Warum ich tue, was ich tue – Ute Schneider International

with Keine Kommentare

Wie kommt man dazu, sich mit Reisesicherheit zu beschäftigen? Eine sicherlich berechtigte Frage.
Das „ausgerechnet als Frau“ höre ich oft und dann auch „weder aus dem Militär noch der Polizei. Tststs“.. Dazu kann ich nur sagen: GERADE als Frau und militärische Laufbahn ist für viele Sicherheits-Aspekte auch nicht das Allheilmittel.

 

Da kamen sicher einige Faktoren zusammen

 

1. Aufgewachsen in der Ära der RAF. Die Hanns Martin Schleyer Entführung hat mich damals sehr bewegt

2. Ich stamme aus einer Unternehmerfamilie. Zu schauen, wem ich wirklich trauen kann ore wer nur auf seinen  eigenen Vorteil aus ist, war daher schon immer ein thema für mich

3. Mein Leben war immer international. Ich hörte von kleinauf viele Stories ganz realer Gefahren und wurde schon früh dafür sensibilisiert

4. Der Unfall-Tod meiner Kindergartenfreundin mit 4 Jahren

5. Eine gefährliche Situation, aus der ich nur durch Ruhebewahren heil herausgekommen bin. Seitdem rieche ich manipulative Muster 10 km gegen den Wind

6. Das Entsetzen darüber, wie sehr Sicherheit in Unternehmen mit Füßen getreten wird

7. Leidenschaftliches Interesse an Reise-Sicherheitsthemen

8. Auseinandersetzung mit dem Vorgehen der „Bad Guys“. Social Engineering ist ein sehr weites Feld

9. Und einiges mehr

 

Zu Punkt 1

Natürlich durfte ich mit 4 Jahren noch keine Nachrichten schauen. Irgendwie bekam ich die Bilder der Entführung trotzdem mit. Die politsichen Zusammenhänge verstand ich natürlich noch nicht, machte mir jedoch schon Gedanken warum Menschen andere Entführen und was da passiert. Im Rahmen meiner damaligen Möglichkeiten. Die Auseinandersetzung mit dem Thema wurde dann mit zunehmendem Alter differenzierter.

 

Zu Punkt 4

Meine Kindergartenfreundin wurde von einem Auto überfahren und noch 30 Meter mitgeschleift. Das hat jetzt nicht direkt etwas mit Reisesicherheit zu tun. Aber das hat mich schon sehr früh mit dem Tod konfrontiert und damit, was passiert, wenn man Gefahren nicht richtig einschätzen kann. So wie ein Kind, das einem Ball auf die Straße nachläuft.

 

Das ist auf Erwachsene übertragbar

Viele im internationalen Business Tätige laufen oft auch einem Ball auf die Straße hinterher. Im übertragenen Sinne. Nämlich ignorant für mögliche Gefahren und ohne das nötige Bewusstsein um Situationen richtig einschätzen zu können. So wie das Kind, das das heraneilende Auto nicht als Gefahr erkennt und noch kein Gefühl für Geschwindigkeiten hat.

 

Nichtwissen schützt auch hier vor Konsequenzen nicht

In meiner beruflichen Laufbahn habe ich hunderte international tätiger Menschen getroffen und hunderte Gespräche über ihre Erfahrungen geführt. Meine liebsten Gesprächspartner waren und sind Botschafter, da sie sich so intensiv mit anderen Ländern und Kulturen befassen. Natürlich lag der Fokus dabei auf der Freude und der Leidenschaft. Aber eben auch darauf, worauf man in anderen Ländern/ Städten achten sollte.

 

Ein eher harmloses Beispiel

Als ich in Barcelona lebte, fiel mir irgendwann auf, dass es sehr viele Mädchen ähnlichen Typs – ich vermute Elfenbeinküste – und ähnlichen Jogginganzügen auf den Ramblas in Barcelona gab. Die Ramblas sind die haupt-Touristenmeile. Später sah ich den gleichen Mädchen bei einem Messebesuch auch in Valencia. Scheint ein Ring zu sein. Warum Jogginganzüge? Weil es in Spanien diesbezüglich eine Kleiderordnung gibt und aufreizendes Äußeres verboten ist.

