Die erfolgreiche Geschäftsreise: Safety & Security

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Ich habe mir mal überlegt, wie mein Verständnis von Sicherheit auf Geschäftsreisen aussieht. Dabei ist diese Grafik herausgekommen. Sie ist jetzt sehr vereinfacht, da zu viele Unterpunkte eher verwirren. Die einzelnen Punkte umfassen natürlich noch viel mehr. Wichtig ist: Sicherheit ist ein komplexes Zusammenspiel vieler einzelner Faktoren. Sie beinhaltet weit mehr Facetten als nur das reine Wissen um mögliche Risiken und Dos & Don’ts in einem Land. Mein Sicherheitskonzept geht so viel weiter.

Die verschiedenen Facetten der Reisesicherheit
Wichtige Aspekte der Reisesicherheit

Vorbereitung

Am Anfang steht die Vorbereitung. Das umfasst die wichtigste Info zum Land – zum Beispiel von der entsprechenden Länderseite des Auswärtigen Amtes – mögliche Risiken, Dos & Don’ts, Zollvorschriften, Einreisebedingungen, Gesundheit, Umwelt, Politische und wirtschaftliche Stabilität, Infrastruktur und vieles mehr. Neben der Information ist die Umsetzung wichtig. Haben Sie alle Impfungen, die richtige Kleidung eingepackt, alle Impfungen, Medikamente, ist der Pass noch gültig. Ist Ihr Erste Hilfe Set noch vollständig, und vieles mehr. Eine Checkliste hilft dabei an alles zu denken. Einfach in den Newsletter eintragen und herunterladen. Sie können sich selbstverständlich jederzeit wieder austragen.

Die Welt ist komplex

Und dennoch: die Welt ist komplex. Manchmal ist es daher nicht möglich, auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein. Situationen können sich von jetzt auf gleich ändern oder sie werden mit einer für Sie völlig neuen Situation konfrontiert, die Sie erst mal nicht einschätzen können. Daher wird es 100%ige Sicherheit nie geben. Mit guter Information und Vorbereitung kann ein Großteil der Risiken jedoch bereits im Vorfeld ausgeschlossen werden. Daher be prapered! Auch als erfahrener, vielgereister Globetrotter lohnt es sich, sich immer wieder mit den Einzelnen Aspekten auseinanderzusetzen. Wie beim Klettern: selbst erfahrene Kletterer prüfen immer vor Aufstieg das Equipment des Kletterpartners.Bad things happen to good people.

Denn gerade bei allzu viel Routine schleichen sich mal Fehler ein. Auch ich saß schon kurz vor knapp auf dem Passamt, weil meiner die notwendigen 6 Monate Gültigkeit für die Einreise nicht mehr hatte. Zudem sind Kriminelle kreativ. Damit Sie an alles Wichtige denken, habe ich eine Checkliste Geschäftsreise für Sie zusammengestellt. Einfach in den Newsletter eintragen und herunterladen. Sie können sich selbstverständlich jederzeit wieder austragen.

 

Bewusstsein

Alles Wissen und gute Vorbereitung nutzen Ihnen wenig, wenn Sie schlafwandlerisch und nach innen gekehrt, zum Beispiel mit den eigenen Problemen beschäftigt, durch die Gegen laufen. Seien Sie sich möglicher Gefahren bewusst und dadurch unerschrocken. Wenn Sie schlafwandeln, vor Angst gelähmt oder nach innen gekehrt sind, sind Sie nicht bewusst. Laufen Sie mit offenen Augen und in Leichtigkeit durch die Welt. Auch wenn Sie auf oft Geschäftsreisen viele andere wichtige Dinge im Kopf haben.

The Monkey Business Illusion

In meinen Trainings zeige ich den Teilnehmern immer das Monkey Business Experiment. Den Gorilla der durchs Bild Luft erkennen die meisten nur wenn sie von seiner Existenz wissen (Vorbereitung) und wenn sie auf ihn achten (Bewusstsein). Das führt bei den meisten zu einem ziemlichen Aha-Erlebnis, da wir Menschen generell davon ausgehen alles wahrzunehmen, was sich direkt vor unseren Augen abspielt. Um dann zu erkennen, dass unsere Aufmerksamkeit begrenzt ist. Das gilt ganz besonders für eine fremde, neue Umgebung, in der uns die vielen neuen Reize schnell überfordern können.

 

Innere Haltung

Sie können noch so bewusst und vorbereitet sein, wenn Sie vor Angst erstarrt sind und denken, dass Sie eher ein Opfer als ein Krieger sind – wir tun das unbewusst – strahlen Sie das auch aus. Als erfahrener Geschäftsreisender ist man vermutlich eher Krieger als Opfer. Aber wie gesagt, unbewusste Elemente spielen da auch eine große Rolle. Und sei es nur dass sie gerade eine schwierige Phase haben. In meinen Seminaren sind meine Teilnehmer immer wieder überrascht, wenn wir eine Übung zum Thema Gedanken und Ausstrahlung machen.

Ihre Gedanken manifestieren sich im Außen

Denn Ihre Gedanken manifestieren sich im außen. Es gibt eine Studie von Grayson und Stein, die genau zeigt, wie schnell Täter ein Opfer erkennen. Das dauert nur Sekunden und hat nichts mit Größe, Geschlecht oder Hautfarbe zu tun, sondern der inneren Haltung. Dabei wurde Kriminellen ein Video gezeigt. Unabhängig voneinander wählten sie alle die gleichen Personen als potentielle Opfer aus. Daher: achten Sie auf Ihre Gedanken, ihre Körpersprache und bewegen Sie sich auch in einer fremden Umgebung so, als würden Sie schon immer dorthin gehören.

 

Gesundheit

Gesundheit ist ein ganz wichtiges Element. Sie können noch so bewusst und vorbereitet sein, mit dem besten Mindset der Welt – wenn Sie einen Jetlag haben, müde, hungrig und dehydriert oder durch die Klimaanlage im Flugzeug erkältet sind, dann ist der ganze Rest nichts wert. Dann sind Sie nach innen gekehrt, weil Ihre elementaren Bedürfnisse nicht befriedigt sind – Maslow lässt grüßen. Daher achten Sie auf Ihre Gesundheit. Schützen Sie sich vor der Klimaanlage – mein Tipp ist eine Daunenweste – trinke Sie genug Wasser, essen gesund, ruhen sich nach dem Flug erst mal aus, bevor Sie rausgehen oder gönnen sich eine Massage. Dann sind Sie wieder aufnahmefähig für Ihre Umgebung. Dazu gehört auch der Verzicht auf Schlafmittel für den Flug. Auf Geschäftsreisen ist der Zeitplan oft eng getaktet, aber wenigstens eine kurze Pause zum Stretchen und Duschen im Hotel sollte drin sein. Das macht Welten aus für Ihre Lebensgeister. Versprochen!

 

Intuition – ein unverzichtbarer Partner auch für die Geschäftsreise

Ich bin der Meinung, die Intuition ist fast der wichtigste Faktor für die eigene Sicherheit auf privaten wie Geschäftsreisen. So mancher hat das schon als Pipifax abgetan. Ein Bauchgefühl haben wir aber alle.  Ich erinnere mich gerade an einen Trip in die Schweiz. Es war ein wunderschöner Tag. Sonnig, blauer Himmel, alles fein. Irgendwann benötigte ich eine Toilette und fuhr auf einem Rastplatz raus. Dort standen sehr viele LKW, sonst habe ich niemanden gesehen. Alles schien friedlich. Und irgendwas drückte mich an den Schultern mit aller Kraft in den Sitz. Bin ich ausgestiegen? Natürlich habe ich auf meine Intuition gehört.

Menschen sind eher rational

Denn nach rationalen Grundsätzen war alles gut, ich war vorbereitet, aware, prepared auch meine Gesundheit war hervorragend – bis auf die volle Blase. UND DENNOCH! Es ist mir auch egal was da war. In dem Fall wollte ich es nicht testen. Vertrauen Sie immer Ihrem Gefühl. Lieber einmal zu viel, als einmal zu wenig. Denn den meisten Vorfällen gemein ist, dass die Opfer hinterher sagen „Ich hatte gleich so ein komisches Gefühl. Irgendwas fühlte sich nicht gut an, aber ich konnte nicht genau sagen, was es war“. Manchmal fallen ihnen dann beim Nachdenken Details ein, die dieses Gefühl ausgelöst haben. Die nicht ins Bild passten.

Intuition speist sich aus vielen Informationen

Die Intuition speist sich aus so viel mehr Informationen als wir rational auf en ersten Blick wahrnehmen. Hören Sie daher immer auf Ihre Intuition. Egal ob es um Menschen, Situationen oder Vorhaben geht. Sie ist auch viel schneller als der rationale Geist. Trust your vibes. Dieses Gefühl wiederzubekommen, können Sie im Alltag an vielen Kleinigkeiten üben. Handeln Sie bei Kleinigkeiten einfach mal entgegen Ihrem Gefühl oder folgen Sie einem ersten Impuls – zum Beispiel heute mal einen anderen Weg zur Arbeit zu gehen oder früher/ später. Sie werden überrascht sein.

