Die Periode auf Reisen – Das solltest Du beachten

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Manche der Themen, über die ich hier schreibe, liefert mir das Leben selbst, beziehungsweise die Gespräche mit anderen.

Dieser Tage erzählte mir eine Frau: „Ich time meine Reisen so, dass ich dann nicht meine Periode habe“. Das fand ich einen sehr interessanten Gedanken. Denn wenn es einer Frau so ergeht, ergeht es sicher noch vielen anderen so. Nur reden die meisten nicht darüber. Und nur weil ich mir keine Gedanken über manche Dinge mache, heißt es ja nicht, dass sie bei anderen nicht ganz anders sind.

Hygiene auf Reisen ganz besonders wichtig

Dann fiel mir auf, dass auch ich schon in diversen internationalen Toiletten stand und mir beim Tampon Wechsel Gedanken über Händehygiene machte. Nämlich dann, wenn der Wasserhahn in der Toilette nicht funktionierte, oder es keine Seife gab. Manchmal war die Seife auch so dreckig, dass von ihrer Nutzung abzusehen war. Meist habe ich den Tampon dann nicht gewechselt, sondern mir mit Toilettenpapier geholfen. Auch nicht die beste Lösung und im Zweifelsfall ein bisschen blutig und eklig.

Dafür muss man noch nicht mal ins Ausland gehen. Auch eine Zugtoilette ist nicht immer der hygienischste Ort für den Tampon Wechsel.

WAS KANNST DU TUN?

Ich bin ein Freund der praktischen Lösungen. Was kannst Du tun, um Dich auf Reisen dennoch wohlzufühlen?

1. Händedesinfektion mitnehmen

Händedesinfektion gibt es als Feuchttücher oder in kleinen Fläschchen, flüssig oder als Gel. Bekommt man in jeder Drogerie in Reisegrößen. Am besten vorher testen, denn manche Gels sind ein bisschen klebrig, was auch nicht so angenehm ist. Ich selbst schwöre auf flüssige Desinfektionsmittel. Die riechen etwas alkoholisch und man sollte unbedingt regelmäßig die Hände eincremen, da sie die Haut sehr trocken machen. Dafür sind sie nicht klebrig.

2. Tampons mit Einführhilfe

Genau für solche Fälle wurden Tampons mit Einführhilfe erfunden. Mir war lange Zeit nämlich nicht klar, wofür es die gibt. Sie sind groß und sperrig, aber eben auch hygienisch. Unbedingt eine ausreichende Menge mitnehmen, da man sie nicht an jedem Ort kaufen kann.

3. Binden verwenden

Binden statt Tampons nehmen. Auch eine Option. Wenn auch eine, die mir persönlich nicht behagt. Aber, wie alles im Leben, Geschmacksache.

4. Die Pille nehmen

Über die Pille kann man sich streiten und ich möchte hier beileibe keinen medizinischen Rat geben. Es ist nur eine Option, die mir ein Gynäkologe mal aufzeigte: Die Pille nicht pausieren, sondern weiternehmen. Dadurch hat man dann gar keine Periode zu dem Zeitpunkt, sondern erst, wenn man wieder die Pause einlegt. Kann man sich drüber streiten. Ist aber durchaus eine Option für Frauen, die sehr starke Blutungen oder Regel-Schmerzen haben. Beides Dinge, die man auf Business Trips überhaupt nicht brauchen kann. Bitte unbedingt mit einem Gynäkologen abklären.

5. Schmerzmittel mitnehmen

Nicht immer kann man sich mit Wärmflasche ins Bett legen. Solltest Du unter starken Periodenschmerzen leiden, denke unbedingt daran, ein Schmerzmittel mitzunehmen, dass Dir wirklich hilft. Auch hier gilt: mit Deinem Gynäkologen oder Hausarzt abklären.

Welche Themen beschäftigen Dich? Wozu würdest Du gerne einen Artikel lesen?

 

Stay safe

 

Deine

 

Ute Schneider

Warum Frauen ein spezielles Reisesicherheitstraining brauchen

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„Warum brauchen Frauen ein spezielles Reisesicherheitstraining?“ werde ich ab und zu gefragt.“Sind die Gefahren denn nicht für alle Menschen gleich?“.

Ja und nein.Warum Frauen ein spezielles Reisesicherheitstraining brauchen, erläutere ich im folgenden Artikel.

 

Es gibt ganz geschlechtsunabhängige Gefahren auf Reisen

 

• Gesundheitsrisiken

• Terroranschläge

• Kriminalität

• Politische Risiken

• Typische Länderrisiken

• Naturkatastrophen

und viele mehr

Auf diese sollte und muss sich jeder Reisende vorbereiten. Bakterien und Viren machen weder vor Frauen noch Männern halt und auch der von Terroristen gezündeten Bombe ist es egal, ob man mehr X oder Y-Chromosomen hat. Daher müssen diese essentiellen Informationen natürlich auch unbedingt in einem Reisesicherheitstraining für Frauen vorkommen!

