Interview mit Karen Naumann – Als Expat in den USA

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Getreu dem Motto „Aus der Praxis, für die Praxis“ interviewe ich Personen, die im Ausland gelebt haben oder international tätig sind. Heute im Gespräch Karen Naumann.

 

Kurzbio Karen Naumann

Karen Naumann hat sechs Jahre in den USA gelebt und dort ihren M.A. in Organisationspsychologie, und einen B.S. in Psychologie und B.A. in Kriminologie gemacht. Nach ihren Studien und Erfahrungen u.a. als Karrierecoach beschloss sie, wieder zurück in ihre Heimat Deutschland zu gehen, wo sie ein unerwartet heftiger Kulturschock erwartete. In dieser herausfordernden Zeit begann sie zu schreiben und gründete ihren Blog „Yogilation„. Seitdem wurden ihre Artikel mehrfach in den USA, Kanada und Deutschland online veröffentlicht und sogar von New York Times Bestseller Autoren weiterempfohlen und in einer nationalen U.S. Radio Show erwähnt.

Karen’s Ziel ist es, andere zu inspirieren und zu motivieren und die Bedeutung und Schönheit des Lebens durch positives Denken auch in schwierigen Zeiten hervor zu heben.Heute arbeitet sie in der internen Kommunikation für die DACH Region in einem großen Wirtschaftsprüfungsunternehmen.

Karen Naumann
Karen Naumann

 

Was hat Dich bewogen ins Ausland, respektive die USA, zu ziehen?

Die USA hatte mich schon seit meiner Kindheit fasziniert. Durch Serien und Filme wurde meine Neugier auf das „Land der unbegrenzten Möglichkeiten“ geweckt und während meiner Abitur Zeit wurde dann auch das Fernweh immer größer. Mein damaliger Berufswunsch war Hotelmanagement zu studieren und dafür musste ich mein Englisch aufbessern, da ich damals in der Schule darin nämlich wirklich nicht gut war. Also beschloss ich für sechs Monate an eine internationale Sprachschule in Kalifornien zu gehen.

 

 

Hattest Du Erwartungen an das Land? Falls ja, inwieweit wurden diese erfüllt?

Als ich mit 18 Jahren in die USA ging, waren meine Erwartungen sicherlich noch recht naiv. Das Land selbst kannte ich nur aus dem Fernsehen, vor allem Kalifornien – Hollywood, Los Angeles, Malibu Beach, wo die Schönen und Reichen leben. Vor Ort empfand ich dieses Leben allerdings schnell als oberflächlich und daher entschied ich mich dann für mein Studium zum totalen Kontrastprogramm – North Dakota und Illinois.Eine Erwartung, die sich von Anfang an bestätigte, war der Ruf der USA, das Land der unbegrenzten Möglichkeiten zu sein.

 

Eigentlich wollte ich nur mein Englisch verbessern

Angereist war ich mit dem Wunsch mein Englisch zu verbessern, um später im Hotelmanagement zu arbeiten. Daher kam es zu einem Praktikum im Hilton Hotel direkt am Strand von Santa Barbara. Zeitgleich verfolgte ich einen öffentlichen Strafprozess eines Serienmörders, was mich dazu inspirierte, meinem Interesse für das Profiling nachzugehen. So kam es zu einer unerwarteten, in Amerika aber keinesfalls ungewöhnlichen, Planänderung – einem Kriminologie Studium verbunden mit einem Praktikum bei der Polizei in North Dakota.

 

Dann wurde ich Homecoming Queen

Auch gesellschaftlich und kulturell hatte ich einige richtig tolle Erlebnisse, wie zum Beispiel zur Homecoming Queen im College gekrönt zu werden und auch noch heute auf der ganzen Welt Freunde zu haben, mit denen ich weiterhin in Kontakt bin und mit denen ich auch schon ein Wiedersehen in verschiedenen Teilen der Welt gefeiert habe.
Dies sind nur einige Beispiele meiner außergewöhnlichen Erfahrungen und Möglichkeiten in den USA, wofür ich auch heute noch sehr dankbar bin. Zusammenfassend würde ich daher sagen, dass meine Erwartungen übertroffen wurden.

 

Hattest Du so etwas wie einen Kulturschock? Falls ja, wie hat er sich geäußert? Falls nein, was glaubst Du, hat ihn verhindert?

Kulturschock? Ja, auf jeden Fall. Natürlich kam zuerst die „Honeymoon Phase“, also da wo alles toll, spannend und neu war, aber dann setzte die „kopfeigene Abwehr“ namens Ethnozentrismus ein und ich begann so gut wie alles zu hinterfragen, besser gesagt, zu verurteilen. In den USA wird eben einiges anders gemacht und das soziale Miteinander ist ebenfalls nicht so wie in Deutschland. Dies muss nicht immer besser oder schlechter sein, aber das Vergleichen und „Verurteilen“ einer Kultur die sich von der Eigenen unterscheidet, ist wichtig, denn es hilft uns dabei unsere kulturelle Identität zu finden.

 

Der Rückkehrschock

So einen „typischen“ Kulturschock hat vielleicht jeder schon mal erlebt der im Ausland war, selbst als Urlauber. Was jedoch nicht so oft thematisiert und, meines Erachtens nach, komplett unterschätzt wird, ist der umgekehrte Kulturschock.
Nachdem ich insgesamt sechs Jahre in den USA gelebt hatte, kam ich wieder zurück in die „Service-Wüste Deutschland“ und begann einiges ganz anders zu sehen und kritischer zu betrachten.
Selbst nachdem ich nun schon mehr als 5 Jahre wieder in Deutschland bin, sehe mich eher als „Germarican“, eine Mischung aus German und American, und kann mich nicht wirklich komplett mit der Deutschen Kultur identifizieren.

 

Wie waren Deine Erwartungen an die Rückkehr nach Deutschland?

Ich hatte tatsächlich recht große Erwartungen. Ich dachte, dass es nicht so schwer sein wird in der Berufswelt Fuß zu fassen, denn ich habe ja einiges geschafft und konnte nicht nur drei sehr gute Universitätsabschlüsse vorweisen, sondern auch fließendes Englisch und ein sehr gutes internationales Netzwerk.

 

Inwieweit haben sich diese erfüllt bzw. nicht erfüllt?

Ehrlich gesagt wurde mein (amerikanischer) Optimismus recht schnell etwas getrübt, denn selbst nach ein paar Gesprächen mit tollen Firmen, bekam ich immer wieder die Absage mit der gleichen Aussage: dass mein Profil nicht genau auf die Rollenbeschreibung passen würde. Klar, mein Masterabschluss in Organizational Psychology war damals (2012) noch nicht so bekannt in Deutschland, jedoch gab es noch genug andere Erfahrungen und so genannte „transferable skills“ die ich mit in ein Unternehmen reingebracht hätte, aber der Erfolg blieb aus. Vier Monate lang.
Erst ein Volontariat bei einem internationalen Projekt namens „WorldSkills“ verhalf mir zu einer ersten Festanstellung. Diese war zwar projektbezogen und demnach befristet, aber immerhin ein Anfang um Berufserfahrung zu sammeln und gleichzeitig Englisch sprechen und agieren zu können.

 

Was rätst Du zukünftigen Expats (die in die USA ziehen)

Die Zeit zu genießen, sie so gut es geht zu nutzen und sich auf die amerikanische Gesellschaft einzulassen, jedoch gleichzeitig darauf zu achten, seine europäische Gelassenheit beizubehalten, d.h. sich auch weiterhin Pausen einzugestehen und sich nicht von 80 Stunden Arbeitswochen einnehmen zu lassen.
Das Netzwerken ist der Schlüssel zum Erfolg, vor allem in den USA. Die Amerikaner sind generell sehr hilfsbereit und offen für Vorschläge und Ideen. Das „Can Do“ Attitude fand ich sehr befreiend und motivierend als ich in den USA war. Dies vermisse ich heute schon manchmal in Deutschland.

 

Welche der Erfahrungen, die Du im Ausland gesammelt hast, kommen Dir jetzt besonders zugute?

Das kann man so gar nicht alles auflisten, da die Erfahrung an sich – im Ausland gelebt zu haben – einen Menschen sehr prägt. Es erweitert den eigenen Horizont, man lernt sehr viel über sich selbst und bekommt ein gutes Gefühl für das was man kann und was eben nicht. Es machte mich verständnisvoller, offener für Individualität und vor allem sehr selbstständig.