 

Was die Teilnehmer für ihre Geschäftsreisen mitnehmen

Das war ein kurzer Aus- und Einblick in mein Verständnis von Sicherheit. Die einzelnen Punkte bestehen noch aus vielen einzelnen Unterpunkten. Diese bearbeite ich in meinen Seminaren. Die Teilnehmer sind immer überrascht, was sie dabei über sich und die Welt erfahren. Über Mindset, Körpersprache, die Wirkung der Stimme, der Haltung, Gesundheitsfaktoren, Opfer-/ Täterverhalten, Pre Incident Indicators, Social Engineering, gute Vorbereitung auf Trips und vieles mehr.

Besonders freut es mich, wenn Menschen, die Intuition für Humbug halten – das spricht natürlich nicht jeder aus, ist aber dennoch ersichtlich, wieder Zugang zu diesem uns allen innewohnenden Tiefen Wissen erhalten. Das macht ich total glücklich und daher tue ich mit Leidenschaft was ich tue. Sie wollen mehr wissen oder ein Training bcuhen? Dann freue ich mich auf Ihren Kontakt.

In diesem Sinne

Stay safe!

 

Ihre Ute Schneider

Warum Sie sich als Frau nicht alleine an die Bar setzen sollten

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Neulich hatte ich ein Gespräch mit einem anderen Sicherheitsberater zu Reisesicherheit für Frauen. Wir kamen auf das Thema „Bar“ zu sprechen. In manchen Ländern, wo das für Frauen nicht üblich ist, kann es sehr gefährlich sein, sich alleine an die Bar zu setzen. Sie sind dann in den Augen mancher Männer nichts mehr wert und quasi freigegeben. Selbst wenn Sie nicht alleine, sondern mit Freundinnen unterwegs sind.

 

Interkulturelle Geschlechterrollen

Ja, das klingt krass. Wie immer schützt Nichtwissen vor den Folgen nicht. Als international tätige Frau sollten Sie sich unbedingt mit den kulturell gültigen Geschlechterrollen eines Landes auseinandersetzen. Egal, wie global uns die Welt mittlerweile erscheint. Simpel ausgedrückt: Woanders funktioniert manches eben anders.

Sitzen Sie manchmal alleine an der Bar?

Nach dem Gespräch habe ich länger darüber nachgedacht. Ich selbst käme nie auf die Idee, mich alleine an eine Bar zu setzen und kenne auch keine Frau, die das tut. Für Männer üblich, ist die Bar für Frauen auch in Deutschland kein problemloser Ort.
Sehr plakativ und etwas überzogen wird das in Hape Kerkelings Video „Gisela“ dargestellt. Das Video zeigt etwas überzeichnet, wie es einer Frau alleine an der Bar ergehen kann. Sie trifft auf die einsamen Gestalten der Nacht, zu denen sie keinen Kontakt wünscht, die aber Rede- und Anlehnungsbedarf haben.

Die Bar – Ort der einsamen Seelen

Eine Bar ist ja auch irgendwie ein Ort, an dem sich die einsamen Seelen der Nacht aufhalten. Um andere einsame Seelen zu treffen oder dem Barkeeper ihr Leid zu klagen. Ich denke gerade an Edward Hoppers „Nighthawks“. Wobei die lustige Truppe auf dem Bild sicher einen netten Abend hatte.

Die Bar ist auch der Ort, an dem man in 5 Sterne Hotels die Prostituierten findet. Ohne dass es mir jemand erklärt hätte, wäre mir das vermutlich nie aufgefallen. Dann fing ich an darauf zu achten. Da ist er wieder der berühmte Gorilla – nur wenn etwas weiß, kann man es erkennen.

Die Mayflower Madam

Jetzt mag die eine oder andere Frau denken, „Naja, ich sehe ja nicht aus wie eine Prostituierte. Ich trage Anzug oder Kostüm“. Nun ja, das tun viele Prostituierte im Business Umfeld auch. Ihnen ist wenig daran gelegen, sofort enttarnt zu werden. Die gehobenen Häuser haben schließlich auch einen Ruf zu verlieren. Übrigens sehr schön beschrieben in Sydney Biddle Barrows‘ Biographie „The Mayflower Madam. The secret life of Sydney Biddle Barrows“. Darin beschreibt die berühmte Nachfahrin der Mayflower Besatzung, wie sie einen heruntergewirtschafteten Escort Service übernahm und auf Vordermann bringt und den aufsehenerregenden Gerichtsprozess im Amerika der frühen 80iger.

Kommentare erwünscht

Ich bin jetzt keine Expertin für diese Art der „Geschäftsanbahnung“ in den Hotels. Vielleicht kann ja der eine oder andere geneigte Leser – Quellenschutz versteht sich – etwas Licht in mein Dunkel bringen. Persönlich gehe ich diesbezüglich auf jeden Fall kein Risiko ein und setze mich nicht an die Bar.

Ich finde es sehr schade darüber zu reden, dass wir immer noch über dieses Thema sprechen müssen. Jedenfalls hat sich sicher die eine oder andere Frau im internationalen Business auch schon wie in einem Haifischbecken gefühlt, wenn sie morgens allein am Frühstückstisch saß. Vor dem Hintergrund des Buches frage ich mich, was der eine oder andere Hotelgast wohl dachte.

Eine Anmerkung

Dieser Artikel ist für Frauen geschrieben. Für die, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben wie ich. Für die, die solche Erfahrungen gar nicht erst machen sollen. Für die, die mit offenen Augen durch die Welt gehen und all die anderen, die auch eine Veränderung der gesellschaftlichen Parameter für Frauen wünschen. Denn es wird Zeit, dass wir diese schaffen!

Dieser Artikel ist auch für Männer geschrieben. Für diejenigen, die einfach großartig sind und sich in dem Artikel nicht wiederfinden. Also: no offence. Alle anderen werde ich sowieso nicht erreichen.

Die Nähe zur Bar – ein Phänomen

Je näher Menschen einer Bar kommen, desto lockerer werden sie. Mit Bar ist hier nicht das Ganze Gebäude, sondern die Theke gemeint. Das gilt nirgendwo so sehr wie für England. Menschen, die sonst eher zurückhaltend sind, tauen auf, je näher sie der Bar kommen. Ich habe das Phänomen vielfach beobachtet und in dem Buch „Watching the English“ auch näher beschrieben gefunden. An der Bar der Pubs holt man eigentlich die Drinks und setzt sich wieder hin. Menschen, die sonst nie ein Wort mit einem wechseln, fangen plötzlich ein Gespräch an. Das erstaunte mich in meiner Zeit in England immer wieder.

Und dann gibt es noch die Tapas Bars

Orte, an denen die Bar der netteste Platz ist, sind kleine Tapasbars in spanischen Dörfern. Wenn man mit Freunden dort sitzt und den Besitzer kennt, ist es der Himmel auf Erden. Nette Gespräche, Freunde, Spaß und viele exzellente Tapas. Deren Reste man einfach auf den Boden wirft. Von Olivenkernen bis Hühnerbeinen. Was mich am Anfang etwas Überwindung gekostet hat. Nach Ladenschluss wird einfach alles zusammengekehrt und der Boden mit Conejo, einem starken Reinigungsmittel, geputzt.

Als alleinreisende Touristin in Barcelona oder anderen großen Städten wäre ich hingegen sehr vorsichtig, mich alleine an die Bar zu setzen. Gerade wenn es sehr voll ist, verlieren Sie schnell die Übersicht und laufen Gefahr, dass Ihnen jemand etwas ins Getränk schüttet. Dinge, vor denen uns schon unsere Eltern zu Recht immer gewarnt haben. Gehen Sie diesbezüglich bitte kein Risiko ein und achten Sie stets auf Ihr Glas.

Fazit:

Außer wenn Sie mit Freunden oder in Ihrer Szenekneipe, wo sich sowieso schon jeder kennt, unterwegs sind, sollte die Bar nie Ihre erste Wahl sein. An Tischen im Raum ist es relativ unwahrscheinlich, dass sich jemand ungefragt einfach zu Ihnen setzt. Das erachte ich als sicherer. Ist natürlich, wie alles im Leben, Geschmackssache.
Selbst mit Begleitung auf einer Seite kann es Ihnen passieren, dass Sie ein Fremder von der anderen Seite einfach anquatscht. Damit meine ich jetzt nicht gepflegte Konversation, sondern betrunkenes Anbaggern. Wenn Sie damit umgehen können und es Sie nicht stört, prima. Ansonsten besser nicht direkt an der Bar sitzen. Achten Sie in jedem Fall auf Ihr Glas. K.O. Tropfen sind wie gesagt leider immer noch in Mode.

Zuguterletzt

Bei Reisesicherheit denken viele an großartige Nahkampftechniken, Training von Entführungsszenarien und sonstige abenteuerliche Dinge. Das mag für Krisenregionen auch durchaus richtig sein. Für die „normale Geschäftsreisende“ bedeutet Reisesicherheit erst mal eine Vielzahl kleiner alltäglicher Dinge. Nur wenn Sie sich der Faktoren bewusst sind, können Sie auf Sie achten. Daher lohnt es sich immer, sich mit Reisesicherheit auseinanderzusetzen. Selbst bei Reisen innerhalb Europas. Denn auch hier sind Sie in Hotels, an Flughäfen, Bahnhöfen, Parkgaragen etc. möglichen Gefahren ausgesetzt.

