Die aktuelle Corona Lage verlangt uns allen ziemlich viel ab. Mich erinnert das ans Klettern an der Steilküste.

In England bin ich viel an der Steilküste geklettert. Wenn Du da am Fels hängst, siehst Du oft das Ende nicht. Du kannst immer nur den nächsten Schritt machen, den nächsten Griff suchen. Einen guten Halt finden, von dem aus Du weiter machst. Wo der nächste Griff ist und wie er aussieht siehst Du erst wenn Du dort bist. Dabei kann es passieren, dass Du echt Panik bekommst. Wir nannten das immer das „Nähmaschinchen“. Weil dabei deine Beine unkontrolliert zu zittern anfangen. Das geht nach einer Weile wieder weg.

MANCHMAL

… schlägst Du Dir dabei das Knie an oder schürfst Deine Haut auf, Deine Finger bluten und Deine Muskeln brennen. Aber Du machst weiter, da Dich irgendeine innere Kraft antreibt. Die Dir sagt, dass Du gerade das tust, was Du am meisten liebst, auch wenn der Satz kommt „Wieso tue ich mir das alles an?“. Und dann gehst Du weiter. Du atmest Dich da quasi durch. Dabei schaust Du weder nach unten, noch nach anderen, bleibst ganz bei Dir. Atmest. Findest Deine Mitte. Im wahrsten Sinne des Wortes. Da Du sonst die Balance verlierst und unnötig Kraft verpulverst.

PLÖTZLICH

……erscheinen minikleine Felsvorsprünge als super toller Tritt. Etwas, das Du im Komfort der Halle noch nicht mal beachten würdest. Draußen ist es plötzlich ein Segen. Fußspitze drauf und weiter geht’s. Oder Finger drauf und kurz wieder das Gleichgewicht gefunden.

So kommt mir das gerade auch vor: vieles funktioniert gerade nicht so wie früher. Aber wenn man sich umschaut, entdeckt man dann doch Dinge, die gerade gehen oder die sich plötzlich auftun. Oder sowieso schon da waren und nun eine ganz neue Relevanz bekommen. Bei mir ist es die Glückseligkeit darüber am See sitzen oder mit dem Rennrad durch die Landschaft fahren zu können. Dabei Störche, Feldhasen, Reiher und Fasane zu sehen, die zur Zeit gefühlt entspannter sind.

Und ja, die wirtschaftlichen Implikationen von Corona betreffen die meisten von uns und lassen sich auch nicht wegzaubern. Ganz klar! Aber nur mit einem gesunden Mindset bleiben wir handlungsfähig. Starre nutzt nämlich auch niemandem.

DANKBARKEIT

Dankbarkeit spielt dieser Tage eine große Rolle für mich. Es ist völlig absurd, aber am meisten dankbar bin ich für die Abstandsmarkierungen. So etwas habe ich mir schon ganz oft gewünscht, wenn mal wieder jemand so nah an der Kasse drängelte. Da hatte ich Visionen von Bodenmarkierungen. Natürlich in anderem Kontext. hahaha Careful what you wish for … Ich wünsche Dir, dass Du auch ganz viele Quellen der Kraft findest. Dinge, die Dir Halt geben und mit denen Du kurz verschnaufen und dann weitermachen kannst. Schritt für Schritt. Jeden Tag ein bisschen. Und wenn Du ein „Nähmaschinchen“ bekommst: kurz innehalten, sammeln, atmen, wieder Deine Mitte finden.

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Stay safe & courageous!!

Deine Ute