 

Flexibel, anpassungsfähig und resilient

Als ich im Alter von 18 Jahren in die USA ging, habe ich vorher alles selbst organisiert, genauso wie in den USA selbst. Von College und Grad School Bewerbungen, über die „kleinen Dinge“ wie Wohnungs- und Stromanbietersuche, bis hin zum Umzug zurück nach Deutschland zwischen zwei Kontinenten. Durch mein Leben im Ausland wurde ich sehr flexibel und anpassungsfähig, sowie resilient und stark.

 

Internationales Netzwerk

Neben der englischen Sprache und dem fachspezifischen Wissen meines Studiums habe ich aber besonders eines gelernt: kulturelle Unterschiede zu verstehen und wirklich zu schätzen. Mein Netzwerk ist so wunderbar international und noch heute stehe ich, wie schon oben erwähnt, mit dem Großteil aktiv in Kontakt und lerne immer wieder neue Dinge dazu. Und so etwas ist auf jeden Fall unbezahlbar und kann an keiner Universität der Welt gelehrt werden.

 

Vielen Dank für das Interview

Wenn auch Sie vor der Entscheidung stehen beruflich ins Ausland zu gehen und Unterstützung bei der Entscheidung benötigen, buchen Sie doch einfach ein Auslandscoaching. Vorab lernen wir uns in einem kostenlosen Erstgespräch kennen und sehen ob wir zusammenpassen. Zum Kontakt.

 

Allzeit eine gute Zeit,

 

Ihre Ute Schneider

Die Akzeptanz der Reisesicherheit in Unternehmen – ein Erfahrungsbericht

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Darüber, dass Reisesicherheit wichtig ist, brauchen wir nicht zu reden. Aber wie sieht es mit der Akzeptanz der Maßnahmen in den Unternehmen aus? Hier ein Ausschnitt meiner eigenen Erfahrungen.

 

Generelle Haltung gegenüber Reisesicherheit

Ich bin immer wieder entsetzt, wie lapidar Geschäftsreisen in gefährliche Regionen behandelt werden. Es kommt mir vor, wie das kleine Kind, das sich die Augen zuhält und denkt, es wäre dann unsichtbar. Fragen nach Reisevorbereitung – interkulturell, spezielle Sicherheitsschulungen – werden sehr oft mit „Du bist doch Profi, oder?“ oder „Wir erwarten, dass unsere Mitarbeitern klarkommen“ abgetan. Einmal, auf einer Reise in ein afrikanisches Land mit Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes mit: „Was sagt dein Gefühl?“ Ok, ich muss zugeben, dass ich eine sehr feine Intuition habe und diese sagte „go“. Lief dann auch alles gut. Aber was, wenn nicht? Einen Krisenplan hätte es da sicher nicht gegeben.

 

Laxer Umgang mit Reisesicherheit

Selbst Unternehmen, deren Mitarbeiter schon in bedrohliche Situationen gerieten, gehen mit dem Thema recht lax um Der Vorfall wurde dann auf Nachfragen mit „War keiner von uns, war einer unserer Subs“ abgetan. Was ich angesichts der Tatsache, dass der Mann entführt und ermordet wurde, ziemlich krass finde. Da wie gesagt oft „erwartet“ wird, „dass man klarkommt“ nehmen viele Geschäftsreisende Risikoländer auch selbst auf die leichte Schulter und reagieren auf Nachfrage, was das Unternehmen im Ernstfall tun wird, belustigt. „Die vergessen meinen Namen“. Das zeugt zwar von schwarzem Humor, dem ich prinzipiell sehr zugetan bin, stimmt mich angesichts der Haltung der Unternehmen „unsere Mitarbeiter sind unser höchstes Gut“ doch sehr nachdenklich.

 

Für Schutz vor Erkältungen belächelt werden

Die meisten Krankheiten holen sich Reisende in sehr unterkühlten Flugzeugen, Restaurants und Hotels in denen die Klimaanlage auf Eiszeit eingestellt ist. Eine Erkältung, wenn nicht sogar Grippe ist da fast vorprogrammiert. Ich habe mir angewöhnt, immer mit einer dünnen Daunenweste zu reisen. Sie lässt sich klein zusammenfalten und passt so auch in das Seitenfach einer Laptoptasche. Dafür wurde ich von mitreisenden Kollegen nicht nur einmal belächelt. Bis zu dem Zeitpunkt, an dem sie die Erkältung hatten und ich nicht.

 

Umgang mit Seuchen

Als ich nach Madagaskar flog und die Frage nach Reiseversicherung und der aktuell mal wieder in Madagaskar grassierenden Pest stellte sangen meine Kollegen „Wir lagen vor Madagaskar…“. Das wars dann auch schon zum Thema.
Reiseapotheke? – ich werde nie krank
Die meisten Reisenden, die ich kenne, haben keine Medikamente dabei und sagen, dass sie nicht krank werden, oder dann eben zum Arzt gehen. Selbst in UK ist es nicht immer leicht, einen Arzt zu sehen, wenn man krank ist. Daher reise ich wirklich immer mit einer gut ausgestatteten Reiseapotheke. Diese beinhaltet auch Hausmittel. Werde ich für diese Dinge belächelt? Na logo! Erst wenn Kollegen dann durch extreme Situationen mal sehr gestresst waren, eine Erkältung sich anbahnte oder eine kleine Wunde sich entzündet hatte, sie durch die Fahrt im Taxi ein schmerzendes Ohr oder nach zu viel Essen, Alkohol, Reise Magenprobleme und dann in den Genuss der Apotheke oder des Drückens eines Akupressur-Punktes kamen, hörte das Lästern auf.

 

Vorsicht beim Essen – La Debutante

Ich bin ein sehr vorsichtiger Esser auf Reisen. Im Ausland verzichte ich nach Möglichkeit auf Fleisch, Fisch, Eis und frisches Obst oder Salat. Auch dafür wurde ich schon belächelt und von einheimischen Geschäftspartner in Afrika als „La Debutante“ bezeichnet. Aber hey, frisch gezapfte Kamelmilch aus nicht ganz so frischen Gläsern und vermutlich gewonnen mit auch nicht frisch gewaschenen Händen – da ist die Diarrhöe vorprogrammiert. In dem Fall erwiderte ich, ob sie auf der Fahrt durch die Wüste irgendwo einen Strauch gesehen hätten, hinter den ich mich zur Not setzen könnte. Hatten sie nicht, das leuchtete ihnen dann ein. Bei eng getakteten Plänen im Business und langen Flügen kann man sich Krankheit einfach nicht leisten. Dann lieber Debutante genannt werden.

 

Hygienetücher?

Mein Motto: Reise niemals ohne Feuchttücher. Saubere Hände sind ein Must auf Reisen. Die meisten Infektionen werden hand to mouth übertragen! Nicht immer hat man sauberes Wasser, saubere Seife oder Handtücher zur Verfügung. Feuchttücher sind da eine gute Alternative. Selbst der ein oder andere Geschäftspartner hat sich schon gefreut, in den Genuss zu kommen. Danach hörte das Lästern, was ich eigentlich noch alles dabei hätte, auf.

 

Verlasse Dich auf Dich selbst!

In einem kleinen Hotel in England wurde ich mal von einem zu dem Zeitpunkt stark alkoholisierten Mann belästigt, mit dem ich mich mittags vor dem Hotel unterhalten hatte, als ich auf meinen Kollegen wartete. Der Mann hatte sich abends zu uns gesellt und wurde mit steigendem Alkohollevel immer anhänglicher. Mein Kollege reagierte gar nicht sondern warf mir noch vor „Wieso hast Du auch mit ihm geredet? Selbst schuld“. Bevor das ganze eskalierte, bin ich auf mein Zimmer gegangen. Leider gab es weder einen Fernseher noch hatte ich ein Buch. Der Kollege trank die halbe Nacht mit dem anderen Gast weiter, der wohl recht penetrant nach meiner Zimmernummer fragte. Für genau diesen Fall hatte ich von Innen alles verriegelt und auch noch einen Stuhl unter den Türgriff gelehnt. Türstopper mitzuführen macht also wirklich Sinn.

 

Und genau deswegen biete ich Reisesicherheitstraining für Frauen an. Es geht um Sensibilisierung für Gefahren und auch ein Bewusstsein, wann man als Frau einfach selbst handeln muss. Schluss mit „freundlich freundlich“ und der Liebmädchenfalle.

 

Ein paar schöne Momente

Ich schließe mit ein paar schönen Momenten. Das sind die, in denen die Teilnehmer meiner Seminare sehr viele Impulse mitnehmen. Selbst die Vielgereisten. Die bei der Reisestelle nach Versicherungen fragen, sich um ein spezialisiertes Entführungstraining kümmern, ihren Impfstatus auffrischen, beim nächsten Trip einen Fahrer buchen, eine angemessene Reiseapotheke mitführen und innerhalb der Familie Vollmachten für den Ernstfall regeln. Um nur einige zu nennen. Etwas, an das die wenigsten denken. Diese Stories machen mich froh und zeigen mir, dass es richtig ist, was ich tue.