Vorsicht Call to Action

Mein nächstes offenes Reisesicherheits-Training für Frauen findet vom 18. Bis 19.September  – plus ein gratis Zusatztag, wer möchte, für Leserinnen meiner Blogartikel – in Marrakesch statt. Info unter:Jetzt entdecke ich die Welt.

Info zu Inhouse Schulungen finden Sie unter meinen Angeboten. Oder schreiben Sie mich einfach an. Dazu hier klicken.

Stay safe!

 

Ihre Ute Schneider

Die Akzeptanz der Reisesicherheit in Unternehmen – ein Erfahrungsbericht

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Darüber, dass Reisesicherheit wichtig ist, brauchen wir nicht zu reden. Aber wie sieht es mit der Akzeptanz der Maßnahmen in den Unternehmen aus? Hier ein Ausschnitt meiner eigenen Erfahrungen.

 

Generelle Haltung gegenüber Reisesicherheit

Ich bin immer wieder entsetzt, wie lapidar Geschäftsreisen in gefährliche Regionen behandelt werden. Es kommt mir vor, wie das kleine Kind, das sich die Augen zuhält und denkt, es wäre dann unsichtbar. Fragen nach Reisevorbereitung – interkulturell, spezielle Sicherheitsschulungen – werden sehr oft mit „Du bist doch Profi, oder?“ oder „Wir erwarten, dass unsere Mitarbeitern klarkommen“ abgetan. Einmal, auf einer Reise in ein afrikanisches Land mit Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes mit: „Was sagt dein Gefühl?“ Ok, ich muss zugeben, dass ich eine sehr feine Intuition habe und diese sagte „go“. Lief dann auch alles gut. Aber was, wenn nicht? Einen Krisenplan hätte es da sicher nicht gegeben.

 

Laxer Umgang mit Reisesicherheit

Selbst Unternehmen, deren Mitarbeiter schon in bedrohliche Situationen gerieten, gehen mit dem Thema recht lax um Der Vorfall wurde dann auf Nachfragen mit „War keiner von uns, war einer unserer Subs“ abgetan. Was ich angesichts der Tatsache, dass der Mann entführt und ermordet wurde, ziemlich krass finde. Da wie gesagt oft „erwartet“ wird, „dass man klarkommt“ nehmen viele Geschäftsreisende Risikoländer auch selbst auf die leichte Schulter und reagieren auf Nachfrage, was das Unternehmen im Ernstfall tun wird, belustigt. „Die vergessen meinen Namen“. Das zeugt zwar von schwarzem Humor, dem ich prinzipiell sehr zugetan bin, stimmt mich angesichts der Haltung der Unternehmen „unsere Mitarbeiter sind unser höchstes Gut“ doch sehr nachdenklich.

 

Für Schutz vor Erkältungen belächelt werden

Die meisten Krankheiten holen sich Reisende in sehr unterkühlten Flugzeugen, Restaurants und Hotels in denen die Klimaanlage auf Eiszeit eingestellt ist. Eine Erkältung, wenn nicht sogar Grippe ist da fast vorprogrammiert. Ich habe mir angewöhnt, immer mit einer dünnen Daunenweste zu reisen. Sie lässt sich klein zusammenfalten und passt so auch in das Seitenfach einer Laptoptasche. Dafür wurde ich von mitreisenden Kollegen nicht nur einmal belächelt. Bis zu dem Zeitpunkt, an dem sie die Erkältung hatten und ich nicht.

 

Umgang mit Seuchen

Als ich nach Madagaskar flog und die Frage nach Reiseversicherung und der aktuell mal wieder in Madagaskar grassierenden Pest stellte sangen meine Kollegen „Wir lagen vor Madagaskar…“. Das wars dann auch schon zum Thema.
Reiseapotheke? – ich werde nie krank
Die meisten Reisenden, die ich kenne, haben keine Medikamente dabei und sagen, dass sie nicht krank werden, oder dann eben zum Arzt gehen. Selbst in UK ist es nicht immer leicht, einen Arzt zu sehen, wenn man krank ist. Daher reise ich wirklich immer mit einer gut ausgestatteten Reiseapotheke. Diese beinhaltet auch Hausmittel. Werde ich für diese Dinge belächelt? Na logo! Erst wenn Kollegen dann durch extreme Situationen mal sehr gestresst waren, eine Erkältung sich anbahnte oder eine kleine Wunde sich entzündet hatte, sie durch die Fahrt im Taxi ein schmerzendes Ohr oder nach zu viel Essen, Alkohol, Reise Magenprobleme und dann in den Genuss der Apotheke oder des Drückens eines Akupressur-Punktes kamen, hörte das Lästern auf.

 

Vorsicht beim Essen – La Debutante

Ich bin ein sehr vorsichtiger Esser auf Reisen. Im Ausland verzichte ich nach Möglichkeit auf Fleisch, Fisch, Eis und frisches Obst oder Salat. Auch dafür wurde ich schon belächelt und von einheimischen Geschäftspartner in Afrika als „La Debutante“ bezeichnet. Aber hey, frisch gezapfte Kamelmilch aus nicht ganz so frischen Gläsern und vermutlich gewonnen mit auch nicht frisch gewaschenen Händen – da ist die Diarrhöe vorprogrammiert. In dem Fall erwiderte ich, ob sie auf der Fahrt durch die Wüste irgendwo einen Strauch gesehen hätten, hinter den ich mich zur Not setzen könnte. Hatten sie nicht, das leuchtete ihnen dann ein. Bei eng getakteten Plänen im Business und langen Flügen kann man sich Krankheit einfach nicht leisten. Dann lieber Debutante genannt werden.

 

Hygienetücher?

Mein Motto: Reise niemals ohne Feuchttücher. Saubere Hände sind ein Must auf Reisen. Die meisten Infektionen werden hand to mouth übertragen! Nicht immer hat man sauberes Wasser, saubere Seife oder Handtücher zur Verfügung. Feuchttücher sind da eine gute Alternative. Selbst der ein oder andere Geschäftspartner hat sich schon gefreut, in den Genuss zu kommen. Danach hörte das Lästern, was ich eigentlich noch alles dabei hätte, auf.

 

Verlasse Dich auf Dich selbst!

In einem kleinen Hotel in England wurde ich mal von einem zu dem Zeitpunkt stark alkoholisierten Mann belästigt, mit dem ich mich mittags vor dem Hotel unterhalten hatte, als ich auf meinen Kollegen wartete. Der Mann hatte sich abends zu uns gesellt und wurde mit steigendem Alkohollevel immer anhänglicher. Mein Kollege reagierte gar nicht sondern warf mir noch vor „Wieso hast Du auch mit ihm geredet? Selbst schuld“. Bevor das ganze eskalierte, bin ich auf mein Zimmer gegangen. Leider gab es weder einen Fernseher noch hatte ich ein Buch. Der Kollege trank die halbe Nacht mit dem anderen Gast weiter, der wohl recht penetrant nach meiner Zimmernummer fragte. Für genau diesen Fall hatte ich von Innen alles verriegelt und auch noch einen Stuhl unter den Türgriff gelehnt. Türstopper mitzuführen macht also wirklich Sinn.

 

Und genau deswegen biete ich Reisesicherheitstraining für Frauen an. Es geht um Sensibilisierung für Gefahren und auch ein Bewusstsein, wann man als Frau einfach selbst handeln muss. Schluss mit „freundlich freundlich“ und der Liebmädchenfalle.

 

Ein paar schöne Momente

Ich schließe mit ein paar schönen Momenten. Das sind die, in denen die Teilnehmer meiner Seminare sehr viele Impulse mitnehmen. Selbst die Vielgereisten. Die bei der Reisestelle nach Versicherungen fragen, sich um ein spezialisiertes Entführungstraining kümmern, ihren Impfstatus auffrischen, beim nächsten Trip einen Fahrer buchen, eine angemessene Reiseapotheke mitführen und innerhalb der Familie Vollmachten für den Ernstfall regeln. Um nur einige zu nennen. Etwas, an das die wenigsten denken. Diese Stories machen mich froh und zeigen mir, dass es richtig ist, was ich tue.

 

Ach ja…

Ach ja, 100-prozentige Sicherheit wird es nie geben. Man kann nicht an alles denken. Dazu ist die Welt zu komplex. Nur das Leben der „Globalen Nomaden“ scheint eine einzige happy shiny Instagram Party. Dennoch bietet gute Vorbereitung bereits 80% Schutz vor möglichen Gefahren. Gerne berate ich Sie in einem Erstgespräch.

 

Stay tuned!

Ihre Ute Schneider

Von Männern und Frauen im Business

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Heute widme ich mich dem Thema Männer und Frauen im Business. Denn ich habe das Gefühl, dass die #METOO Kampagne zwar endlich ein paar Themen an die Öffentlichkeit gebracht, ansonsten aber zu sehr viel Verunsicherung geführt hat.

