Was kostet ein vorzeitiger Entsendungsabbruch?

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Immer wieder höre ich den Satz: „wir erwarten, dass unsere Expats im Ausland  klarkommen“. Das ist ja prinzipiell auch alles gut und richtig, Business ist kein Ponyhof. Selbst Unternehmen mit Tischkicker und Gratis-Äpfelchen wollen am Ende des Tages schwarze Zahlen sehen. Da es aber überall „menschelt“ läuft auch die eine oder andere Auslandsentsendung nicht so wie geplant beziehungsweise wie erwartet. Erwarten kann man ja viel, nur sieht der Alltag halt doch meist anders aus. Wenn es nicht so läuft wie erwartet, brechen viele Assignee nicht nur den Auslandseinsatz ab, sondern verlassen in Folge auch oft das Unternehmen.


Welche Kosten bedeutet das für ein Unternehmen?

Ich habe mir ein paar Gedanken dazu gemacht und die Punkte in einer Liste zusammengefasst. Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und ist sicher  je nach Land. In das entsendet wird,  unterschiedlich zu bewerten.

Kosten der Entsendung

  • Auswahlprozess mit potentiellen Assignees
  • Look and See Trip(s) für Mitarbeiter und Familie 
  • Sprachtrainings  für Mitarbeiter und Familie
  • Interkulturelle Trainings für Mitarbeiter und Familie
  • Kosten Arbeitszeit die für Vorbereitung genutzt wird
  • Relocationkosten: Umzug, Möbel einlagern, Visa, Genehmigungen, Übersetzungen der Dokumente, Anmeldungen bei Behörden im Ausland,  Immobilienmakler, etc. 
  • Arbeitszeit die für Organisatorisches vor Ort genutzt wird
  • Diverse Heimflüge
  • Boni
  • Auslandszulage
  • Zulage für Schulkosten der Kinder
  • Ausgleich Währungsschwankungen
  • Eventuelle Zusatzversicherungen
  • Verwaltungsaufwand durch HR
  • Wohnungszuschlag
  • Eventuell Fahrer
  • Steuerberater internationale Steuer
  • Fachanwalt für Auslandsrecht
  • Zeit, bis Mitarbeiter die Abläufe in der ausländischen Niederlassung kennt und volle Leistung erbringen kann
  • Arbeitszeit, bis Business vor Ort aufgebaut ist bei Neugründung
  • Dazu: Gründungskosten, Büromiete, Makler, Consultants, Juristen, Heimflüge zur Absprache mit HQ
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Sieben typische Herausforderungen ins Ausland entsendeter Mitarbeiter

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Wenn ich über Herausforderungen im Ausland rede, schauen mich viele mit großen Augen an. „Ich dachte bisher, das sei alles ein einziges tolles Abenteuer. Was, da gibt es auch Probleme?“. Ja, die gibt es und auch wenn ich generell dafür bin, den Fokus auf die positiven dinge zu lenken, sollten diese Herausforderungen nicht unerwähnt bleiben. Im Zweifelsfall verhindert das den vorzeitigen Abbruch einer Entsendung. Dabei spielt das Land, in das entsendet wird, übrigens nur eine untergeordnete Rolle.


Vertsehen Sie mich nicht falsch. Natürlich ist der Umzug ins Ausland ein ganz tolles Abenteuer, das den Horizont erweitert und sehr viele tolle neue Erfahrungen mit sich bringt. Keine Frage. Das ist aber nur die eine Seite der Medaille. Die andere sind Herausforderungen, mit denen man als Expat gar nicht gerechnet und auf die einen auch niemand vorbereitet hatte. Das rührt daher, dass steuerliche, rechtliche und vertragliche Dinge zu regeln und häufig schon so komplex sind, dass „das bisschen Komfortzone“ vergleichsweise simpel erscheint. Bis man dann vor Ort ist....



1. Überforderung


Vorab scheint der Umzug und die Organisation des neuen Lebens im Ausland ein Kinderspiel zu sein. Vor allem, wenn eine Relocation Firma die Möbel übernimmt und das eigene Unternehmen Dinge wie Steuern und Versicherungen. Wieviel dann doch noch an so einem Auslandsumzug hängt, merkt man oft erst gegen Ende, wenn alles zeitlich knapp wird. Angefangen von den letzten Arztbesuchen, Abschied von Freunden, der vollen Garage, Dingen, die man nicht mitnehmen kann und die verschenkt oder verkauft werden müssen und vieles mehr. Das kann in ziemlichen Stress ausarten, gerade wenn man noch Vollzeit arbeitet. Hinzu kommt dann noch die Organisation des Neustarts im Land.