 

Ach ja…

Ach ja, 100-prozentige Sicherheit wird es nie geben. Man kann nicht an alles denken. Dazu ist die Welt zu komplex. Nur das Leben der „Globalen Nomaden“ scheint eine einzige happy shiny Instagram Party. Dennoch bietet gute Vorbereitung bereits 80% Schutz vor möglichen Gefahren. Gerne berate ich Sie in einem Erstgespräch.

 

Stay tuned!

Ihre Ute Schneider

Von Männern und Frauen im Business

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Heute widme ich mich dem Thema Männer und Frauen im Business. Denn ich habe das Gefühl, dass die #METOO Kampagne zwar endlich ein paar Themen an die Öffentlichkeit gebracht, ansonsten aber zu sehr viel Verunsicherung geführt hat.

Es ist ja so: Nicht nur Männer schauen gerne einen attraktiven Menschen an. Auch wir Frauen sind ja durchaus sexuelle Wesen. Mit dem Unterschied, dass sich Frauen seltener an ihren Assistenten vergreifen.

 

Der türkische Frisör – ein Beispiel

Als ich noch in Wiesbaden lebte, ging ich zu einem türkischen Friseur. Zum einen schnitt er gut Haare und zum anderen behandelte er mich wie eine Prinzessin. Es gab immer einen Tee, ein Kompliment und er sagte ganz oft „aber gerne, mein Schatz“. Und das Ganze ohne aufdringlich zu wirken. Der Ton macht die Musik. Der wollte auch nix von mir. Er war einfach nur charmant. Manchmal klopfte er an die Scheibe und winkte, wenn ich vorbeilief. Das war stets unaufdringlich.

 

Männer und Frauen

Ich oute mich hier jetzt einfach mal. Besonders auf langweiligen Konferenzen habe auch ich schon den einen oder anderen langweiligen aber sexy Redner vor meinem geistigen Auge entkleidet. Er war ja weit genug weg. Dabei blieb es dann, man weiß ja was sich gehört und auch der Ruf leidet ja sonst schnell. Tun wir also mal alle nicht so heilig.

 

Ein feiner Flirt in Ehren

Ein feiner Flirt sollte die Parteien nicht gleich auf die Anklagebank bringen. Fein, wohlgemerkt. Das bedarf ein bisschen Fingerspitzengefühl. Achten Sie daher auf die Mimik Ihres Gegenübers – egal ob Mann oder Frau. Man muss kein Paul Ekman sein um zu erkennen, was beim Gegenüber abgeht. Wer das nicht glaubt schaue „First Dates“ da kann man das sehr plakativ sehen. Verzieht Ihr Gegenüber das Gesicht? Dann kam der Flirt nicht gut an. Bleiben Sie dann sachlich oder entschuldigen sich gar.

 

Eine Anekdote

Ich erinnere mich an eine Szene auf einer Industriemesse, als mich ein total schicker Italiener mit blauen Schlangenlederschuhen – nur Italiener können sowas ungestraft tragen – wild anflirtete. Bei jedem andern hätte das vermutlich plump gewirkt. Er hingegen brachte mich ein bisschen aus der Fassung. Passiert ja eher selten.

 

Das Schlimme an der Geschichte

Das Schlimme an der Geschichte war nur, dass ein Kollege das völlig belustigt aus einer Ecke des Messestandes beobachtete und mir hinterher mit Freude aufs Brot schmierte. Das war mir dann schon ein bisschen peinlich.
Den Italiener habe ich natürlich nicht wiedergesehen. Mit ihm war nur die Lust am wilden Flirten durchgegangen. So hatte er seinen Spaß und mein Messetag wurde auch aufgelockert.

 

Was will ich damit sagen?

Dass #METOO zwar zum Glück auf Missstände und sexuelle Übergriffe gegenüber Frauen aufmerksam gemacht hat. Dass wir uns aber auch wieder ein bisschen annähern müssen. Denn Männer und Frauen werden immer Flirten. Das liegt in der Natur der Sache. Auch im Business. Es ist schade, wenn Männer sich nicht mehr trauen Komplimente zu machen, aus Angst sofort wegen sexueller Belästigung angezeigt zu werden. Das bietet keine Sicherheit sondern macht das Miteinander verkrampft.

 

Aber eben nicht plump

Aber eben nicht plump. Plump sind eindeutige Anmachen. Erst die Tage zog jemand im Gespräch die Parallele meines Vornamens zu Beate Uhse. Ute/ Uhse… Wirklich verstanden habe ich es nicht. Wobei ich Beate Uhse als Pionierin großartig finde. Es fühlte sich in dem Fall jedoch eklig an und von weiteren Gesprächen mit dieser Person möchte ich absehen. Zweites Beispiel: Ein nicht gepflegter und zudem verheirateter Kollege aus einer anderen Niederlassung bot mir mal süffisant grinsend bei einer Hotelüberbuchung einen Platz in seinem Bett an. Sowas ist nicht geflirtet. Sowas ist einfach nur ekelhaft. Mein Gesicht spricht in solchen Fällen Bände. Das dann mit einem „Ihr Deutschen müsst lernen, Liebe und Sex zu unterscheiden“ zu quittieren, ist einfach nur deplatziert und zeugt von überzogenem Selbstbewusstsein.

 

Noch ein Tipp an alle Frauen

Ein Tipp an alle Frauen, denen so etwas passiert: Die schlechten Energien danach ganz physisch abduschen hilft wirklich! Es gibt noch jede Menge mentale Techniken die Sie auch in Gegenwart einer unangenehmen Person anwenden können, das würde aber hier den Rahmen sprengen. Bei Interesse melden Sie sich gerne.

 

An alle Männer

In der Regel sieht man einer Frau an, dass sie gleich duschen geht. Wenn das der Fall ist, ging Ihre Flirt-Strategie nicht auf. Wenn Sie da nicht so versiert sind und mittlerweile durch #METOO und eigene Erfahrungen völlig verunsichert, rufen Sie mich an. Ich berate Sie gerne im 1:1. Denn ich kann auch die Verunsicherung der Männer nachvollziehen.

 

Dürfen Männer noch Komplimente machen?

Viele Männer haben mittlerweile Angst, einer Frau auch nur ein Kompliment zu machen. Aus Angst, wegen „Sexual Harrassment“ angeklagt zu werden. Ich freue mich nach wie vor über ein ernstgemeintes Kompliment ohne schmierigen Hintergedanken. Was nicht geht ist „Sie sehen heute aber gut aus“ gepaart mit einem süffisanten Blick von oben nach unten. Ansonsten ist es schwierig nicht auf ein sehr auslandendes, wenig verpacktes Dekolletee zu schauen. Da schaut man ja fast zwangsläufig hin. Auch als Frau.

 

Die Frage ist nur

Die Frage mit dem Dekolletee ist nur: bleibt der Blick dort haften oder enden Sie sich auch wieder dem Gesicht zu. Auch wichtig ist,  welche Gedanken haben Sie dabei. Diese Gedanken sind für Ihr Gegenüber spürbar. Vergessen Sie das nicht! In meinen Seminaren mache ich dazu ein paar Übungen. Die Teilnehmer sind immer völlig überrascht WIE SEHR sich die Gedanken im Außen zeigen.

 

Kollateralschäden

Ich glaube, ein Kollateralschaden der #METOO Kampagne sind völlig verunsicherte Männer. Meist die, die auch vorher nichts Böses im Schilde führten und es auch jetzt nicht tun. Mit ihnen habe ich wirklich Mitgefühl. Die anderen machen sowieso munter weiter wie bisher und müssen von Frauen deutlicher in die Schranken gewiesen werden. Mehr dazu in meinen Artikeln zur Liebmädchenfalle, Mut etc.

 

Wir müssen wieder flirten dürfen!

Wir müssen wieder flirten dürfen. Einfach flirten. Dies ist kein Plädoyer fürs Fremdgehen. Nur flirten. Wie das Männer und Frauen eben manchmal tun. Einander anlächeln und auch mal ein Kompliment machen. Flirten halt. Macht das Leben doch netter, oder?

 

War mir einfach mal wichtig zu erwähnen und ich bin mir bewußt, dass solche Themen sehr hitzige Diskussionen auslösen können. Ich freue mich über Ihre respektvolle Meinung zum Thema.