Es ist ja so: Nicht nur Männer schauen gerne einen attraktiven Menschen an. Auch wir Frauen sind ja durchaus sexuelle Wesen. Mit dem Unterschied, dass sich Frauen seltener an ihren Assistenten vergreifen.

 

Der türkische Frisör – ein Beispiel

Als ich noch in Wiesbaden lebte, ging ich zu einem türkischen Friseur. Zum einen schnitt er gut Haare und zum anderen behandelte er mich wie eine Prinzessin. Es gab immer einen Tee, ein Kompliment und er sagte ganz oft „aber gerne, mein Schatz“. Und das Ganze ohne aufdringlich zu wirken. Der Ton macht die Musik. Der wollte auch nix von mir. Er war einfach nur charmant. Manchmal klopfte er an die Scheibe und winkte, wenn ich vorbeilief. Das war stets unaufdringlich.

 

Männer und Frauen

Ich oute mich hier jetzt einfach mal. Besonders auf langweiligen Konferenzen habe auch ich schon den einen oder anderen langweiligen aber sexy Redner vor meinem geistigen Auge entkleidet. Er war ja weit genug weg. Dabei blieb es dann, man weiß ja was sich gehört und auch der Ruf leidet ja sonst schnell. Tun wir also mal alle nicht so heilig.

 

Ein feiner Flirt in Ehren

Ein feiner Flirt sollte die Parteien nicht gleich auf die Anklagebank bringen. Fein, wohlgemerkt. Das bedarf ein bisschen Fingerspitzengefühl. Achten Sie daher auf die Mimik Ihres Gegenübers – egal ob Mann oder Frau. Man muss kein Paul Ekman sein um zu erkennen, was beim Gegenüber abgeht. Wer das nicht glaubt schaue „First Dates“ da kann man das sehr plakativ sehen. Verzieht Ihr Gegenüber das Gesicht? Dann kam der Flirt nicht gut an. Bleiben Sie dann sachlich oder entschuldigen sich gar.

 

Eine Anekdote

Ich erinnere mich an eine Szene auf einer Industriemesse, als mich ein total schicker Italiener mit blauen Schlangenlederschuhen – nur Italiener können sowas ungestraft tragen – wild anflirtete. Bei jedem andern hätte das vermutlich plump gewirkt. Er hingegen brachte mich ein bisschen aus der Fassung. Passiert ja eher selten.

 

Das Schlimme an der Geschichte

Das Schlimme an der Geschichte war nur, dass ein Kollege das völlig belustigt aus einer Ecke des Messestandes beobachtete und mir hinterher mit Freude aufs Brot schmierte. Das war mir dann schon ein bisschen peinlich.
Den Italiener habe ich natürlich nicht wiedergesehen. Mit ihm war nur die Lust am wilden Flirten durchgegangen. So hatte er seinen Spaß und mein Messetag wurde auch aufgelockert.

 

Was will ich damit sagen?

Dass #METOO zwar zum Glück auf Missstände und sexuelle Übergriffe gegenüber Frauen aufmerksam gemacht hat. Dass wir uns aber auch wieder ein bisschen annähern müssen. Denn Männer und Frauen werden immer Flirten. Das liegt in der Natur der Sache. Auch im Business. Es ist schade, wenn Männer sich nicht mehr trauen Komplimente zu machen, aus Angst sofort wegen sexueller Belästigung angezeigt zu werden. Das bietet keine Sicherheit sondern macht das Miteinander verkrampft.

 

Aber eben nicht plump

Aber eben nicht plump. Plump sind eindeutige Anmachen. Erst die Tage zog jemand im Gespräch die Parallele meines Vornamens zu Beate Uhse. Ute/ Uhse… Wirklich verstanden habe ich es nicht. Wobei ich Beate Uhse als Pionierin großartig finde. Es fühlte sich in dem Fall jedoch eklig an und von weiteren Gesprächen mit dieser Person möchte ich absehen. Zweites Beispiel: Ein nicht gepflegter und zudem verheirateter Kollege aus einer anderen Niederlassung bot mir mal süffisant grinsend bei einer Hotelüberbuchung einen Platz in seinem Bett an. Sowas ist nicht geflirtet. Sowas ist einfach nur ekelhaft. Mein Gesicht spricht in solchen Fällen Bände. Das dann mit einem „Ihr Deutschen müsst lernen, Liebe und Sex zu unterscheiden“ zu quittieren, ist einfach nur deplatziert und zeugt von überzogenem Selbstbewusstsein.

 

Noch ein Tipp an alle Frauen

Ein Tipp an alle Frauen, denen so etwas passiert: Die schlechten Energien danach ganz physisch abduschen hilft wirklich! Es gibt noch jede Menge mentale Techniken die Sie auch in Gegenwart einer unangenehmen Person anwenden können, das würde aber hier den Rahmen sprengen. Bei Interesse melden Sie sich gerne.

 

An alle Männer

In der Regel sieht man einer Frau an, dass sie gleich duschen geht. Wenn das der Fall ist, ging Ihre Flirt-Strategie nicht auf. Wenn Sie da nicht so versiert sind und mittlerweile durch #METOO und eigene Erfahrungen völlig verunsichert, rufen Sie mich an. Ich berate Sie gerne im 1:1. Denn ich kann auch die Verunsicherung der Männer nachvollziehen.

 

Dürfen Männer noch Komplimente machen?

Viele Männer haben mittlerweile Angst, einer Frau auch nur ein Kompliment zu machen. Aus Angst, wegen „Sexual Harrassment“ angeklagt zu werden. Ich freue mich nach wie vor über ein ernstgemeintes Kompliment ohne schmierigen Hintergedanken. Was nicht geht ist „Sie sehen heute aber gut aus“ gepaart mit einem süffisanten Blick von oben nach unten. Ansonsten ist es schwierig nicht auf ein sehr auslandendes, wenig verpacktes Dekolletee zu schauen. Da schaut man ja fast zwangsläufig hin. Auch als Frau.

 

Die Frage ist nur

Die Frage mit dem Dekolletee ist nur: bleibt der Blick dort haften oder enden Sie sich auch wieder dem Gesicht zu. Auch wichtig ist,  welche Gedanken haben Sie dabei. Diese Gedanken sind für Ihr Gegenüber spürbar. Vergessen Sie das nicht! In meinen Seminaren mache ich dazu ein paar Übungen. Die Teilnehmer sind immer völlig überrascht WIE SEHR sich die Gedanken im Außen zeigen.

 

Kollateralschäden

Ich glaube, ein Kollateralschaden der #METOO Kampagne sind völlig verunsicherte Männer. Meist die, die auch vorher nichts Böses im Schilde führten und es auch jetzt nicht tun. Mit ihnen habe ich wirklich Mitgefühl. Die anderen machen sowieso munter weiter wie bisher und müssen von Frauen deutlicher in die Schranken gewiesen werden. Mehr dazu in meinen Artikeln zur Liebmädchenfalle, Mut etc.

 

Wir müssen wieder flirten dürfen!

Wir müssen wieder flirten dürfen. Einfach flirten. Dies ist kein Plädoyer fürs Fremdgehen. Nur flirten. Wie das Männer und Frauen eben manchmal tun. Einander anlächeln und auch mal ein Kompliment machen. Flirten halt. Macht das Leben doch netter, oder?

 

War mir einfach mal wichtig zu erwähnen und ich bin mir bewußt, dass solche Themen sehr hitzige Diskussionen auslösen können. Ich freue mich über Ihre respektvolle Meinung zum Thema.

 

Danke fürs Lesen.
Danke fürs Teilen.

Ihre Ute Schneider

 

 

Was die kleinen Akte des Mutes im Alltag mit Reisesicherheit zu tun haben

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Geht es Ihnen auch so, dass Sie manchmal die kleinen Dinge im Alltag sehr viel Mut kosten? Dass es Sie völlig aus der Ruhe bringt, wenn Sie jemand Fremdes ansprechen sollen? Um nach dem Weg zu fragen, oder um Hilfe zu bitten? Die gute Nachricht: Mut im Alltag kann man lernen.

 

Ein Beispiel

Neulich war ich zu einem Workshop in Salzburg. Im Anschluss daran machten wir in der Gruppe einen Ausflug an einen See. Weit und breit keine Toilette. Das Restaurant am See hatte noch nicht geöffnet. Ein Kellner stand im Garten und deckte die Tische. Komm, wir fragen mal höflich, ob wir ihre Toilette benutzen dürfen. „Also ich trau mich nicht“, sagte eine der Teilnehmerinnen. „Mach das Du, Du bist doch hier die Frau für die Sicherheitstrainings“.

Mir macht es in der Tat nichts aus, fremde Menschen anzusprechen. Ich habe das Jahrzehntelang geübt. Man kann das – auch als eher introvertierter Mensch – lernen. Wie Muskeltraining. Hilfreich dabei sind ein paar mentale Tricks, die ich in meinen Seminaren näher behandle.

