manche Leute sind völlig überrascht, wenn sie direkt vor mir stehen und ich dann sage „Bitte schauen Sie nach vorne, in die Richtung in die Sie laufen“. Es ist immer lustig, wenn ich dann mit völlig schlafwandlerischen Blicken angeschaut werde. Das nenne ich das Gegenteil von Umgebungsbewusstsein!

Studienobjekte

Irgendwann drehte ich den Spieß um und setzte mich in ein Café. In eine geschützte Ecke, um nicht von vorbeikommenden Passanten auch da noch angerempelt zu werden. Ich begann zu beobachten wen ich, wäre ich ein Krimineller, bestehlen würde. Es war eine Freude!

Eine Dame telefonierte und steckte ihr Handy danach in die Gesäßtasche. Es stand zur Hälfte heraus. Ein paar andere hatten die Handtasche nur lose über die Armbeuge gehängt oder den Reißverschluss nicht richtig zu. Der Arm war vom Körper abgestreckt und sie war in das Gespräch mit der Freundin vertieft.

Der Beispiele gibt es noch viele mehr

Ich höre so oft „Ich merke, wenn ich beklaut werde“. Ja, irgendwann hinterher. Im besten Fall merkst Du, dass Dich irgendwer anrempelt. Dem schenkst du vermutlich keine weitere Beachtung. Wenn Du und ich klauen, merkt das das potentielle Opfer ganz sicher, da wir uns so plump anstellen. Profi-Diebe üben den geschickten Diebstahl, das darf man nicht vergessen.

Handtaschenriemen

Eine Handtasche ist so schnell abgeschnitten, so schnell kannst Du gar nicht schauen. Da Diebe nicht doof sind, reichen sie das Diebesgut gleich weiter. End of story. Wenn Du mit der Aufmerksamkeit ganz woanders bist, fällt Dir der Diebstahl nicht mal auf. Vielleicht ist es sogar angenehmer, da Du das Gewicht nicht mehr auf der Schulter hast. Unser Geist funktioniert so.

Uhren und Schmuck

Das gleiche gilt für Uhren und Schmuck. Profis können diesen ganz nebenbei vom Handgelenk oder Finger streifen. Daher vielleicht die teure Rolex oder den Diamant-Verlobungsring in Menschenmengen lieber zu Hause lassen.

Be aware! – Augen auf

Wie immer gilt: Wachsamkeit ist der beste Schutz. Angst lähmt nur und macht handlungsunfähig. Zudem nimmt es uns den Spaß am Leben. Das wäre ja Quatsch. Einfach ein bisschen bewusst durch die Welt laufen. Oder, wie ich immer sage: Glotzaugen auf!

Ein paar Vorkehrungen

Halte Deine Tasche eng am Körper und nimm nur die Wertsachen mit, die Du unbedingt brauchst. Ich lasse bei solchen Events mein Portemonnaie mit allen Karten zu Hause und nehme nur so viel Cash mit, wie ich brauche. Das stecke ich in die Innentasche. Ich meide Straßenstände mit viel Gedränge, wo mir beim Zahlen jemand seitlich in die Tasche greife könnte. Will ich dort doch etwas zu Trinken oder zu Essen kaufen, halte ich das Bargeld schon bereit.

Enjoy!

Mit diesen Tipps kannst Du solche Events/ Touristenpromenaden genießen und hast hinterher zu Hause kein böses Erwachen.

Besonders ärgerlich ist es, wenn auf Reisen wichtige Dokumente abhanden kommen. Was Du für den Ernstfall tun kannst erfährst Du in meinem Semianren oder im 1:1 Coaching.

 

In diesem Sinne, allzeit eine gute und sichere Zeit.

 

Deine Ute