 

Danke fürs Lesen.
Danke fürs Teilen.

Ihre Ute Schneider

 

 

Wenn Frauen gerne ganz anders reagieren würden, sich aber nicht trauen

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Frauen geraten hin und wieder in Situationen, in denen es angebracht ist, ganz klar und deutlich Stellung zu beziehen. Nur leider schweigen dann viele und reagieren gar nicht. Lächeln nur liebmädchenhaft. Um sich hinterher über sich selbst zu ärgern. Die gute Nachricht: Situationsgerechtes Handeln lässt sich erlernen.

 

Hier ein paar Beispiele

 

Stell Dir vor; Dein Sitznachbar im Flugzeug hat nicht nur Deine Armlehne okkupiert, sondern sitzt auch noch mit weit gespreizten Beinen neben Dir.

Was tust Du?

 

Stell Dir vor, in einem kleinen Hotel hat ein betrunkener Mann Gefallen an Dir gefunden und kommt Dir empfindlich nahe.

Was tust Du?

 

Vielleicht tust Du, was die meisten Frauen tun:

Du erträgst es mit verdrehten Augen – und so ein Flug kann echt lang werden.

Du stehst da und lächelst und hoffst, dass Dir jemand zur Seite steht.

Der Großteil der Frauen würde so reagieren.

Bei Dir ist es anders? Prima. Warst Du in Deiner Antwort wirklich ehrlich zu Dir selbst?

 

Geht es Dir auch so

 

  • Dass Du viel zu oft lieb und nett bist, obwohl Du Dich hättest ganz klar positionieren wollen?
  • Du wolltest Deine Meinung sagen, ein klares Stop-Signal setzen. Doch Du traust Dich nicht, deutlich zu sagen, was Dich stört?
  • Weil Du Angst hast vor Ärger oder dass Du als „zickig“, „zu aggressiv“ oder „kratzbürstig“ bezeichnet wirst?
  • Dass sich jemand von Dir abwendet und auf immer und ewig beleidigt ist, weil Du nicht „lieb genug“ warst?
  • Dass du lächelst, wenn Du Dich eigentlich aufregen und Deinem Ärger Luft machen solltest?
  • Oder aberDu versuchst ärgerlich zu werden und der andere wird aggressiv, weil Du so einen giftigen Ton in der Stimme hast?
  • Dass Du keine Grenzen setzen kannst, selbst wenn Dein Gegenüber Dir körperlich oder verbal zu nahe kommt?

 

Kennst Du?

Also ich kenne das zur Genüge und war es irgendwann leid. Ich habe gehandelt – und handle – mit allen Konsequenzen jedesmal aufs Neue. Das ist nicht immer bequem, aber es ist konsequent und ich stehe zu mir. Das Bild zeigt eine harmlose Szene aus einem Krav Maga Seminar. Da war Lächeln erlaubt. Denn darum geht es mir in meinen Artikeln, Seminaren und Coachings: Eigenverantwortung übernehmen und zu sich selbst stehen. Mit allen Konsequenzen.

 

Du hast jetzt zwei Optionen

 

Option 1

Du kannst Dich ewig über Dich selbst ärgern und Deinen Eltern die Schuld geben – weil sie Dir diesen Mist anerzogen haben.
Kannste machen, bringt Dir aber nicht viel und selbst wenn sich Deine Eltern nun vor Schuldgefühlen selbst zerfleischen hast Du immer noch nichts gewonnen.

Option 2

Du kannst etwas dagegen tun.
Auf dem Bild lächle ich, da mir mein Gegenüber (Michel Linnak, The Farm)  ja nichts tut. Alles ganz gechillt.
Aber was wenn nicht?

Wäre das ein wirklicher Ernstfall würde ich dort schon lange nicht mehr stehen, beziehungsweise hätte die Situation von vornherein vermieden.

 

UND GENAU DAS LERNST DU IN MEINEN REISE-SICHERHEITS-SEMINAREN FÜR FRAUEN

 

Neben den typischen Themen wie Verhalten in Hotel, Flughafen, auf der Straße und generelle Vorbereitung gibt es noch die für Frauen so wichtigen Themen:

 

  1. Deine eigenen Gefühle wahr- und vor allem ernstnehmen
  2. Wie Du die „Liebmädchenfalle“ verlassen und Dich situationsgerecht verhalten kannst
  3. Wie Du deutliche Grenzen setzt, ohne Dich schlecht zu fühlen
  4. Wie Du brenzlige Situationen frühzeitig erkennst und somit Gefahren vermeidest
  5. Wie Deine innere Haltung Deine äußere Ausstrahlung beeinflusst und wie Du das für Deine Sicherheit nutzen kannst
  6. Wie Du auch in stressigen Situationen einen kühlen Kopf bewahrst
  7. Wie Du Deine Intuition als super Sicherheitsradar nutzt
  8. Und vieles mehr
  9. Ausgenommen Nahkampf- und Selbstverteidigungstechniken

 

Denn es ist ja so

 

Denn nicht immer geht Gefahr durch Kriminelle auf der Straße aus. Manchmal ist es auch ein Betrunkener im Hotel der Dich vollquatscht oder Dein Sitznachbar im Flugzeug, der mit weit gespreizten Beinen neben Dir sitzt. Sowas ist nicht tödlich, aber sau-unangenehm.

Wenn Dir das alles bekannt vorkommt und Du endlich etwas verändern möchtest, dann sei dabei vom 17.09 bis 21.09. in Marrakesch.

Vorab wird es noch ein Webinar zur Vorbereitung auf Marokko und für Deine Fragen geben.
Weitere Info unter diesem Link.

 

Allzeit eine gute Zeit,

Deine Ute

Was die kleinen Akte des Mutes im Alltag mit Reisesicherheit zu tun haben

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Geht es Ihnen auch so, dass Sie manchmal die kleinen Dinge im Alltag sehr viel Mut kosten? Dass es Sie völlig aus der Ruhe bringt, wenn Sie jemand Fremdes ansprechen sollen? Um nach dem Weg zu fragen, oder um Hilfe zu bitten? Die gute Nachricht: Mut im Alltag kann man lernen.

 

Ein Beispiel

Neulich war ich zu einem Workshop in Salzburg. Im Anschluss daran machten wir in der Gruppe einen Ausflug an einen See. Weit und breit keine Toilette. Das Restaurant am See hatte noch nicht geöffnet. Ein Kellner stand im Garten und deckte die Tische. Komm, wir fragen mal höflich, ob wir ihre Toilette benutzen dürfen. „Also ich trau mich nicht“, sagte eine der Teilnehmerinnen. „Mach das Du, Du bist doch hier die Frau für die Sicherheitstrainings“.

Mir macht es in der Tat nichts aus, fremde Menschen anzusprechen. Ich habe das Jahrzehntelang geübt. Man kann das – auch als eher introvertierter Mensch – lernen. Wie Muskeltraining. Hilfreich dabei sind ein paar mentale Tricks, die ich in meinen Seminaren näher behandle.

 

Was ist das größere Übel, Aufgeben oder Mut beweisen?

Die Szene machte mir bewusst, wie schwer das für manche Menschen ist und dass sie lieber die Komplikation einer vollen Blase in Kauf nehmen, als mit einem Fremden zu sprechen. Der Kellner in dieser Szene freute sich sogar höflich angesprochen zu werden und die Toilettennutzung wurde uns selbstverständlich gestattet.

Das ist jetzt keine lebensbedrohliche Situation. Aber was tust Du, wenn es wirklich mal kritisch wird?

 

Das Gruppenphänomen

Ein sehr merkwürdiges Phänomen der menschlichen Psyche ist, dass wir in einer Gruppe untertauchen. Typisches Beispiel: Jemand wird überfallen, eine Gruppe von Passanten schaut zu, aber keiner greift ein. Die Mechanismen, warum das so ist, sollen hier nicht näher erläutert werden.

Der Tipp für Opfer solche Fälle in der einschlägigen Literatur: Suchen Sie sich als Opfer eine Person unter den Umstehenden aus und sprechen Sie sie direkt an „Sie in der gelben Jacke, bitte helfen Sie mir“. Haben Sie Mut!

Nur, wenn das schon bei so einfachen Dingen wie der Toilettennutzung nicht klappt, wie sieht es dann erst in Situationen aus, in denen der Helfer in eine brenzlige Situation hineingezogen wird? In der möglicherweise sein eigenes Leben bedroht wird? Das ist ja noch schwieriger.

 

Und jetzt?