 

DOCH DA IST NOCH MEHR

Frauen sind jedoch noch zusätzlichen geschlechtsspezifischen Risiken ausgesetzt. Ungeachtet des Landes.
So traurig die Hintergründe für die #METOO Kampagne sind, so sehr haben sie das Thema sexuelle Belästigung in den Fokus der Gesellschaft gerückt.

Leider hat fast jede Frau mit irgendeiner Form von Übergriff schon Erfahrung gemacht. Daher ist der Umgang mit Belästigung ein wichtiger Bestandteil des Trainings. Dabei geht es primär darum, Situationen schon im Vorfeld zu erkennen und dadurch zu vermeiden. Denn die meisten Übergriffe kündigen sich in irgendeiner Form an. Dass ein Mann hinter einem Baum hervorspringt und eine Frau von hinten überfällt ist nur ein ganz kleiner Teil auf der Skala möglicher Gefahren für Frauen.

 

MÄNNLCIHE SICHERHEITSTRAINER

In Gesprächen mit meist militärisch ausgebildeten Sicherheitsberatern höre ich oft die gleichen Dinge: „Ich verstehe die Probleme der Frauen nicht“, „Da waren schon wieder Fragen, auf die ich keine Antwort hatte. Schreib da doch du mal was hin. Du kennst dich doch aus mit solchen Dingen“, und der absurde Kommentar eines amerikanischen Militärs auf die Probleme allein reisender Geschäftsfrauen in Kongresshotels: „Was bewegt ihr Frauen euch auch in unserem Terrain“. Äh, wie jetzt?

 

DIE SACHE IST AUCH DIE

Die Sache ist ja auch die: Es ist super, sich zu den Erfahrungen wirklicher Spezialisten auszutauschen. Spezialisten, die schwierige militärische Situationen in aller Welt handhaben können. Das Problem ist nur, dass sie dieses jahrelang erworbene Wissen nicht per USB Stick an ihre Kursteilnehmer transferieren können. Frauen geht es ja auch nicht um typisch militärische Szenarien.

Typische Militärs verfügen zudem über keine Techniken für Frauen, die sich durch starrende Männer oder den „Man Spread“ belästigt fühlen. Wie auch? Gehört der „Man Spread“ ja zu deren Alltag und Belästigung ist auch kein Thema, mit dem sie sich in ihrem Job auseinandersetzen. Und es kommt für Frauen noch schlimmer!

 

DIE LIEBMÄDCHENFALLE

Und dann ist da noch ein wichtiger Faktor. Ich bezeichne ihn als die Liebmädchenfalle. Frauen wollen gefallen und sollen so rein gesellschaftlich immer lieb und nett sein. Da fühlt man sich als Frau schnell unhöflich, wenn man in einen Fahrstuhl nicht einsteigt, in dem eine komische Gestalt steht. „Was soll der denn von mir denken?“ geht dann vielen durch den Kopf. Viel wichtiger wäre jedoch der Gedanke „Was könnte der möglicherweise mit mir machen, wenn wir gemeinsam in dieser abgeschlossenen Fahrstuhl-Box stehen? Ich nehme wohl doch lieber die Treppe“.

Hierbei ist mein Ansatz ein ganz praktischer: Wieder lernen „unhöflich“ zu sein und keine faulen Kompromisse einzugehen. Dazu setze ich Rollenspiele ein. Und obwohl es nur Rollenspiele sind, höre ich oft „Das kann ich doch jetzt nicht machen. Das wäre doch unhöflich“. Doch! Du kannst und du musst. Es geht um deinen Hals. Männer würden sich in der jeweiligen Situation diese Fragen gar nicht erst stellen.

Das Tollste sind für mich die Berichte glücklicher Teilnehmerinnen, die sich dank des Seminars in komischen Situationen „erlauben“ konnten, etwas entgegen ihrer Erziehung nicht zu tun und wie einfach das plötzlich war. YES! Mission erfüllt.

 

WARNSIGNALE ERKENNEN

Wie bereits anfangs erwähnt, die meisten Übergriffe kündigen sich an. Da gibt es ganz klare Signale. Wenn man diese „Pre-Incident Indicators“ kennt, macht das schon sehr viel aus. Denn das darf man nie vergessen: Sicherheit beginnt im Kopf – bei der Vorbereitung und Prävention. Ich würde so weit gehen zu sagen, dass Prävention bis zu 80 % ausmacht.
Unsere Aufmerksamkeit ist begrenzt. Zu wissen, auf welche Signale man in seiner Umgebung achten muss, ist daher unbezahlbar. Der Fokus ist dadurch ganz anders gerichtet.