Eines Tages kam ein Vertreter aus der deutschen Niederlassung völlig aufgelöst und entsetzt in unser Büro in Barcelona. Zwei der Mädels in Jogginganzügen hatten an ihm herumgezerrt, um ihn zu einem Stelldichein zu animieren. Er lebte in einem kleinen Dorf irgendwo in Deutschland und war da doch recht unbedarft. Daher hatte ihn das völlig unvorbereitet getroffen und sichtlich aus der Fassung gebracht. Daher erinnere ich mich auch noch an die Episode.

 

Menschen sind keine Maschinen

Was denkst Du, geneigter Leser, wie lange hat er wohl gebraucht, um seine Fassung wiederzuerlangen? Wie liefen seine weiteren Business Termine an diesem und vielleicht auch am nächsten Tag? Wo war er mit seiner Aufmerksamkeit – beim Kunden oder der Story?

„Wir erwarten, dass unsere Mitarbeiter klar kommen“, höre ich so oft in Unternehmen zum Thema Auslands-Vorbereitung. Oder neulich: „Ja sowas weiß man doch, wenn man aus einer großen Stadt kommt. Wer das nicht weiß, hat Pech gehabt.“

 

Woher soll man es denn wissen?

Ja woher soll man die Dinge denn wissen, wenn man wie der Herr aus einem kleinen Bayrischen Dorf kommt oder noch nicht viele extreme Dinge erlebt hat – beziehungsweise nie darauf vorbereitet wurde? Woher? Sag es mir!

Es wird ja nicht jeder gleich entführt. Aber schon diese Kleinigkeiten können Menschen nachhaltig aus der Fassung bringen. Auch Männer. Auch Menschen, die nicht so offen zugeben, dass sie gerade völlig neben sich stehen, weil sie von einer Prostituierten – oder wem auch immer – an gegrabscht wurden. Darf man ja auch nicht zugeben. Aus Angst Schwäche zu zeigen und bei der nächsten Entlassungswelle aussortiert zu werden.

Mein Tipp an dieser Stelle: Bereiten Sie Ihre Mitarbeiter adäquat vor, dann kommen diese gar nicht erst in die Verlegenheit, aus der Fassung gebracht zu werden.

 

Nicht zu vergessen

Entführungen sind mittlerweile ein eigener Wirtschaftszweig. Nur weil Unternehmen und Regierungen diese Dinge nicht an die große Glocke hängen, heißt das nicht, dass es diese Dinge nicht gibt. Auch wenn das Deutschland intern durch die RAF geschah, erinnere ich mich noch sehr gut an die Hanns Martin Schleyer Entführung. Das Bild hat sich damals in mein Gedächtnis eingegraben. Vielleicht auch noch ein Grund, warum ich mich mit Sicherheit befasse. Damit Dir und mir so etwas nicht passiert.

 

Auch wichtig

Auch Betriebsspionage wird sehr oft auf der ganz persönlichen Ebene betrieben. Ganz geschickt und freundlich eingefädelt. Darüber redet natürlich niemand. Zum einen bekommen es die meisten nicht mit und zum anderen schämt man sich ja auch, wenn man einem Betrüger auf den Leim geht.

 

Das Gute

Das Gute: mit guter Vorbereitung kannst Du Situationen richtig einschätzen. Um bei dem Beispiel mit dem Auto zu bleiben: Du kannst abschätzen, wie schnell es heranfährt. Du weißt, dass es gefährlich ist, dem Ball hinterherzulaufen. Das heißt nicht, dass Du den Ball nicht wiederbekommst. Du musst nur warten, bis das Auto vorbeigefahren ist und ihn dann holen.

 

So ist das auch mit anderen Ländern

Du kannst – mit ein paar Ausnahmen – überall hinfahren. Übermäßige Angst hat ja noch keinen weitergebracht. Du musst nur wissen, worauf du achten musst und wie Du Dich dann verhältst beziehungsweise schützt. Manchmal bedarf es der Zuhilfenahme externer militärisch geschulter Begleiter.  Das kannst Du lernen und musst die Erfahrung nicht erst am eigenen Leib machen. Es muss auch niemand wissen wie ein Stromnetz funktioniert um den Lichtschalter anzuknipsen.