Jetzt haben wir zwei Möglichkeiten: wir können tolle Workshops mit Stuhlkreis veranstalten, in denen wir diskutieren warum die Welt so ist und Menschen so ticken. ODER: jeder kann in einem kleinen Bereich nach Lösungen schauen – bei sich selbst.

Ich bin ein Freund des praktischen Ansatzes. Auch bei Mut. Daher biete ich in meinen Seminaren zu Reisesicherheit für Frauen einen Part an, in dem wir üben, mit wildfremden Menschen zu sprechen. In Alltagssituationen. Denn nur so wird dieser Muskel trainiert. Wie im Kampfsport. Nur trainierte Reflexe können im Ernstfall abgerufen werden.

 

Nicht alles ist lebensbedrohlich und erfordert dennoch Mut

Es geht ja nicht immer gleich um lebensbedrohliche Situationen. Bei dem Wort Reisesicherheit haben viele gleich Horrorszenarien im Kopf. Manchmal sind es ja nur so die „kleinen Unwägbarkeiten“, die es zu umschiffen gilt.

Ein weiteres Beispiel

Geschäftstermin in Kassel. Es war Winter, unglaublich kalt und schneite sehr stark. Aus irgendwelchen Gründen hatte ich ein getimtes Ticket gekauft. Der Termin dauerte länger, der Fahrkartenschalter war schon zu, also beschloss ich im Zug nachzuzahlen. Schaffner direkt aufgesucht. Alles kein Problem.

Womit ich nicht gerechnet hatte war, dass das Gerät der Bahn anscheinend keine EC-Karten nimmt. Meine Kreditkarte hatte ich nicht dabei und zum cash zahlen fehlten 15 Euro. Ich weiß jetzt nicht wirklich, wie dadiesbezüglich meine Rechte als Kunde bei der deutschen Bahn sind. Jedenfalls legte der Bahnangestellte mir nahe, an der nächsten Station auszusteigen und von dort mit einer Bummelbahn weiterzufahren. Die könne ich mit dem aktuellen Ticket nehmen. Führe aber erst in einer Stunde und würde auch länger dauern.

Ich glaub‘ es hackt!

 

Komfort ist das A und O

9 von 10 Frauen wären ausgestiegen, vermutlich auch 7 von 10 Männern. Vielleicht hätten sie einen Freund gerufen, überlegt, wer sie mitten in der Nacht hier abholen könnte.

Wie gesagt, es war spät, ich war müde und draußen war es richtig kalt. Never change a running train! Das war nicht lebensbedrohlich, hätte mein Leben in dem Moment aber ausgesprochen ungemütlich gemacht. Ich schätze Komfort sehr. Plan B musste her.

Mit Bahnangestellten zu diskutieren bringt ja nix. Ich suchte nach Plan B. Da stand so ein netter Herr in Lodenjacke. „Entschuldigung, hatten Sie heute schon eine gute Tat?“. Ne, wieso? Ich schilderte ihm mein Problem. Ich glaube, im Anzug sehe ich recht seriös aus. Jedenfalls übernahm der den Aufschlag. Ich gab ihm meine Visitenkarte und habe das Geld selbstverständlich sofort am nächsten Tag überwiesen. „Die Geschichte muss ich morgen in der Firma erzählen. Das glaubt mir keiner“, sagte er zum Abschied. So hatte er auch noch was davon.

 

Manchmal muss man ungewöhnliche Wege gehen

Dieses Beispiel soll zeigen, dass man manchmal einfach nur Mut braucht ungewöhnliche Wege zu gehen. Ein Nein hat man ja schon. Ein Ja kann an immer bekommen. Aber ich weiß, wir alle haben gehört „Was ein Erwachsener – in dem Fall repräsentiert durch den Bahnangestellten – sagt, musst Du befolgen“/ „Belästige niemanden“. Oder was auch immer. Sie wissen wovon ich rede. Solche Sätze prägen unser aller Denken und Handeln.

 

Wer hat gesagt, dass es leicht ist?

Ist das immer leicht umzusetzen? Natürlich nicht. Aber genau deswegen ist das praktische Üben so eine wichtige Komponente in meinen Seminaren. Es geht darin auch immer um Mut und innere Haltung und ganz praktische Umsetzung.

Das nächste offene Seminar findet vom 17. Bis 21.09. in Marrakesch statt. Info unter Angebote. Ansonsten gerne 1:1 oder Inhouse.

 

Mut tut gut!

Ihre Ute Schneider

Wer hat Angst vorm schwarzen Mann? Angst ist ein schlechter Berater

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Wie ich immer betone lebt Sicherheit von praktischer Erfahrung. Daher ist auch mein Motto: aus der Praxis für die Praxis. So sind meine Trainings und Seminare immer sehr praxisorientiert. Natürlich setze ich mich dabei auch mit Theorie auseinander. Zum Beispiel dem Umgang mit Ängsten.

Und bevor sich jemand echauffiert..

Und bevor sich irgendjemand über die non-pc-Haftigkeit der Headline echauffiert: ich habe sie mit Absicht so plakativ gewählt. Denn die Angst vor dem anderen und Unbekannten, dem „Schwarzen Mann“ ist es ja, was in den Köpfen spukt. Das ist unabhängig von der Hautfarbe. Seit ich mein Reisesicherheits-Seminar in Marrakesch anbiete höre ich lauter irrationale Horrorgeschichten von etwaigen Gefahren dort. Das veranlasste mich zu diesem Artikel.

Kleine Anekdote

Der erste „Schwarzer Mann“, den ich bewusst wahrnahm, lebte in einem hessischen Dorf, in dem ich die Ferien im Haus meiner Großeltern verbrachte. Zur immer gleichen Zeit fuhr er mit dem Rad zur Arbeit. Er hatte nur einen Arm und ein sehr freundliches Lächeln. Komisch, was man sich als Kind so alles einprägt. Ich weiß noch, dass ich kaum über die Balkonbrüstung im ersten Stock reichte, mich aber immer so freute zu schauen, wenn er vorbeifuhr. Denn er winkte uns Kindern immer. Ich mochte freundliche Menschen schon immer. Der Blick über den Tellerrand – respektive die Balkonbrüstung – kann sehr hilfreich sein, um die Sicht auf die Welt zu prägen. Mir ist es von jeher wurscht wo Menschen herkommen, so lange sie freundlich sind.

Farbenfrohe Panik

Neulich unterhielt ich mich mit einer Kommunikations-Trainerin über mein Reisesicherheits-Seminar in Marrakesch. Sie sagte: die Frauen haben Angst dorthin zu fahren. Die finden es dort gefährlich.
Ich schaute sie ziemlich entgeistert an. Wie, Marrakesch gefährlich? Ich war dort so oft, dass es mir fast wie mein Wohnzimmer vorkommt. Aber ich bin ja auch nicht mein Kunde.

Denn genau um Ängste vor Reisen zu nehmen, mache ich das Seminar ja ausgerechnet in Nordafrika. Was man kennt ist nicht mehr fremd. So einfach. Man kann dort Reisesicherheits-Themen in anderer Kultur und fremder Umgebung üben, ohne sich wirklich in Gefahr zu begeben. Dann würde ich nach Sao Paolo gehen und durch die Favelas laufen.

Angst ist ein schlechter Berater

Angst ist ein schlechter Berater. Also Angst, geschürt durch Horrorgeschichten von Nichtwissenden, die noch nie irgendwo waren außer seit 20 Jahren auf dem immer gleichen Campingplatz in Italien. Gewürzt mit ein bisschen Kölner Domplatte. Was die Geschehnisse dort nicht verharmlosen soll. Aber lassen wir die Kirche doch mal im Dorf.

Ich würde meine Kunden – und mich selbst – nie in Gefahr bringen. Es geht darum GUT INFORMIERT aber OHNE ANGST in die Welt zu reisen. Wenn man das will, natürlich nur.

Kalkulierbare Risiken einschätzen lernen

Angst wird dadurch genommen, dass man lernt, die kalkulierbaren Risiken einzuschätzen. Nicht nur einschätzen, sondern dementsprechend zu handeln.

Was bedeutet das in der Praxis

Das bedeutet, sich entsprechend zu informieren. Zum Beispiel die Seite des Auswärtigen Amtes zu konsultieren. Als erste Anlaufstelle. Gibt es dort eine Reisewarnung, sollte man sich ein anderes Zielland aussuchen. Es sei denn, der Trip ist aus Unternehmens-internen Gründen nicht vermeidbar. Kommt ja vor.

Auch möchte ich im Marrakesch Seminar keine Teilnehmerin im sexy Trägertop durch die Stadt laufen sehen. Auch wenn sie dafür vermutlich keine Konsequenzen befürchten muss, finde ich, dass das etwas ist, das man in einem muslimisch geprägten Land, egal wie modern der aktuelle König auch sein mag, nicht tun sollte. Aus Respekt vor der Kultur und auch, um niemanden zu provozieren.