2. Orientierung am neuen Ort


Der Neustart in einem Land ist nicht zu vergleichen mit einem Urlaub, wo man nur vom Hotel an den Strand oder zum nächsten Sightseeing Punkt muss. Bei einem Umzug ist es wichtig, sich von Anfang an einen guten Überblick der Nachbarschaft, dem Weg zur Arbeit und wichtigen Punkten wir Kliniken, Meldebüro, Supermarkt, Banken etc. zu verschaffen. Nicht alles funktioniert dabei, wie man es in Deutschland gewohnt ist und es kann dauern, bis man sich vollumfänglich orientiert und angemeldet hat und in seiner Umgebung zurechtfindet. In England hat man zum Beispiel keine freie Arztwahl sondern muss zu dem vom NHS dem Wohnort zugeordneten Center gehen. Bankkonten eröffnet man mit einer Telefonrechnung. Schlecht nur, wenn man noch kein Telefon hat (kein Scherz) Solche Dinge muss man oft erst mühsam herausfinden, wenn man vom Unternehmen nicht super vorab gebrieft wurde.


3. Start im neuen Team


Der Start im neuen Team wird oft unterschätzt. Man geht intuitiv davon aus, dass das alles schon klappen wird, da man sich ja zu Hause auch wohlfühlt und es schließlich ein Unternehmen mit einem Unternehmens-Sprit ist. Im besten Fall ist das auch so. Allerdings herrschen in anderen Ländern andere Umgangsregeln, Hierarchie hat eine andere Bedeutung und auch Führungsstile und das generelle Verständnis von Führung ist anders als in Deutschland. Selbst wenn der Expat in der Theorie – beispielsweise in einem interkulturellen Training – darauf vorbereitet wurde, ist es immer nochmal etwas anderes, das dann auch in der Praxis zu erleben.


4. Einsamkeit


Selbst wenn der Mitarbeiter vom ausländischen Team gut aufgenommen und zu sozialen Aktivitäten eingeladen wird, wird es am Anfang im Privaten sicher einige Leerlaufzeiten geben. Selbst wenn man mit Familie eingereist ist. Denn das soziale Umfeld wird man erst schmerzlich vermissen, wenn man seine Freunde nicht mal mehr eben so auf einen Kaffee treffen kann. Ja nachdem in welcher Kultur man sich befindet und wie kommunikativ veranlagt man ist, kann es eine ganze Weile dauern bis ein neues soziales Umfeld aufgebaut ist. Man rechnet im Schnitt mit zwei Jahren bis man so etwas wie Freunde hat und sozial etabliert ist.


5. Falsche Vorstellungen treffen auf Realität


Vorab hat man sich alles in den schönsten Farben ausgemalt und plötzlich klopft die Realität an die Tür. Man stellt fest, dass es auch woanders Bürokratie gibt, Menschen nicht immer nur freundlich sind oder das Wetter zwar warm, aber die Luftfeuchtigkeit unerträglich ist. Wäschen waschen und Einkaufen ist genauso lästig wie zu Hause und der Verkehrsstau zur Arbeit sogar noch länger als in der Heimat.Oft wird vom Kulturschock geredet, wenn die ersten Wolken am Horizont auftreten. Ich denke jedoch, es ist oft das Phänomen „Realität meets Traumvorstellung“. Wenn man dem Ganzen Zeit gibt, kann sich das nach einer Weile einpendeln. Gelassenheit ist hier gefragt.


6. Unerwartete Herausforderungen


Unter unerwartete Herausforderungen verbuche ich alles, was auftaucht, wenn etwas nicht so läuft wie geplant. Das kann sein: in der Heimat ist etwas Dringendes zu erledigen, das man vergessen hatte (Ämter) oder das nicht läuft wie erwartet (Probleme mit Zwischen- oder Nachmieter, Haus- oder Autoverkauf), Gesundheitliche Probleme im Gastland – man findet nicht die medizinische Versorgung, die man sich wünscht oder erhält Medikamente nicht, die man in der Heimat ohne Probleme bekommt.