 

Was ist das größere Übel, Aufgeben oder Mut beweisen?

Die Szene machte mir bewusst, wie schwer das für manche Menschen ist und dass sie lieber die Komplikation einer vollen Blase in Kauf nehmen, als mit einem Fremden zu sprechen. Der Kellner in dieser Szene freute sich sogar höflich angesprochen zu werden und die Toilettennutzung wurde uns selbstverständlich gestattet.

Das ist jetzt keine lebensbedrohliche Situation. Aber was tust Du, wenn es wirklich mal kritisch wird?

 

Das Gruppenphänomen

Ein sehr merkwürdiges Phänomen der menschlichen Psyche ist, dass wir in einer Gruppe untertauchen. Typisches Beispiel: Jemand wird überfallen, eine Gruppe von Passanten schaut zu, aber keiner greift ein. Die Mechanismen, warum das so ist, sollen hier nicht näher erläutert werden.

Der Tipp für Opfer solche Fälle in der einschlägigen Literatur: Suchen Sie sich als Opfer eine Person unter den Umstehenden aus und sprechen Sie sie direkt an „Sie in der gelben Jacke, bitte helfen Sie mir“. Haben Sie Mut!

Nur, wenn das schon bei so einfachen Dingen wie der Toilettennutzung nicht klappt, wie sieht es dann erst in Situationen aus, in denen der Helfer in eine brenzlige Situation hineingezogen wird? In der möglicherweise sein eigenes Leben bedroht wird? Das ist ja noch schwieriger.

 

Und jetzt?

Jetzt haben wir zwei Möglichkeiten: wir können tolle Workshops mit Stuhlkreis veranstalten, in denen wir diskutieren warum die Welt so ist und Menschen so ticken. ODER: jeder kann in einem kleinen Bereich nach Lösungen schauen – bei sich selbst.

Ich bin ein Freund des praktischen Ansatzes. Auch bei Mut. Daher biete ich in meinen Seminaren zu Reisesicherheit für Frauen einen Part an, in dem wir üben, mit wildfremden Menschen zu sprechen. In Alltagssituationen. Denn nur so wird dieser Muskel trainiert. Wie im Kampfsport. Nur trainierte Reflexe können im Ernstfall abgerufen werden.

 

Nicht alles ist lebensbedrohlich und erfordert dennoch Mut

Es geht ja nicht immer gleich um lebensbedrohliche Situationen. Bei dem Wort Reisesicherheit haben viele gleich Horrorszenarien im Kopf. Manchmal sind es ja nur so die „kleinen Unwägbarkeiten“, die es zu umschiffen gilt.

Ein weiteres Beispiel

Geschäftstermin in Kassel. Es war Winter, unglaublich kalt und schneite sehr stark. Aus irgendwelchen Gründen hatte ich ein getimtes Ticket gekauft. Der Termin dauerte länger, der Fahrkartenschalter war schon zu, also beschloss ich im Zug nachzuzahlen. Schaffner direkt aufgesucht. Alles kein Problem.

Womit ich nicht gerechnet hatte war, dass das Gerät der Bahn anscheinend keine EC-Karten nimmt. Meine Kreditkarte hatte ich nicht dabei und zum cash zahlen fehlten 15 Euro. Ich weiß jetzt nicht wirklich, wie dadiesbezüglich meine Rechte als Kunde bei der deutschen Bahn sind. Jedenfalls legte der Bahnangestellte mir nahe, an der nächsten Station auszusteigen und von dort mit einer Bummelbahn weiterzufahren. Die könne ich mit dem aktuellen Ticket nehmen. Führe aber erst in einer Stunde und würde auch länger dauern.

Ich glaub‘ es hackt!

 

Komfort ist das A und O

9 von 10 Frauen wären ausgestiegen, vermutlich auch 7 von 10 Männern. Vielleicht hätten sie einen Freund gerufen, überlegt, wer sie mitten in der Nacht hier abholen könnte.

Wie gesagt, es war spät, ich war müde und draußen war es richtig kalt. Never change a running train! Das war nicht lebensbedrohlich, hätte mein Leben in dem Moment aber ausgesprochen ungemütlich gemacht. Ich schätze Komfort sehr. Plan B musste her.

Mit Bahnangestellten zu diskutieren bringt ja nix. Ich suchte nach Plan B. Da stand so ein netter Herr in Lodenjacke. „Entschuldigung, hatten Sie heute schon eine gute Tat?“. Ne, wieso? Ich schilderte ihm mein Problem. Ich glaube, im Anzug sehe ich recht seriös aus. Jedenfalls übernahm der den Aufschlag. Ich gab ihm meine Visitenkarte und habe das Geld selbstverständlich sofort am nächsten Tag überwiesen. „Die Geschichte muss ich morgen in der Firma erzählen. Das glaubt mir keiner“, sagte er zum Abschied. So hatte er auch noch was davon.

 

Manchmal muss man ungewöhnliche Wege gehen

Dieses Beispiel soll zeigen, dass man manchmal einfach nur Mut braucht ungewöhnliche Wege zu gehen. Ein Nein hat man ja schon. Ein Ja kann an immer bekommen. Aber ich weiß, wir alle haben gehört „Was ein Erwachsener – in dem Fall repräsentiert durch den Bahnangestellten – sagt, musst Du befolgen“/ „Belästige niemanden“. Oder was auch immer. Sie wissen wovon ich rede. Solche Sätze prägen unser aller Denken und Handeln.

 

Wer hat gesagt, dass es leicht ist?

Ist das immer leicht umzusetzen? Natürlich nicht. Aber genau deswegen ist das praktische Üben so eine wichtige Komponente in meinen Seminaren. Es geht darin auch immer um Mut und innere Haltung und ganz praktische Umsetzung.

Das nächste offene Seminar findet vom 17. Bis 21.09. in Marrakesch statt. Info unter Angebote. Ansonsten gerne 1:1 oder Inhouse.

 

Mut tut gut!

Ihre Ute Schneider

Wer hat Angst vorm schwarzen Mann? Angst ist ein schlechter Berater

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Wie ich immer betone lebt Sicherheit von praktischer Erfahrung. Daher ist auch mein Motto: aus der Praxis für die Praxis. So sind meine Trainings und Seminare immer sehr praxisorientiert. Natürlich setze ich mich dabei auch mit Theorie auseinander. Zum Beispiel dem Umgang mit Ängsten.

Und bevor sich jemand echauffiert..

Und bevor sich irgendjemand über die non-pc-Haftigkeit der Headline echauffiert: ich habe sie mit Absicht so plakativ gewählt. Denn die Angst vor dem anderen und Unbekannten, dem „Schwarzen Mann“ ist es ja, was in den Köpfen spukt. Das ist unabhängig von der Hautfarbe. Seit ich mein Reisesicherheits-Seminar in Marrakesch anbiete höre ich lauter irrationale Horrorgeschichten von etwaigen Gefahren dort. Das veranlasste mich zu diesem Artikel.

Kleine Anekdote

Der erste „Schwarzer Mann“, den ich bewusst wahrnahm, lebte in einem hessischen Dorf, in dem ich die Ferien im Haus meiner Großeltern verbrachte. Zur immer gleichen Zeit fuhr er mit dem Rad zur Arbeit. Er hatte nur einen Arm und ein sehr freundliches Lächeln. Komisch, was man sich als Kind so alles einprägt. Ich weiß noch, dass ich kaum über die Balkonbrüstung im ersten Stock reichte, mich aber immer so freute zu schauen, wenn er vorbeifuhr. Denn er winkte uns Kindern immer. Ich mochte freundliche Menschen schon immer. Der Blick über den Tellerrand – respektive die Balkonbrüstung – kann sehr hilfreich sein, um die Sicht auf die Welt zu prägen. Mir ist es von jeher wurscht wo Menschen herkommen, so lange sie freundlich sind.

Farbenfrohe Panik

Neulich unterhielt ich mich mit einer Kommunikations-Trainerin über mein Reisesicherheits-Seminar in Marrakesch. Sie sagte: die Frauen haben Angst dorthin zu fahren. Die finden es dort gefährlich.
Ich schaute sie ziemlich entgeistert an. Wie, Marrakesch gefährlich? Ich war dort so oft, dass es mir fast wie mein Wohnzimmer vorkommt. Aber ich bin ja auch nicht mein Kunde.

Denn genau um Ängste vor Reisen zu nehmen, mache ich das Seminar ja ausgerechnet in Nordafrika. Was man kennt ist nicht mehr fremd. So einfach. Man kann dort Reisesicherheits-Themen in anderer Kultur und fremder Umgebung üben, ohne sich wirklich in Gefahr zu begeben. Dann würde ich nach Sao Paolo gehen und durch die Favelas laufen.

Angst ist ein schlechter Berater

Angst ist ein schlechter Berater. Also Angst, geschürt durch Horrorgeschichten von Nichtwissenden, die noch nie irgendwo waren außer seit 20 Jahren auf dem immer gleichen Campingplatz in Italien. Gewürzt mit ein bisschen Kölner Domplatte. Was die Geschehnisse dort nicht verharmlosen soll. Aber lassen wir die Kirche doch mal im Dorf.