 

 

Vorsicht, Call to Action

Wenn Sie jetzt sagen „Oh Sh***, über das Thema habe ich mir ja bisher wirklich noch keine Gedanken gemacht oder Es wird Zeit, meine Mitarbeiter besser auf die internationale Tätigkeit vorzubereiten“ dann empfehle ich Ihnen meinen Inhouse-Training zu Reisesicherheit. Gibt’s in der Version Allgemein und auch speziell für Frauen.

Wenn Sie in einem Unternehmen international tätig sind, welches Reisesicherheit trotz Fürsorgepflicht nicht interessiert und der aus Angst vor Repressalien auch nicht danach fragen will, dann buchen Sie doch mein 1:1. Hier geht’s zu mir.

 

Allzeit eine gute und sichere Zeit,

Ihre Ute

 

p.s. auf meinem Youtube Kanal Ute Schneider International gibts das Ganze auch noch als Video. Für die, die lieber schauen als lesen.

 

Business Women reisen sicher

with Keine Kommentare

Die #METOO Kampagne hat die Wahrnehmung für Übergriffe in der Business Welt - dazu zähle ich auch Hollywood - endlich etwas mehr in den Fokus gerückt. Das ist gut, denn bisher war das ein Tabuthema.  Noch besser ist jedoch, wenn Frauen wieder lernen, sich frühzeitig vor Übergriffen zu schützen.  

Wissen um möglich Gefahren ist essentiell

Wissen um möglich Gefahren ist ebenfalls essentiellEnter your text here...

Ich bin oft erschüttert, wenn Unternehmen sagen: „Wir brauchen kein Sicherheitstraining, danach hat noch nie jemand gefragt“. Natürlich fragt danach niemand, denn man will ja meist auslandserfahren und bestens vorbereitet wirken. Dabei hatte der Großteil der International Tätigen noch nie ein solches Training gehabt. Woher sollen Sie also wissen, worauf Sie in einer fremden Umgebung achten müssen? An den Universitäten wird das jedenfalls nicht gelehrt. Daher: nicht fragen, sondern anbieten!

Nur wenn Sie um mögliche Gefahren wissen, können Sie rechtzeitig reagieren.  Welche Gefahren lauern in Taxis, Hotels, auf der Strasse – sowohl generell als auch länderspezifisch. Damit Sie in brenzligen Situationen handlungsfähig bleiben. Um all diese Dinge geht es in meinen  Trainings. 

Sicherheit beginnt im Kopf

Sicherheit beginnt im Kopf

Oft sabotieren Frauen die eigene Sicherheit durch ihre Denkmuster. Was meine ich damit: Frauen geraten viel zu oft in die „Liebmädchen-Falle“, wenn es darum geht, ihr Terrain zu verteidigen. In Gefahren-Situationen kann der Gedanke „was soll der denn von mir denken?“ fatale Folgen haben. Es  gibt viele Geschichten von Frauen, die in brenzlige Situationen gerieten und dann  „nicht unhöflich sein wollten“. In 100% der Fälle hatten sie entgegen ihrem Gefühl gehandelt und waren Opfer ihrer eigenen Liebmädchen-Glaubenssätze geworden.

Neulich las ich das  Interview eines Selbstverteidigungstrainers, der über die Wahrnehmung der Frauen sprach. Sie hatten Bedenken, dem Angreifer wehzutun. Wow! Das  ist ja irgendwie Sinn und Zweck der Übung. Das zeigt ganz klar: Sicherheit beginnt im Kopf.


Frühzeitig Grenzen setzen


Frühzeitig Grenzen setzen

Die gute Nachricht: Diese Glaubenssätze können Sie auch wieder loswerden. Lernen Sie frühzeitig Grenzen zu setzen. Das bedeutet im internationalen Business Kontext unter anderem aus einem Taxi wieder auszusteigen, wenn der Fahrer Ihnen komisch vorkommt. Oder nicht in einen Fahrstuhl einzusteigen, wenn sich darin eine merkwürdig anmutende Person aufhält. Frage: auf einer Skala von 1 bis 10, wie leicht  fällt es Ihnen, im Zug den Platz zu wechseln, wenn sich eine Person neben Sie setzt, die Ihnen überhaupt nicht behagt? Lassen Sie es mich wissen.