Diese Signale sind jetzt noch nicht mal besonderes Geheimwissen. In Meinen Seminaren sind die Teilnehmer dennoch immer wieder überrascht, wenn ihnen ein Licht aufgeht. „Krass, genau so hat sich die Situation abgespielt, die ich erlebt habe“. Übrigens egal wie unterschiedlich die von den Teilnehmerinnen geschilderten Situationen sind!

 

DIE WEIBLICHE INTUTION

Und noch eine Sache ist ganz wichtig; Die Schulung der Intuition. Und das hat jetzt nichts mit Esoterik zu tun.
Alle Menschen verfügen über Intuition, aber ich glaube, die weibliche Intuition ist schon noch etwas Besonderes. Warum nutzen wir dieses tolle Instrument also nicht? Oft, weil wir zu oft von Männern gehört haben „was du schon wieder hast. Du hörst die Flöhe husten“. Dadurch nehmen wir unsere eigenen Warnsysteme nicht mehr ernst. Das ist schade. Denn intuitive Signale vermitteln in Sekundenbruchteilen wichtige Informationen aus der Umwelt.

Das hat der Menschheit über Jahrmillionen das Überleben gesichert. Wo diese Informationen in dem Moment herkommen ist sekundär. Sie speisen sich aus Millionen von Erfahrungen, die wir in der gleichen Zeit nicht rational analysieren könnten.
Auch du kannst deine Intuition reaktivieren, falls sie vor lauter Nachdenken etwas verschüttet wurde.

 

KOMMEN DIR DIESE ZEILEN BEKANNT VOR?

Kommen dir diese Zeilen bekannt vor? Kennst du solche Momente? Bist du manchmal auch in Situationen etwas gehemmt und ärgerst dich hinterher, nicht anders gehandelt zu haben? Hat dich schonmal jemand belästigt und du warst wie erstarrt? Wusstest gar nicht so richtig, wie du dich richtig verhalten solltest? Hattest Angst, über die Stränge zu schlagen und hast dann lieber nichts gemacht? Damit bist du nicht alleine!

Vielleicht kennst du diese Stories auch von Freundinnen oder aus deinem beruflichen Umfeld? Dann teile diesen Artikel bitte mit allen Frauen, die du kennst.

 

Es ist kein Hexenwerk sich gut vorzubereiten und zu schützen. Ein paar mentale Kniffe und Tricks um Herrin der Lage zu sein und die Sinne für mögliche Gefahren zu schärfen. Wie du das genau tun kannst, zeige ich Dir in meinen Inhouse-Schulungen und Seminaren.

 

Allzeit eine gute und sichere Zeit,

Deine Ute

Fühlen Sie sich unsicher auf überfüllten Plätzen? Das können Sie tun

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Gestern nach dem Krav Maga Training saßen wir alle noch ein bisschen zusammen und unterhielten uns über Abwehrbereitschaft und wie wir uns in Menschenmengen bewegen. Die Bereitschaft, schnell zu reagieren, wird uns schon als Kinder abtrainiert, da man ja „niemanden hauen darf“.

Allen Aussagen gemein, unabhängig von Trainingsstand und Statur war, dass wir uns alle mit großem Umgebungsbewusstsein durch Menschenansammlungen bewegen. Das Gespräch brachte mich darauf, zu dem Thema einen Artikel zu schreiben.

Neulich in Marrakesch

Neulich in Marrakesch fiel mir bewusst auf, dass ich mit sehr viel Umgebungsbewußtsein unterwegs bin, das aber anscheinend nicht der Norm entspricht. Das war so: Auf dem Platz Djamaa el Fna in Marrakesch wollte ich ein Restaurant betreten, das leider völlig ausgebucht war. Ein junger Mann, der für das Restaurant arbeitete, brachte mich dann in ein anderes Restaurant am anderen Ende des Platzes. Er lief ziemlich schnell, da er von den Provisionen der Restaurants lebte. Läuft in Marokko so.

Jedenfalls ist der Platz abends ziemlich mit Touristen gefüllt und man wird von allen Seiten von Händlern, Mitarbeitern der Essstände, Handtaschen-Verkäufern, Schlangenbeschwörern und Handlesern angequatscht. Und oft auch einfach angefasst und gezerrt. Das geht gar nicht!