7. Familiäre Probleme


Oft höre ich „wenn die Familie mitgeht, hat man diese Probleme doch nicht“. Ja und nein. Man ist vielleicht nicht ganz so einsam, aber was ist, wenn sich eines der Familienmitglieder nicht einleben kann? Weil die neue Schule so ganz anders ist, oder das Kind die Freunde vermisst? Wenn der Partner vor Ort nicht mehr arbeiten kann und Depressionen entwickelt? Hier hilft ein Duales Programm der Unternehmen, die es aber noch nicht überall gibt und die auch nicht immer möglich sind. Oder aber, der Partner ist nicht mit ausgereist und kommt es zu Eifersuchtsdramen.

Die Scheidungsrate unter Expats ist höher als die des Durchschnitts und für eine Scheidung im Ausland gelten ganz besondere Regeln. Es wird Expats sogar verschiedentlich geraten für den Fall einer Scheidung vorab schon alles vertraglich Notwendige zu regeln. Macht man natürlich in der Regel nicht, da man sich das gar nicht vorstellen will. Sollte der Ernstfall eintreten unbedingt mit einem Fachanwalt sprechen.

Gute Vorbereitung ist alles! 


Ich denke immer noch, dass die Zeit im Ausland mit das Tollste ist, was man im Leben machen kann. Nur sollte man sich auf alle Eventualitäten gut vorbereiten. Dann wird der Umgang mit möglichen Herausforderungen einfach leichter.


Sämtliche erwähnte Beispiele stammen aus der Praxis und wurden mir entweder vielfach erzählt oder ich habe sie selbst erlebt. Das sind alles keine unlösbaren Probleme, wenn man weiß, wie man sich darauf vorbereiten und bei Eintreten damit umgehen kann. getreu dem Motto: be prepared! 


Dafür gibt es jetzt das Starter Kit Ausland. Es bereitet Sie auf die häufigsten Herausforderungen einer Auslandsentsendung vor und unterstützt Sie noch in der Heimat und der ersten Zeit im neuen Land. Für mehr Info einfach auf den Button klicken: 

Umzug ins Ausland – nimm die Seele mit

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Die Seele baumeln lassen

Nimm die Seele mit


Dies ist ein kleines Plädoyer für die Seele, denn ich gebe zu, sie ist sicher nicht das erste an das man bei einem Umzug denkt. Sondern an Steuern, Versicherungen, Kisten, Umzugswagen, Flüge und vieles mehr. Woran scheitern Entsendungen beziehungsweise werden vorzeitig abgebrochen? Am Umzugswagen? Am Flug? An der falsch gepackten Kiste? Mit Sicherheit nicht.

Umzug ins Ausland - zwischen Honeymoon und Horror

Der berufliche Umzug in ein anderes Land ist eine meist freudige Angelegenheit. So viel Neues zu entdecken und tolle Herausforderungen zu meistern. Die meisten Expats begeben sich mit einem Leuchten in den Augen in ein neues Land. Wenn man sich das berühmte Kulturschock-Modell ansieht, ist diese erste Phase die sogenannte Honeymoon-Phase. Alles ist rosig und schön. Die neuen Herausforderungen werden noch als solche angesehen und angenommen. "So, was soll das jetzt mit der Seele?", werden Sie jetzt vielleicht sagen. Dazu möchte ich eine Geschichte erzählen, sie stammt aus Denk doch was Du willst von Thorsten Havener:


"Bei einer Himalaja-Expedition weigerten sich nach drei Tagen die Sherpas wie aus heiterem Himmel weiterzulaufen. Die britischen Auftraggeber waren sehr aufgebracht darüber. Denn die Gruppe war schneller vorangekommen als ursprünglich geplant, und die Briten wollten diesen Vorsprung weiter ausbauen. Dennoch beharrten die Sherpas darauf und bewegten sich keinen Zentimeter mehr. Sie saßen da und lehnten es ab. Ohne Angabe von Gründen.Die Auftraggeber versuchten es mit gutem Zureden und zahllosen Argumenten. "Seid ihr zu müde zum Weiterlaufen? " - "Nein." - "Habt ihr körperliche Probleme? Ist das Gepäck zu schwer?" - "Nein." - "Wollt ihr mehr Geld? Wir zahlen euch eine Belohnung, wenn ihr nur weiterlauft!" "Nein danke." Die Sherpas blieben sitzen und tranken ihren Tee. Dann endlich ihre Erklärung: "Wir sind eine Strecke, die wir normalerweise in fünf Tagen zurücklegen, in nur drei Tagen gelaufen - unsere Körper sind jetzt zwar hier, wir müssen aber eine Pause machen, damit unsere Seelen nachkommen können".