Es müssen nicht immer nur Begegnungen mit Fremden sein. Gleiches gilt, wenn Sie auf Messen  nicht mit einer Horde betrunkener Manager in die nächste Bar ziehen wollen. Sowas passiert ja schon mal. Auch wenn so oft gepredigt wird, dass man „die besten Geschäfte an der Bar macht“. Zu vorgerückter Stunde macht man da als Frau meist einfach nur negative Erfahrungen.

Lernen Sie wieder, unbequem zu sein!

Lernen Sie wieder, unbequem zu sein!

Natürlich werden Sie mit dieser Haltung für den einen oder anderen unbequem. Da hören Sie Sätze wie: „Was Du schon wieder hast“, „Du musst die Menschen nehmen wie sie sind“. „Sei doch nicht immer so“. All das sind Kleinmach-Sätze. Ich empfehle, diese zu ignorieren und trotzdem auf das eigene Gefühl zu hören. Egal wo. Lernen Sie, wieder „unbequem“ zu sein.

Ein Beispiel aus der Praxis 

Ein Beispiel

Da sich derartige Übergriffe oft subtil abspielen hier ein Beispiel. In einem Kongress war es „in“ sich zur Begrüßung zu drücken. Charlotte, eine Teilnehmerin, umarmte grundsätzlich nur Menschen, die ihr  wirklich nahe sind. Als sie  das bei der Begrüßung zum Ausdruck brachte, sagte ein Teilnehmer völlig ernst  „Du musst“ Charlotte “Warum?“ Er  „weil ich das sage!“. Woraufhin sie  erwiderte „Sagst Du das auch, wenn eine Frau nicht mit Dir schlafen will?“. „Na das ist ja wohl etwas völlig anderes“. „Aha, ist es das?". Sie bestimmen Ihre Grenzen, niemand sonst! Immerhin geht es um Ihre  eigene Unversehrtheit. 

Das Gespür für die eigene Intuition 

Das Gespür für die eigene Intuition wiedererlangen

Unsere Intuition ist ein sehr guter Berater. Wenn sich etwas nicht gut anfühlt, ist es das auch nicht. Sie zeigt uns frühzeitig in den verschiedensten Formen an, dass  etwas nicht stimmt. Nur haben wir sie zu oft mundtot gemacht.

Die gute Nachricht: Mittlerweile haben sogar militärisch und polizeilich ausgebildete Sicherheitsberater den Stellenwert der eigenen Intuition für die Sicherheit erkannt und wieder salonfähig gemacht. 

Dafür möchte ich Sie wieder sensibilisieren

Dafür möchte ich Sie wieder sensibilisieren

Für eine Intuition ohne Rechtfertigung und mit Wertschätzung der eigenen Wahrnehmung möchte ich Sie wieder sensibilisieren. Sie haben  das Gefühl und Punkt. Es bedarf keiner Rechtfertigung. Das Gefühl hat immer eine Ursache, da gibt es nichts zu erklären. Wir erkennen diese nicht auf den ersten Blick rational und genau dafür ist das Gefühl da. Mögliche Gefahren frühzeitig zu erspüren und sofort zu handeln. 

Denn wir müssen wieder lernen frühzeitig Grenzen zu setzen. Körperlich wie verbal. Damit sich #METOO Kampagnen in der Zukunft nicht wiederholen!

Wenn Sie jetzt sagen „ui, ja, das habe ich ein bisschen vernachlässigt“ und  sich dabei ertappen, ab und zu in die „Liebmädchenfalle“ zu geraten, dann heiße ich Sie herzlich in meinem Webinar Reise-Sicherheits-Training für Frauen.  willkommen. Es richtet sich vor allem an Frauen im internationalen Business, da sie mit vielen unbekannten Situationen konfrontiert werden. Das Wissen und die Techniken sind natürlich auf viele Situationen im Alltag übertragbar. 

Weitere Info und Anmeldung zum Webinar finden Sie hier.

Bleiben Sie sich selbst treu und haben Sie allzeit eine gute und sichere Zeit,

Ihre Ute Schneider


Weitere Info und Anmeldung zum Webinar unter Link
Ich freue mich auf Sie. Lassen Sie uns die Welt sicherer machen.
In diesem Sinne
Bleiben Sie sich selbst treu und haben Sie allzeit eine gute und sichere Zeit,
Ute Schneider