Ich würde meine Kunden – und mich selbst – nie in Gefahr bringen. Es geht darum GUT INFORMIERT aber OHNE ANGST in die Welt zu reisen. Wenn man das will, natürlich nur.

Kalkulierbare Risiken einschätzen lernen

Angst wird dadurch genommen, dass man lernt, die kalkulierbaren Risiken einzuschätzen. Nicht nur einschätzen, sondern dementsprechend zu handeln.

Was bedeutet das in der Praxis

Das bedeutet, sich entsprechend zu informieren. Zum Beispiel die Seite des Auswärtigen Amtes zu konsultieren. Als erste Anlaufstelle. Gibt es dort eine Reisewarnung, sollte man sich ein anderes Zielland aussuchen. Es sei denn, der Trip ist aus Unternehmens-internen Gründen nicht vermeidbar. Kommt ja vor.

Auch möchte ich im Marrakesch Seminar keine Teilnehmerin im sexy Trägertop durch die Stadt laufen sehen. Auch wenn sie dafür vermutlich keine Konsequenzen befürchten muss, finde ich, dass das etwas ist, das man in einem muslimisch geprägten Land, egal wie modern der aktuelle König auch sein mag, nicht tun sollte. Aus Respekt vor der Kultur und auch, um niemanden zu provozieren.

Natürlich gibt es Länder oder Städte, die man meiden sollte. Oder Plätze. Der Alexander Platz gilt ja mittlerweile als der gefährlichste Ort Deutschlands. Nigeria, Syrien und Afghanistan – um nur ein paar zu nennen – würde ich zurzeit auch nicht bereisen.

Augen und Ohren aufmachen

Ansonsten AUGEN UND OHREN AUFMACHEN. Ständig. Auch hier. Dann bekommt man mit, was um einen herum vor sich geht. Und sei es nur um zu vermeiden, dass man aufs Handy schauend gegen einen Laternenmast oder vor ein Auto läuft.

Mit Musik im Ohr im dunklen Park Joggen zu gehen war übrigens schon immer gefährlich.

UND KLAR

Klar, 100% ige Sicherheit gibt es nie und wird es auch nie geben. Nicht mal zu Hause. Sie können auf dem Badvorleger ausrutschen und sich den Hals brechen.

Aber nur, wenn man weiß worauf man achten muss, kann man es sehen. Wer das nicht glaubt schaue sich „The Gorilla Illusion“ auf Youtube an. Das Video beschreibt dieses Phänomen sehr gut.

Hier ein paar einfache Sicherheitstipps

– Befassen Sie sich vor jeder Reise mit der Kultur des Landes
– Schauen Sie auf den entsprechende Lände- Seite des Auswärtigen Amtes
– Haben Sie ein Erste Hilfe Kit dabei
– Halten Sie sich körperlich fit und schlafen ausreichen um stets wach und konzentriert zu sein
– In der Öffentlichkeit Finger weg vom Handy

 

Das Reisesicherheits-Seminar in Marrakesch findet vom 17. bis 21. September statt. Mehr Info hier

 

 

See you in Marrakesch 😊

Deine Ute

Warum ich tue, was ich tue – Ute Schneider International

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Wie kommt man dazu, sich mit Reisesicherheit zu beschäftigen? Eine sicherlich berechtigte Frage.
Das „ausgerechnet als Frau“ höre ich oft und dann auch „weder aus dem Militär noch der Polizei. Tststs“.. Dazu kann ich nur sagen: GERADE als Frau und militärische Laufbahn ist für viele Sicherheits-Aspekte auch nicht das Allheilmittel.

 

Da kamen sicher einige Faktoren zusammen

 

1. Aufgewachsen in der Ära der RAF. Die Hanns Martin Schleyer Entführung hat mich damals sehr bewegt

2. Ich stamme aus einer Unternehmerfamilie. Zu schauen, wem ich wirklich trauen kann oder wer nur auf seinen eigenen Vorteil aus ist, war daher schon immer ein Thema für mich

3. Mein Leben war immer international. Ich hörte von kleinauf viele Stories ganz realer Gefahren und wurde schon früh dafür sensibilisiert

4. Der Unfall-Tod meiner Kindergartenfreundin mit 4 Jahren

5. Eine gefährliche Situation, aus der ich nur durch Ruhebewahren heil herausgekommen bin. Seitdem rieche ich manipulative Muster 10 km gegen den Wind

6. Das Entsetzen darüber, wie sehr Sicherheit in Unternehmen mit Füßen getreten wird

7. Leidenschaftliches Interesse an Reise-Sicherheitsthemen

8. Auseinandersetzung mit dem Vorgehen der „Bad Guys“. Social Engineering ist ein sehr weites Feld

9. Und einiges mehr

 

Zu Punkt 1

Natürlich durfte ich mit 4 Jahren noch keine Nachrichten schauen. Irgendwie bekam ich die Bilder der Entführung trotzdem mit. Die politsichen Zusammenhänge verstand ich natürlich noch nicht, machte mir jedoch schon Gedanken warum Menschen andere Entführen und was da passiert. Im Rahmen meiner damaligen Möglichkeiten. Die Auseinandersetzung mit dem Thema wurde dann mit zunehmendem Alter differenzierter.

 

Zu Punkt 4

Meine Kindergartenfreundin wurde von einem Auto überfahren und noch 30 Meter mitgeschleift. Das hat jetzt nicht direkt etwas mit Reisesicherheit zu tun. Aber das hat mich schon sehr früh mit dem Tod konfrontiert und damit, was passiert, wenn man Gefahren nicht richtig einschätzen kann. So wie ein Kind, das einem Ball auf die Straße nachläuft.

 

Das ist auf Erwachsene übertragbar

Viele im internationalen Business Tätige laufen oft auch einem Ball auf die Straße hinterher. Im übertragenen Sinne. Nämlich ignorant für mögliche Gefahren und ohne das nötige Bewusstsein, um Situationen richtig einschätzen zu können. So wie das Kind, das das heraneilende Auto nicht als Gefahr erkennt und noch kein Gefühl für Geschwindigkeiten hat.

 

Nichtwissen schützt auch hier vor Konsequenzen nicht

In meiner beruflichen Laufbahn habe ich hunderte international tätiger Menschen getroffen und hunderte Gespräche über ihre Erfahrungen geführt. Meine liebsten Gesprächspartner waren und sind Botschafter, da sie sich so intensiv mit anderen Ländern und Kulturen befassen. Natürlich lag der Fokus dabei auf der Freude und der Leidenschaft. Aber eben auch darauf, worauf man in anderen Ländern/ Städten achten sollte.

 

Ein eher harmloses Beispiel

Als ich in Barcelona lebte, fiel mir irgendwann auf, dass es sehr viele Mädchen ähnlichen Typs – ich vermute Elfenbeinküste – und ähnlichen Jogginganzügen auf den Ramblas in Barcelona gab. Die Ramblas sind die Haupt-Touristenmeile. Später sah ich den gleichen Mädchen bei einem Messebesuch auch in Valencia. Scheint ein Ring zu sein. Warum Jogginganzüge? Weil es in Spanien diesbezüglich eine Kleiderordnung gibt und aufreizendes Äußeres verboten ist.

Eines Tages kam ein Vertreter aus der deutschen Niederlassung völlig aufgelöst und entsetzt in unser Büro in Barcelona. Zwei der Mädels in Jogginganzügen hatten an ihm herumgezerrt, um ihn zu einem Stelldichein zu animieren. Er lebte in einem kleinen Dorf irgendwo in Deutschland und war da doch recht unbedarft. Daher hatte ihn das völlig unvorbereitet getroffen und sichtlich aus der Fassung gebracht. Daher erinnere ich mich auch noch an die Episode.

 

Menschen sind keine Maschinen

Was denkst Du, geneigter Leser, wie lange hat er wohl gebraucht, um seine Fassung wiederzuerlangen? Wie liefen seine weiteren Business Termine an diesem und vielleicht auch am nächsten Tag? Wo war er mit seiner Aufmerksamkeit – beim Kunden oder der Story?

„Wir erwarten, dass unsere Mitarbeiter klar kommen“, höre ich so oft in Unternehmen zum Thema Auslands-Vorbereitung. Oder neulich: „Ja sowas weiß man doch, wenn man aus einer großen Stadt kommt. Wer das nicht weiß, hat Pech gehabt.“

 

Woher soll man es denn wissen?

Ja woher soll man die Dinge denn wissen, wenn man wie der Herr aus einem kleinen Bayrischen Dorf kommt oder noch nicht viele extreme Dinge erlebt hat – beziehungsweise nie darauf vorbereitet wurde? Woher? Sag es mir!

Es wird ja nicht jeder gleich entführt. Aber schon diese Kleinigkeiten können Menschen nachhaltig aus der Fassung bringen. Auch Männer. Auch Menschen, die nicht so offen zugeben, dass sie gerade völlig neben sich stehen, weil sie von einer Prostituierten – oder wem auch immer – angegrabscht wurden. Darf man ja auch nicht zugeben. Aus Angst Schwäche zu zeigen und bei der nächsten Entlassungswelle aussortiert zu werden.