Natürlich gibt es Länder oder Städte, die man meiden sollte. Oder Plätze. Der Alexander Platz gilt ja mittlerweile als der gefährlichste Ort Deutschlands. Nigeria, Syrien und Afghanistan – um nur ein paar zu nennen – würde ich zurzeit auch nicht bereisen.

Augen und Ohren aufmachen

Ansonsten AUGEN UND OHREN AUFMACHEN. Ständig. Auch hier. Dann bekommt man mit, was um einen herum vor sich geht. Und sei es nur um zu vermeiden, dass man aufs Handy schauend gegen einen Laternenmast oder vor ein Auto läuft.

Mit Musik im Ohr im dunklen Park Joggen zu gehen war übrigens schon immer gefährlich.

UND KLAR

Klar, 100% ige Sicherheit gibt es nie und wird es auch nie geben. Nicht mal zu Hause. Sie können auf dem Badvorleger ausrutschen und sich den Hals brechen.

Aber nur, wenn man weiß worauf man achten muss, kann man es sehen. Wer das nicht glaubt schaue sich „The Gorilla Illusion“ auf Youtube an. Das Video beschreibt dieses Phänomen sehr gut.

Hier ein paar einfache Sicherheitstipps

– Befassen Sie sich vor jeder Reise mit der Kultur des Landes
– Schauen Sie auf den entsprechende Lände- Seite des Auswärtigen Amtes
– Haben Sie ein Erste Hilfe Kit dabei
– Halten Sie sich körperlich fit und schlafen ausreichen um stets wach und konzentriert zu sein
– In der Öffentlichkeit Finger weg vom Handy

 

Das Reisesicherheits-Seminar in Marrakesch findet vom 17. bis 21. September statt. Mehr Info hier

 

 

See you in Marrakesch 😊

Deine Ute

Warum ich tue, was ich tue – Ute Schneider International

with Keine Kommentare

Wie kommt man dazu, sich mit Reisesicherheit zu beschäftigen? Eine sicherlich berechtigte Frage.
Das „ausgerechnet als Frau“ höre ich oft und dann auch „weder aus dem Militär noch der Polizei. Tststs“.. Dazu kann ich nur sagen: GERADE als Frau und militärische Laufbahn ist für viele Sicherheits-Aspekte auch nicht das Allheilmittel.

 

Da kamen sicher einige Faktoren zusammen

 

1. Aufgewachsen in der Ära der RAF. Die Hanns Martin Schleyer Entführung hat mich damals sehr bewegt

2. Ich stamme aus einer Unternehmerfamilie. Zu schauen, wem ich wirklich trauen kann ore wer nur auf seinen  eigenen Vorteil aus ist, war daher schon immer ein thema für mich

3. Mein Leben war immer international. Ich hörte von kleinauf viele Stories ganz realer Gefahren und wurde schon früh dafür sensibilisiert

4. Der Unfall-Tod meiner Kindergartenfreundin mit 4 Jahren

5. Eine gefährliche Situation, aus der ich nur durch Ruhebewahren heil herausgekommen bin. Seitdem rieche ich manipulative Muster 10 km gegen den Wind

6. Das Entsetzen darüber, wie sehr Sicherheit in Unternehmen mit Füßen getreten wird

7. Leidenschaftliches Interesse an Reise-Sicherheitsthemen

8. Auseinandersetzung mit dem Vorgehen der „Bad Guys“. Social Engineering ist ein sehr weites Feld

9. Und einiges mehr

 

Zu Punkt 1

Natürlich durfte ich mit 4 Jahren noch keine Nachrichten schauen. Irgendwie bekam ich die Bilder der Entführung trotzdem mit. Die politsichen Zusammenhänge verstand ich natürlich noch nicht, machte mir jedoch schon Gedanken warum Menschen andere Entführen und was da passiert. Im Rahmen meiner damaligen Möglichkeiten. Die Auseinandersetzung mit dem Thema wurde dann mit zunehmendem Alter differenzierter.

 

Zu Punkt 4

Meine Kindergartenfreundin wurde von einem Auto überfahren und noch 30 Meter mitgeschleift. Das hat jetzt nicht direkt etwas mit Reisesicherheit zu tun. Aber das hat mich schon sehr früh mit dem Tod konfrontiert und damit, was passiert, wenn man Gefahren nicht richtig einschätzen kann. So wie ein Kind, das einem Ball auf die Straße nachläuft.

 

Das ist auf Erwachsene übertragbar

Viele im internationalen Business Tätige laufen oft auch einem Ball auf die Straße hinterher. Im übertragenen Sinne. Nämlich ignorant für mögliche Gefahren und ohne das nötige Bewusstsein um Situationen richtig einschätzen zu können. So wie das Kind, das das heraneilende Auto nicht als Gefahr erkennt und noch kein Gefühl für Geschwindigkeiten hat.

 

Nichtwissen schützt auch hier vor Konsequenzen nicht

In meiner beruflichen Laufbahn habe ich hunderte international tätiger Menschen getroffen und hunderte Gespräche über ihre Erfahrungen geführt. Meine liebsten Gesprächspartner waren und sind Botschafter, da sie sich so intensiv mit anderen Ländern und Kulturen befassen. Natürlich lag der Fokus dabei auf der Freude und der Leidenschaft. Aber eben auch darauf, worauf man in anderen Ländern/ Städten achten sollte.

 

Ein eher harmloses Beispiel

Als ich in Barcelona lebte, fiel mir irgendwann auf, dass es sehr viele Mädchen ähnlichen Typs – ich vermute Elfenbeinküste – und ähnlichen Jogginganzügen auf den Ramblas in Barcelona gab. Die Ramblas sind die haupt-Touristenmeile. Später sah ich den gleichen Mädchen bei einem Messebesuch auch in Valencia. Scheint ein Ring zu sein. Warum Jogginganzüge? Weil es in Spanien diesbezüglich eine Kleiderordnung gibt und aufreizendes Äußeres verboten ist.

Eines Tages kam ein Vertreter aus der deutschen Niederlassung völlig aufgelöst und entsetzt in unser Büro in Barcelona. Zwei der Mädels in Jogginganzügen hatten an ihm herumgezerrt, um ihn zu einem Stelldichein zu animieren. Er lebte in einem kleinen Dorf irgendwo in Deutschland und war da doch recht unbedarft. Daher hatte ihn das völlig unvorbereitet getroffen und sichtlich aus der Fassung gebracht. Daher erinnere ich mich auch noch an die Episode.

 

Menschen sind keine Maschinen

Was denkst Du, geneigter Leser, wie lange hat er wohl gebraucht, um seine Fassung wiederzuerlangen? Wie liefen seine weiteren Business Termine an diesem und vielleicht auch am nächsten Tag? Wo war er mit seiner Aufmerksamkeit – beim Kunden oder der Story?

„Wir erwarten, dass unsere Mitarbeiter klar kommen“, höre ich so oft in Unternehmen zum Thema Auslands-Vorbereitung. Oder neulich: „Ja sowas weiß man doch, wenn man aus einer großen Stadt kommt. Wer das nicht weiß, hat Pech gehabt.“

 

Woher soll man es denn wissen?

Ja woher soll man die Dinge denn wissen, wenn man wie der Herr aus einem kleinen Bayrischen Dorf kommt oder noch nicht viele extreme Dinge erlebt hat – beziehungsweise nie darauf vorbereitet wurde? Woher? Sag es mir!

Es wird ja nicht jeder gleich entführt. Aber schon diese Kleinigkeiten können Menschen nachhaltig aus der Fassung bringen. Auch Männer. Auch Menschen, die nicht so offen zugeben, dass sie gerade völlig neben sich stehen, weil sie von einer Prostituierten – oder wem auch immer – an gegrabscht wurden. Darf man ja auch nicht zugeben. Aus Angst Schwäche zu zeigen und bei der nächsten Entlassungswelle aussortiert zu werden.

Mein Tipp an dieser Stelle: Bereiten Sie Ihre Mitarbeiter adäquat vor, dann kommen diese gar nicht erst in die Verlegenheit, aus der Fassung gebracht zu werden.

 

Nicht zu vergessen

Entführungen sind mittlerweile ein eigener Wirtschaftszweig. Nur weil Unternehmen und Regierungen diese Dinge nicht an die große Glocke hängen, heißt das nicht, dass es diese Dinge nicht gibt. Auch wenn das Deutschland intern durch die RAF geschah, erinnere ich mich noch sehr gut an die Hanns Martin Schleyer Entführung. Das Bild hat sich damals in mein Gedächtnis eingegraben. Vielleicht auch noch ein Grund, warum ich mich mit Sicherheit befasse. Damit Dir und mir so etwas nicht passiert.