You need to relax

Irgendwann sagte der junge Senegalese: „You need to relax! Why are you so tense?“. Ich erinnerte mich an die Dame aus meinem Hotel, der auf besagtem Platz in Windeseile ein fürchterlich hässliches Henna Tattoo auf die Hand gekritzelt wurde, ehe sie realisierte, wie ihr geschah und dachte „Einen Dreck muss ich!“.

 

 

 

 

 

Ich finde es an solchen Orten extrem wichtig wachsam zu bleiben und mitzubekommen, was um mich herum passiert. Wer sich nähert und wie. Der Trick für die eigene Sicherheit zu sorgen ist nämlich nicht, die ausgefeiltesten Bruce-Lee-Techniken zu kennen um sich erfolgreich zu wehren. Sondern es geht darum, schon im Vorfeld eine Gefahr zu erkennen, bereit zu sein zu reagieren und ihr frühzeitig aus dem Weg zu gehen.

Die Technik der zwei Füße sozusagen. Ist man in seinem inneren Film gefangen und gar nicht mit dem Bewusstsein nach außen gekehrt, erwischen einen Geschehnisse völlig auf dem falschen Fuß. Dann wird es viel schwieriger noch etwas zu unternehmen.

Übungsfeld Platz Djamaa el Fna in Marrakesch

Der Platz Djemaa el Fna ist wirklich sehr speziell. Aber seit Marrakesch in den letzten Jahren sehr starken touristischen Zulauf bekommen hat und der Konkurrenzdruck der Händler steigt, ist deren Verhalten dort recht extrem geworden. Jeder versucht, die vorbeikommenden Touristen irgendwohin zu zerren.

Meine Taktik ist, schon wenn ich jemanden mit einer offensichtlichen Absicht auf mich zukommen sehe, zu sagen „Ne touche pas!“ Nicht anfassen! und die Hände leicht zu heben. Finden manche nicht gut, erspart mir aber sowohl, als willensloses Touristenopfer angesehen zu werden als auch hässliche Henna Tattoos oder das fünfte Abendessen verpasst zu bekommen – siehe Foto.

Mein Tipp: Betreiben Sie Feldstudien

Betreiben Sie Feldstudien, in dem Sie genau beobachten, wie Menschen sich vor Ort verhalten. Das bedeutet nicht, dass Sie nichts anderes mehr tun sollen, als die Lage zu checken. Wir wollen ja keine Paranoia erzeugen.

Aber am Anfang in einer fremden Stadt ein Gefühl für die Umgebung und nationale Körpersprache zu bekommen, finde ich persönlich sehr hilfreich. Ich setze mich dafür gerne irgendwo in ein Straßen-Café und beobachte die Menschen.

  1. Wie bewegen sich die Einheimischen?
  2. Wie bewegen sich die verschiedensten Touristen?
  3. Wer wird angequatscht, wer nicht und wie geht das vonstatten?
  4. Wer wird Verkäufer schnell wieder los und wer nicht.
  5. Wie verhalten die Leute sich jeweils dabei?
  6. Was erzählen Touristen im Hotel über ihre Erfahrungen und welche Schlüsse kann ich daraus für mein Verhalten ziehen?
  7. Welche Situationen liefen nicht so gut und was kann ich daraus fürs nächste Mal lernen?

Damit haben sie innerhalb von 10 – 15 Minuten einen tollen, ersten Überblick und können sich schon viel souveräner in einer neuen Umgebung bewegen. Mit ganz einfachen Mitteln, die Sie überall anwenden können.

Kleine Änderungen – große Wirkung

Es ist erstaunlich welch große Wirkung kleine Verhaltensänderungen haben und wie anders man sich bewegt. Plötzlich quatscht einen nämlich keiner mehr so einfach an, beziehungsweise man wird die Leute in Sekundenbruchteilen wieder los. Magic! Probieren Sie’s aus und berichten mir von Ihren Ergebnissen.

Der perfekte Ort

Urlaube und Reisen sind einfach noch schöner, wenn man sich auch sicher fühlt. Gerade als Frau. Dabei ist es ganz gleich, ob sie beruflich oder privat unterwegs sind. Marrakesch ist der perfekte Ort, um sich mit den üblichen Sicherheitsthemen auseinanderzusetzen – ohne in ernsthafte Gefahr zu geraten, wie das in Brasilien der Fall wäre. 

In meinem Seminar „Jetzt entdecke ich die Welt!  geht es genau darum. Hier erfahren Sie wie Sie sich auf eine Reise gut vorbereiten, Umgebungsbewusstsein entwickeln, worauf Sie in Taxi Hotel und der Straße achten müssen und vieles mehr.

Diese Reise ist speziell für Frauen und findet vom 17. bis 21.09.2018 in Marrakesch statt.

Allzeit eine gute und sichere Zeit,

Ihre Ute Schneider