Mein Tipp an dieser Stelle: Bereiten Sie Ihre Mitarbeiter adäquat vor, dann kommen diese gar nicht erst in die Verlegenheit, aus der Fassung gebracht zu werden.

 

Nicht zu vergessen

Entführungen sind mittlerweile ein eigener Wirtschaftszweig. Nur weil Unternehmen und Regierungen diese Dinge nicht an die große Glocke hängen, heißt das nicht, dass es diese Dinge nicht gibt. Auch wenn das Deutschland intern durch die RAF geschah, erinnere ich mich noch sehr gut an die Hanns Martin Schleyer Entführung. Das Bild hat sich damals in mein Gedächtnis eingegraben. Vielleicht auch noch ein Grund, warum ich mich mit Sicherheit befasse. Damit Dir und mir so etwas nicht passiert.

 

Auch wichtig

Auch Betriebsspionage wird sehr oft auf der ganz persönlichen Ebene betrieben. Ganz geschickt und freundlich eingefädelt. Darüber redet natürlich niemand. Zum einen bekommen es die meisten nicht mit und zum anderen schämt man sich ja auch, wenn man einem Betrüger auf den Leim geht.

 

Das Gute

Das Gute: mit guter Vorbereitung kannst Du Situationen richtig einschätzen. Um bei dem Beispiel mit dem Auto zu bleiben: Du kannst abschätzen, wie schnell es heranfährt. Du weißt, dass es gefährlich ist, dem Ball hinterherzulaufen. Das heißt nicht, dass Du den Ball nicht wiederbekommst. Du musst nur warten, bis das Auto vorbeigefahren ist und ihn dann holen.

 

So ist das auch mit anderen Ländern

Du kannst – mit ein paar Ausnahmen – überall hinfahren. Übermäßige Angst hat ja noch keinen weitergebracht. Du musst nur wissen, worauf du achten musst und wie Du Dich dann verhältst beziehungsweise schützt. Manchmal bedarf es der Zuhilfenahme externer militärisch geschulter Begleiter. Das kannst Du lernen und musst die Erfahrung nicht erst am eigenen Leib machen. Es muss auch niemand wissen wie ein Stromnetz funktioniert um den Lichtschalter anzuknipsen.

 

 

Vorsicht, Call to Action

Wenn Sie jetzt sagen „Oh Sh***, über das Thema habe ich mir ja bisher wirklich noch keine Gedanken gemacht“ oder „Es wird Zeit, meine Mitarbeiter besser auf die internationale Tätigkeit vorzubereiten“ dann empfehle ich Ihnen meine Inhouse-Trainings zu Reisesicherheit. Gibt’s in der Version Allgemein und auch speziell für Frauen.

Wenn Sie in einem Unternehmen international tätig sind, welches Reisesicherheit trotz Fürsorgepflicht nicht interessiert und der aus Angst vor Repressalien auch nicht danach fragen will, dann buchen Sie doch mein 1:1. Hier geht’s zu mir.

 

Allzeit eine gute und sichere Zeit,

Ihre Ute

 

p.s. auf meinem Youtube Kanal Ute Schneider International gibts das Ganze auch noch als Video. Für die, die lieber schauen als lesen.

 

Einfach mal raus – aber wohin? Von der großen Unsicherheit vor dem Sabbatical

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Geht es Dir auch so?

 

Das Leben hat dir gerade jede Menge Zitronen serviert

Allein Dir fehlt die Idee, wie Du daraus die verdammte Limonade machen sollst?

Du steckst quasi in Deinem Leben fest und willst nur noch raus?

Einfach in den Flieger und weg?

Das Sabbatical ist schon genehmigt oder Du denkst über Kündigung nach?

Denn Du hast so richtig die Schnauze von allem voll?

Einfach Koffer packen, Wohnung zwischenvermieten und weg?

Alles für eine Weile hinter dir lassen und auf neue Gedanken kommen?

Den Kopf frei bekommen?

Einen mentalen Schlußstrich hinter die letzten Wochen und Monate ziehen und danach neu anfangen?

Den Neuanfang aber aus einer erholten Stimmung heraus?

Mit frischen Gedanken und vielen neuen Impulsen?

 

Und gleichzeitig

 

Hast Du den Gedanken, dass du in dieser Stimmung doch nicht wegfliegen kannst.

Dass Du für so einen Trip doch in guter Stimmung sein musst.

Dass Du doch einen konkreten Plan brauchst.

Dass Du doch wissen musst, was Du dort tust.

 

ICH SAGE DIR: EINEN SCH*** MUSST DU

 

Ja, Du hast richtig gelesen!

Und jetzt? Wohin sollst Du – und wie und was?

 

Klar, das Reisebüro konnte dir jetzt auch nicht so wirklich weiterhelfen, da sie etwas konkretere Angaben brauchen und du wiederkommen sollst, wenn du mehr weißt.

 

Du bist aber irgendwie gerade viel zu platt, um dir viele Gedanken zu machen.

Deine Freunde können dir auch nicht weiterhelfen, da sie das für Luxusprobleme halten.

Sprich also nicht mit deinen Kollegen oder Freunden, die Dich nicht verstehen und das alles gar nicht nachvollziehen können.

 

 

Wozu das führt

 

Denn das führt dazu, dass Du Dich zu allem anderen auch noch schuldig fühlst. Weil Du vielleicht denkst Du solltest funktionieren und Geld verdienen. Dich zusammenreißen und einfach weitermachen, denn Du hast ja gar keine Zeit mal eben drei Monate oder ein halbes Jahr wegzufahren. Andere kommen doch auch klar. Dass du aufhören solltest „zu jammern“ und „einfach nur positiv denken solltes“. Immerhin hast Du genug zu essen.

 

Kommt Dir bekannt vor? Dann hör vor allem auf Dich schuldig zu fühlen. JETZT SOFORT!

 

Gut wirst Du vielleicht sagen. Und jetzt?

Und jetzt finden wir gemeinsam eine Lösung. Denn ich kenne solche Situationen und weiß, wie Du Dich fühlst.

 

 

Viele meiner 1:1 Kunden kommen mit ähnlichen Anliegen, wenn sie ein Sabbatical machen

 

Aber bloß nicht dahin, wo viele Menschen sind, zum Beispiel ein Club-Urlaub
Oder ein langweiliger Strandurlaub mit anderen „Sardinen“ aneinandergereiht.
Weil sie etwas erleben und sich wieder sammeln wollen.
Weil sie Abenteuer suchen und dennoch etwas ratlos sind.
Weil die große Auswahl an Möglichkeiten sie noch zusätzlich überfordert.
Weil ihnen einfach ein bisschen Klarheit und ein mini Schubs fehlt oder
Und sie sich dafür auch noch selbst kasteien da man „doch einen Plan brauchst“

 

SO VIEL PLAN BRAUCHST DU GAR NICHT

 

Keine Angst, so viel Plan brauchst Du gar nicht.
Nur so ein paar Infos und der Rest ergibt sich von selbst.

 

Echt jetzt?

Echt jetzt!

 

Alles was du dazu brauchst, erledigen wir gemeinsam. In Deinem Tempo.
Der Rest ergibt sich.

Was am Anfang wie ein riesen Durcheinander erscheint, lösen wir auf und bei dem Rest unterstütze ich Dich nach und nach. Je nach Deinem persönlichen Bedarf. Denn jeder steht an einem anderen Punkt.

Selbst wenn Du schon unterwegs bist, kannst Du Dich melden. Denn manche Fragen ergeben sich erst on the way.
Von so einem Angebot hast Du noch nie gehört? Siehste mal.

 

Melde Dich doch einfach für ein kostenloses Erstgespräch, darin können wir klären ob und wie wir zusammenarbeiten wollen.

DO THAT TRIP!

Bis ganz bald,

Deine Ute

 

 

 

p.s. Ganz zum Schluss noch etwas ganz Persönliches

Ich sage der Rest ergibt sich und er ergibt sich echt. Ich hatte solche Situationen selbst und habe die Zeit im Ausland genutzt um auf neue Gedanken zu kommen und vor allem das was da rief zuzulassen. Denn es hat einen Grund, dass du an diesem Scheidepunkt bist. Da möchte sich etwas entwickeln. Etwas, dass Du vielleicht gerade noch nicht siehst. Musst Du auch nicht. Ich selbst habe schon abgekämpft, verdreckt und verschwitzt im Dschungel gestanden und Gott gefragt, was er denn nun mit meinem Leben vorhat, dass er mir die Hindernisse schickt, die gerade da waren. Raus kam damals der Schritt in meine Selbständigkeit. Das war schon lange fällig, ich hatte den Wunsch aber ganz lange weggedrückt. Dazu musste ich erst in den Dschungel zum Hiken. Denn nichts macht den Kopf so frei wie ein „Szenewechsel“. So ein richtiger Cut. Der auch mit Angst verbunden ist. Denn was danach kommt, weißt Du ja nicht. Es fügt sich aber immer. Glaube mir. Natürlich macht sich nicht jeder selbständig, denn wir alle haben unterschiedliche Herausforderungen im Leben. Es muss auch nicht immer ein riesiger Cut sein. Manchmal hilft es, einfach nur einen Blick von außen auf die Dinge zu werfen. Du wirst spüren, was für Dich gut ist.