 

Auch wichtig

Auch Betriebsspionage wird sehr oft auf der ganz persönlichen Ebene betrieben. Ganz geschickt und freundlich eingefädelt. Darüber redet natürlich niemand. Zum einen bekommen es die meisten nicht mit und zum anderen schämt man sich ja auch, wenn man einem Betrüger auf den Leim geht.

 

Das Gute

Das Gute: mit guter Vorbereitung kannst Du Situationen richtig einschätzen. Um bei dem Beispiel mit dem Auto zu bleiben: Du kannst abschätzen, wie schnell es heranfährt. Du weißt, dass es gefährlich ist, dem Ball hinterherzulaufen. Das heißt nicht, dass Du den Ball nicht wiederbekommst. Du musst nur warten, bis das Auto vorbeigefahren ist und ihn dann holen.

 

So ist das auch mit anderen Ländern

Du kannst – mit ein paar Ausnahmen – überall hinfahren. Übermäßige Angst hat ja noch keinen weitergebracht. Du musst nur wissen, worauf du achten musst und wie Du Dich dann verhältst beziehungsweise schützt. Manchmal bedarf es der Zuhilfenahme externer militärisch geschulter Begleiter.  Das kannst Du lernen und musst die Erfahrung nicht erst am eigenen Leib machen. Es muss auch niemand wissen wie ein Stromnetz funktioniert um den Lichtschalter anzuknipsen.

 

 

Vorsicht, Call to Action

Wenn Sie jetzt sagen „Oh Sh***, über das Thema habe ich mir ja bisher wirklich noch keine Gedanken gemacht oder Es wird Zeit, meine Mitarbeiter besser auf die internationale Tätigkeit vorzubereiten“ dann empfehle ich Ihnen meinen Inhouse-Training zu Reisesicherheit. Gibt’s in der Version Allgemein und auch speziell für Frauen.

Wenn Sie in einem Unternehmen international tätig sind, welches Reisesicherheit trotz Fürsorgepflicht nicht interessiert und der aus Angst vor Repressalien auch nicht danach fragen will, dann buchen Sie doch mein 1:1. Hier geht’s zu mir.

 

Allzeit eine gute und sichere Zeit,

Ihre Ute

 

p.s. auf meinem Youtube Kanal Ute Schneider International gibts das Ganze auch noch als Video. Für die, die lieber schauen als lesen.

 

Einfach mal raus – aber wohin? Von der großen Unsicherheit vor dem Sabbatical

with Keine Kommentare

Geht es Dir auch so?

 

Das Leben hat dir gerade jede Menge Zitronen serviert

Allein Dir fehlt die Idee, wie Du daraus die verdammte Limonade machen sollst?

Du steckst quasi in Deinem Leben fest und willst nur noch raus?

Einfach in den Flieger und weg?

Das Sabbatical ist schon genehmigt oder Du denkst über Kündigung nach?

Denn Du hast so richtig die Schnauze von allem voll?

Einfach Koffer packen, Wohnung zwischenvermieten und weg?

Alles für eine Weile hinter dir lassen und auf neue Gedanken kommen?

Den Kopf frei bekommen?

Einen mentalen Schlußstrich hinter die letzten Wochen und Monate ziehen und danach neu anfangen?

Den Neuanfang aber aus einer erholten Stimmung heraus?

Mit frischen Gedanken und vielen neuen Impulsen?

 

Und gleichzeitig

 

Hast Du den Gedanken, dass du in dieser Stimmung doch nicht wegfliegen kannst.

Dass Du für so einen Trip doch in guter Stimmung sein musst.

Dass Du doch einen konkreten Plan brauchst.

Dass Du doch wissen musst, was Du dort tust.

 

ICH SAGE DIR: EINEN SCH*** MUSST DU

 

Ja, Du hast richtig gelesen!

Und jetzt? Wohin sollst Du – und wie und was?

 

Klar, das Reisebüro konnte dir jetzt auch nicht so wirklich weiterhelfen, da sie etwas konkretere Angaben brauchen und du wiederkommen sollst, wenn du mehr weißt.

 

Du bist aber irgendwie gerade viel zu platt, um dir viele Gedanken zu machen.

Deine Freunde können dir auch nicht weiterhelfen, da sie das für Luxusprobleme halten.

Sprich also nicht mit deinen Kollegen oder Freunden, die Dich nicht verstehen und das alles gar nicht nachvollziehen können.

 

 

Wozu das führt

 

Denn das führt dazu, dass Du Dich zu allem anderen auch noch schuldig fühlst. Weil Du vielleicht denkst Du solltest funktionieren und Geld verdienen. Dich zusammenreißen und einfach weitermachen, denn Du hast ja gar keine Zeit mal eben drei Monate oder ein halbes Jahr wegzufahren. Andere kommen doch auch klar. Dass du aufhören solltest „zu jammern“ und „einfach nur positiv denken solltes“. Immerhin hast Du genug zu essen.

 

Kommt Dir bekannt vor? Dann hör vor allem auf Dich schuldig zu fühlen. JETZT SOFORT!

 

Gut wirst Du vielleicht sagen. Und jetzt?

Und jetzt finden wir gemeinsam eine Lösung. Denn ich kenne solche Situationen und weiß, wie Du Dich fühlst.

 

 

Viele meiner 1:1 Kunden kommen mit ähnlichen Anliegen, wenn sie ein Sabbatical machen

 

Aber bloß nicht dahin, wo viele Menschen sind, zum Beispiel ein Club-Urlaub
Oder ein langweiliger Strandurlaub mit anderen „Sardinen“ aneinandergereiht.
Weil sie etwas erleben und sich wieder sammeln wollen.
Weil sie Abenteuer suchen und dennoch etwas ratlos sind.
Weil die große Auswahl an Möglichkeiten sie noch zusätzlich überfordert.
Weil ihnen einfach ein bisschen Klarheit und ein mini Schubs fehlt oder
Und sie sich dafür auch noch selbst kasteien da man „doch einen Plan brauchst“

 

SO VIEL PLAN BRAUCHST DU GAR NICHT

 

Keine Angst, so viel Plan brauchst Du gar nicht.
Nur so ein paar Infos und der Rest ergibt sich von selbst.

 

Echt jetzt?

Echt jetzt!

 

Alles was du dazu brauchst, erledigen wir gemeinsam. In Deinem Tempo.
Der Rest ergibt sich.

Was am Anfang wie ein riesen Durcheinander erscheint, lösen wir auf und bei dem Rest unterstütze ich Dich nach und nach. Je nach Deinem persönlichen Bedarf. Denn jeder steht an einem anderen Punkt.

Selbst wenn Du schon unterwegs bist, kannst Du Dich melden. Denn manche Fragen ergeben sich erst on the way.
Von so einem Angebot hast Du noch nie gehört? Siehste mal.

 

Melde Dich doch einfach für ein kostenloses Erstgespräch, darin können wir klären ob und wie wir zusammenarbeiten wollen.

DO THAT TRIP!

Bis ganz bald,

Deine Ute

 

 

 

p.s. Ganz zum Schluss noch etwas ganz Persönliches

Ich sage der Rest ergibt sich und er ergibt sich echt. Ich hatte solche Situationen selbst und habe die Zeit im Ausland genutzt um auf neue Gedanken zu kommen und vor allem das was da rief zuzulassen. Denn es hat einen Grund, dass du an diesem Scheidepunkt bist. Da möchte sich etwas entwickeln. Etwas, dass Du vielleicht gerade noch nicht siehst. Musst Du auch nicht. Ich selbst habe schon abgekämpft, verdreckt und verschwitzt im Dschungel gestanden und Gott gefragt, was er denn nun mit meinem Leben vorhat, dass er mir die Hindernisse schickt, die gerade da waren. Raus kam damals der Schritt in meine Selbständigkeit. Das war schon lange fällig, ich hatte den Wunsch aber ganz lange weggedrückt. Dazu musste ich erst in den Dschungel zum Hiken. Denn nichts macht den Kopf so frei wie ein „Szenewechsel“. So ein richtiger Cut. Der auch mit Angst verbunden ist. Denn was danach kommt, weißt Du ja nicht. Es fügt sich aber immer. Glaube mir. Natürlich macht sich nicht jeder selbständig, denn wir alle haben unterschiedliche Herausforderungen im Leben. Es muss auch nicht immer ein riesiger Cut sein. Manchmal hilft es, einfach nur einen Blick von außen auf die Dinge zu werfen. Du wirst spüren, was für Dich gut ist.

Worum es mir in meinen Trainings geht und was ich für Dich tun kann

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In meinen Artikeln geht es unter anderem um Frauen, die sich von manchen Männern bedrängt oder bedroht fühlen. Dabei geht es mir nicht um Männer-Bashing. Die meisten Männer, denen ich im Business begegne sind großartig und wissen sich zu benehmen. Doch es reicht schon der eine, der keine Kontrolle über seine Homone hat oder die Finger nicht bei sich behalten kann. Von verbalen Übergriffen gar nciht zu sprechen.

 

Die Trainings

In meine Texten und den Trainings geht es um den Umgang mit denjenigen, die weder charmant noch höflich sind. Oder in betrunkenem Zustand die Contenance verlieren.

Und da reicht schon einer, um sich als Frau sehr unwohl zu fühlen. Das kann man alles ignorieren und den Ort verlassen. Nur gelingt das nicht immer. Gerade im Business Umfeld. Oder es kostet sehr viel Kraft und Mut damit umzugehen. Meine Trainings dienen dazu zu lernen, in den genannten Situationen adäquat zu handeln und die Kontrolle zu behalten.

 

Mein Ansatz

Mein Ansatz ist der, dass Du lernst Dich mit Leichtigkeit in der Welt zu bewegen. DassDu weißt, wie du wohlbehalten aus einer brenzligen Situation herauskommst. Das beginnt nicht zuletzt im Kopf. Daher ist es mir so wichtig für diese Themen zu sensibilisieren und Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen.

Mein Ziel ist es, dass es Ddir gut geht und Du Dich auf die wirklich Wichtigen Dinge konzentrieren kannst, wie zum Beispiel Deine schöne Reise oder Dein Business.

Darum geht es.

 

Und klar

Und klar gibt es Frauen, die all diese Themen nicht haben. Weil Erlebnisse an ihnen abprallen wie an Teflon. Die sind aber die Ausnahme. Ich spreche seit vielen Jahren mit sehr vielen Menschen im internationalen Umfeld und fast alle hatten schonmal Sicherheits Issues oder haben sich in der Gegenwart anderer Menschen sehr unwohl oder gar bedroht gefühlt.

Auch Männer. Die haben sich vielleicht über Sicherheit nicht so viele Gedanken gemacht, bis dann etwas passiert ist. Manchmal erzählen mir Kunden auch von ihren Ängsten.

 

Angst ist ein falscher Berater

Mir ist es wichtig Angst zu nehmen. Denn Angst lähmt. Sie führt dazu, dass Du das Hotel in einer fremden Stadt nicht verlässt oder erst gar nicht in das land fährst. Das ist schade. Ein Bewusstsein für Deine Umgebung und Verhaltensmodelle hingegen machen Dich handlungsfähig. Auch darum geht es.

 

Sicherheit beginnt im Kopf

Sicherheit beginnt im Kopf. Bei der eigenen Wahrnehmung und der Überwindung von Ängsten. Diese Fähigkeiten übt man daher sogar in einem guten Nahkampftraining.

Viele meiner Kunden im 1:1 scheuen sich, über ihre Ängste in Gruppentrainings zu reden. Das vestehe ich gut. Denn gerade wenn man eine gewisse Position innehat, hat das Wort „Angst“ dort keinen Platz. Wer Unsicherheit zeigt, wird rausgemobbt. Jeder Mensch hat aber in irgendeinem Bereich Unsicherheiten. Gerade in einem fremden Land. Wie will man auch in einer Umgebung sicher  sein, die man nicht kennt?

 

Gute Vorbereitung ist alles

Auf vieles kannst Du Dich gut vorbereiten. In meinen Augen macht Vorbereitung 80% der Sicherheit aus. Denn die Handlungsmuster, die Wahrnehmungsschulung und der Umgang mit Ängsten und Gefahren sind universell gültig – unabhängig von der Umgebung. Ich zeige Dir wie das geht. In meinen Trainings oder gern eim 1:1. Natürlich braucht man für manche Länder unbedingt lokale Spezialisten um besondere lokale Gefahren und Handlungsmuster zu kennen. Manchmal sogar eigene Fahrer, gepanzerte Fahrzeuge und Bodyguards. Gerne emfehle ichn dazu Spzialisten aus meinem Netzwerk.

 

Allzeit eine gute Zeit,

 

Deine Ute

 

 

 

 

 

Die Periode auf Reisen – Das solltest Du beachten

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Manche der Themen, über die ich hier schreibe, liefert mir das Leben selbst, beziehungsweise die Gespräche mit anderen.

Dieser Tage erzählte mir eine Frau: „Ich time meine Reisen so, dass ich dann nicht meine Periode habe“. Das fand ich einen sehr interessanten Gedanken. Denn wenn es einer Frau so ergeht, ergeht es sicher noch vielen anderen so. Nur reden die meisten nicht darüber. Und nur weil ich mir keine Gedanken über manche Dinge mache, heißt es ja nicht, dass sie bei anderen nicht ganz anders sind.

Hygiene auf Reisen ganz besonders wichtig

Dann fiel mir auf, dass auch ich schon in diversen internationalen Toiletten stand und mir beim Tampon Wechsel Gedanken über Händehygiene machte. Nämlich dann, wenn der Wasserhahn in der Toilette nicht funktionierte, oder es keine Seife gab. Manchmal war die Seife auch so dreckig, dass von ihrer Nutzung abzusehen war. Meist habe ich den Tampon dann nicht gewechselt, sondern mir mit Toilettenpapier geholfen. Auch nicht die beste Lösung und im Zweifelsfall ein bisschen blutig und eklig.

Dafür muss man noch nicht mal ins Ausland gehen. Auch eine Zugtoilette ist nicht immer der hygienischste Ort für den Tampon Wechsel.

WAS KANNST DU TUN?

Ich bin ein Freund der praktischen Lösungen. Was kannst du tun, um dich auf Reisen dennoch wohlzufühlen?

1. Händedesinfektion mitnehmen

Händedesinfektion gibt es als Feuchttücher oder in kleinen Fläschchen, flüssig oder als Gel. Bekommt man in jeder Drogerie in Reisegrößen. Am besten vorher testen, denn manche Gels sind ein bisschen klebrig, was auch nicht so angenehm ist. Ich selbst schwöre auf flüssige Desinfektionsmittel. Die riechen etwas alkoholisch und man sollte unbedingt regelmäßig die Hände eincremen, da sie die Haut sehr trocken machen. Dafür sind sie nicht klebrig.

2. Tampons mit Einführhilfe

Genau für solche Fälle wurden Tampons mit Einführhilfe erfunden. Mir war lange Zeit nämlich nicht klar, wofür es die gibt. Sie sind groß und sperrig, aber eben auch hygienisch. Unbedingt eine ausreichende Menge mitnehmen, da man sie nicht an jedem Ort kaufen kann.

3. Binden verwenden

Binden statt Tampons nehmen. Auch eine Option. Wenn auch eine, die mir persönlich nicht behagt. Aber, wie alles im Leben, Geschmacksache.

4. Die Pille nehmen

Über die Pille kann man sich streiten und ich möchte hier beileibe keinen medizinischen Rat geben. Es ist nur eine Option, die mir ein Gynäkologe mal aufzeigte: Die Pille nicht pausieren, sondern weiternehmen. Dadurch hat man dann gar keine Periode zu dem Zeitpunkt, sondern erst, wenn man wieder die Pause einlegt. Kann man sich drüber streiten. Ist aber durchaus eine Option für Frauen, die sehr starke Blutungen oder Regel-Schmerzen haben. Beides Dinge, die man auf Business Trips überhaupt nicht brauchen kann. Bitte unbedingt mit einem Gynäkologen abklären.

5. Schmerzmittel mitnehmen

Nicht immer kann man sich mit Wärmflasche ins Bett legen. Solltest Du unter starken Periodenschmerzen leiden, denke unbedingt daran, ein Schmerzmittel mitzunehmen, dass dir wirklich hilft. Auch hier gilt: mit deinem Gynäkologen oder Hausarzt abklären.

Welche Themen beschäftigen Dich? Wozu würdest Du gerne einen Artikel lesen?

Für alle, die das erste Mal so richtig weit und alleine reisen wollen, gibt es jetzt meinen tollen Online-Kurs. Hier erhältst du sehr viel nützliche Info und kannst alles fragen, was dich bewegt:https://uteschneider.international/endlich-mach-ich-meine-traumreise/

 

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