Worum es mir in meinen Trainings geht und was ich für Dich tun kann

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In meinen Artikeln geht es unter anderem um Frauen, die sich von manchen Männern bedrängt oder bedroht fühlen. Dabei geht es mir nicht um Männer-Bashing. Die meisten Männer, denen ich im Business begegne sind großartig und wissen sich zu benehmen. Doch es reicht schon der eine, der keine Kontrolle über seine Homone hat oder die Finger nicht bei sich behalten kann. Von verbalen Übergriffen gar nciht zu sprechen.

 

Die Trainings

In meine Texten und den Trainings geht es um den Umgang mit denjenigen, die weder charmant noch höflich sind. Oder in betrunkenem Zustand die Contenance verlieren.

Und da reicht schon einer, um sich als Frau sehr unwohl zu fühlen. Das kann man alles ignorieren und den Ort verlassen. Nur gelingt das nicht immer. Gerade im Business Umfeld. Oder es kostet sehr viel Kraft und Mut damit umzugehen. Meine Trainings dienen dazu zu lernen, in den genannten Situationen adäquat zu handeln und die Kontrolle zu behalten.

 

Mein Ansatz

Mein Ansatz ist der, dass Du lernst Dich mit Leichtigkeit in der Welt zu bewegen. DassDu weißt, wie du wohlbehalten aus einer brenzligen Situation herauskommst. Das beginnt nicht zuletzt im Kopf. Daher ist es mir so wichtig für diese Themen zu sensibilisieren und Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen.

Mein Ziel ist es, dass es Ddir gut geht und Du Dich auf die wirklich Wichtigen Dinge konzentrieren kannst, wie zum Beispiel Deine schöne Reise oder Dein Business.

Darum geht es.

 

Und klar

Und klar gibt es Frauen, die all diese Themen nicht haben. Weil Erlebnisse an ihnen abprallen wie an Teflon. Die sind aber die Ausnahme. Ich spreche seit vielen Jahren mit sehr vielen Menschen im internationalen Umfeld und fast alle hatten schonmal Sicherheits Issues oder haben sich in der Gegenwart anderer Menschen sehr unwohl oder gar bedroht gefühlt.

Auch Männer. Die haben sich vielleicht über Sicherheit nicht so viele Gedanken gemacht, bis dann etwas passiert ist. Manchmal erzählen mir Kunden auch von ihren Ängsten.

 

Angst ist ein falscher Berater

Mir ist es wichtig Angst zu nehmen. Denn Angst lähmt. Sie führt dazu, dass Du das Hotel in einer fremden Stadt nicht verlässt oder erst gar nicht in das land fährst. Das ist schade. Ein Bewusstsein für Deine Umgebung und Verhaltensmodelle hingegen machen Dich handlungsfähig. Auch darum geht es.

 

Sicherheit beginnt im Kopf

Sicherheit beginnt im Kopf. Bei der eigenen Wahrnehmung und der Überwindung von Ängsten. Diese Fähigkeiten übt man daher sogar in einem guten Nahkampftraining.

Viele meiner Kunden im 1:1 scheuen sich, über ihre Ängste in Gruppentrainings zu reden. Das vestehe ich gut. Denn gerade wenn man eine gewisse Position innehat, hat das Wort „Angst“ dort keinen Platz. Wer Unsicherheit zeigt, wird rausgemobbt. Jeder Mensch hat aber in irgendeinem Bereich Unsicherheiten. Gerade in einem fremden Land. Wie will man auch in einer Umgebung sicher  sein, die man nicht kennt?

 

Gute Vorbereitung ist alles

Auf vieles kannst Du Dich gut vorbereiten. In meinen Augen macht Vorbereitung 80% der Sicherheit aus. Denn die Handlungsmuster, die Wahrnehmungsschulung und der Umgang mit Ängsten und Gefahren sind universell gültig – unabhängig von der Umgebung. Ich zeige Dir wie das geht. In meinen Trainings oder gern eim 1:1. Natürlich braucht man für manche Länder unbedingt lokale Spezialisten um besondere lokale Gefahren und Handlungsmuster zu kennen. Manchmal sogar eigene Fahrer, gepanzerte Fahrzeuge und Bodyguards. Gerne emfehle ichn dazu Spzialisten aus meinem Netzwerk.

 

Allzeit eine gute Zeit,

 

Deine Ute

 

 

 

 

 

Was man auf dem Mannheimer Stadtfest für die eigene Sicherheit lernen kann

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Ich war gestern auf dem Mannheimer Stadtfest. Unfreiwillig, da ich eigentlich nur etwas in der Stadt besorgen wollte. Die Innenstadt war wesentlich voller als sonst. Ein paar Mal wurde ich von mir entgegenkommenden Passanten fast umgerannt, da sie mit ihrer Aufmerksamkeit ganz woanders waren. Oft war der Blick aufs Handy gerichtet oder beim Partner oder irgendwo in Space.

 

Schlafwandeln

Besonders unangenehm wird das für mich dann, wenn jemand wesentlich mehr wiegt als ich. Um den möglicherweise auf mich prallenden Kräften nicht hilflos ausgeliefert zu sein, war ich nun wieder sehr aufmerksam und beeilte mich, die Innenstadt schnellstmöglich zu verlassen.

Manche Leute sind völlig überrascht, wenn sie direkt vor mir stehen und ich dann sage „Bitte schauen Sie nach vorne, in die Richtung in die Sie laufen“. Es ist immer lustig, wenn ich dann mit völlig schlafwandlerischen Blicken angeschaut werde. Das nenne ich das Gegenteil von Umgebungsbewusstsein!

Studienobjekte

Irgendwann drehte ich den Spieß um und setzte mich in ein Café. In eine geschützte Ecke, um nicht von vorbeikommenden Passanten auch da noch angerempelt zu werden. Ich begann zu beobachten wen ich, wäre ich ein Krimineller, bestehlen würde. Es war eine Freude!

Eine Dame telefonierte und steckte ihr Handy danach in die Gesäßtasche. Es stand zur Hälfte heraus. Ein paar andere hatten die Handtasche nur lose über die Armbeuge gehängt oder den Reißverschluss nicht richtig zu. Der Arm war vom Körper abgestreckt und sie war in das Gespräch mit der Freundin vertieft.

Der Beispiele gibt es noch viele mehr

Ich höre so oft „Ich merke, wenn ich beklaut werde“. Ja, irgendwann hinterher. Im besten Fall merkst Du, dass Dich irgendwer anrempelt. Dem schenkst du vermutlich keine weitere Beachtung. Wenn Du und ich klauen, merkt das das potentielle Opfer ganz sicher, da wir uns so plump anstellen. Profi-Diebe üben den geschickten Diebstahl, das darf man nicht vergessen.

Handtaschenriemen

Eine Handtasche ist so schnell abgeschnitten, so schnell kannst Du gar nicht schauen. Da Diebe nicht doof sind, reichen sie das Diebesgut gleich weiter. End of story. Wenn Du mit der Aufmerksamkeit ganz woanders bist, fällt Dir der Diebstahl nicht mal auf. Vielleicht ist es sogar angenehmer, da Du das Gewicht nicht mehr auf der Schulter hast. Unser Geist funktioniert so.

Uhren und Schmuck

Das gleiche gilt für Uhren und Schmuck. Profis können diesen ganz nebenbei vom Handgelenk oder Finger streifen. Daher vielleicht die teure Rolex oder den Diamant-Verlobungsring in Menschenmengen lieber zu Hause lassen.

Be aware! – Augen auf

Wie immer gilt: Wachsamkeit ist der beste Schutz. Angst lähmt nur und macht handlungsunfähig. Zudem nimmt es uns den Spaß am Leben. Das wäre ja Quatsch. Einfach ein bisschen bewusst durch die Welt laufen. Oder, wie ich immer sage: Glotzaugen auf!

Ein paar Vorkehrungen

Halte Deine Tasche eng am Körper und nimm nur die Wertsachen mit, die Du unbedingt brauchst. Ich lasse bei solchen Events mein Portemonnaie mit allen Karten zu Hause und nehme nur so viel Cash mit, wie ich brauche. Das stecke ich in die Innentasche. Ich meide Straßenstände mit viel Gedränge, wo mir beim Zahlen jemand seitlich in die Tasche greife könnte. Will ich dort doch etwas zu Trinken oder zu Essen kaufen, halte ich das Bargeld schon bereit.

Enjoy!

Mit diesen Tipps kannst Du solche Events/ Touristenpromenaden genießen und hast hinterher zu Hause kein böses Erwachen.

Besonders ärgerlich ist es, wenn auf Reisen wichtige Dokumente abhanden kommen. Was Du für den Ernstfall tun kannst erfährst Du in meinem Semianren oder im 1:1 Coaching.

 

In diesem Sinne, allzeit eine gute und sichere Zeit.

 

Deine Ute

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