Ein Auslandsumzug kostet Energie

Am Beginn in einem neuen Land - egal ob weit weg oder innerhalb Europas - ist so viel zu organisieren und erledigen, dass wenig Zeit zum Nachdenken bleibt. Der Stress der Vorbereitung steckt noch zusätzlich in den Knochen. Sich eine wirkliche Pause zu gönnen ist meist schwer umzusetzen, da man ja im Job funktionieren und auf "Flughöhe" kommen muss. Das ist ja auch alles richtig, nur wenn es dem Geist zu viel wird, meldet sich irgendwann die Seele zu Wort.

Körper und Geist wieder in Einklang bringen Sie klopft natürlich nicht einfach an die Tür und bittet um Einlass. Sie äußert sich in Kopf- und Rückenschmerzen, Schlaflosigkeit und im schlimmsten Fall im drohenden Burnout. Den die meisten Leistungsträger ignorieren. Das bringt im Schnitt 30,4 Fehltage mit sich und siebenstellige Folgekosten infolge mangelnder Produktivität. Siehe auch Spiegelartikel "Massenleiden Burnout, wie Firmen ihre Spitzenkräfte verbrennen".

Ein paar Tipps für Deinen erfolgreichen Umzug und guten Start, der Dich dabei unterstützt, dass es Dir gutgeht, findest Du in meinem gratis E-Book.


Die menschliche Aufnahmefähigkeit ist begrenzt


Der menschliche Geist kann nur eine begrenzte Zahl an Informationseinheiten im Kurzzeitgedächtnis bewusst verarbeiten. Genau genommen +/- 7. Man nennt das die Millersche Zahl, nach George A. Miller. Wir sind halt keine Maschinen sondern Humans. An einem neuen Ort angekommen, muss man sich erst mal orientieren, Nichts ist mehr wie gewohnt, sich zurechtzufinden braucht Zeit. Das ist der eine Aspekt. Der andere ist die mentale, um nicht zu sagen seelische Orientierung. Wie funktioniert das Zwischenmenschliche? Wie geht man in der Kultur miteinander um? Wie funktionieren Dinge des Alltags: Parktickets kaufen (siehe auch mein neustes), zum Arzt gehen usw. Der Teufel steckt im Detail.

Auf die bisherigen Erfahrungen kann man sich nur bedingt verlassen und beim Eingewöhnen wird die Komfortzone schon sehr gedehnt. Das ist nicht weiter schlimm, kostet aber Kraft. Die Seele muss Zeit haben, anzukommen. Wer ein anderes Wording möchte; sich wieder zentrieren, auf den gewohnten Leistungslevel kommen, auf "Flughöhe", kommenden eigenen Fokus wiederfinden und Körper und Geist in Einklang bringen. Was heißt das jetzt konkret? Körper Geist und Seele Ruhe einräumen. Für den Körper Bewegung und für den Geist eine Pause - am besten in Form von Multimedia-Diät und für die Seele ein bisschen Träumen.

Wir brauchen Zeit zum Träumen



Der Neurologe und Psychiater David Servan-Schreiber beschreibt in seinem Buch "Die neue Medizin der Emotionen" den Zusammenhang zwischen Stress, Angst und Depression und dem "emotionalen Gehirn". Zu viele Außenreize auf einmal bedeuten massiven Stress für Körper und Geist und führen bei einem Übermaß direkt in den Burnout. Wir brauchen Zeit zum Träumen und Nichtstun. Austricksen geht nicht. Noch nicht mal beim Jet Lag in Form von Schlaftabletten.

Trotz künstlich erzeugten Schlafs ist man gerädert und unausgeschlafen. Bis sich wieder ein normaler Schlafrhythmus eingestellt hat. Menschen, die sehr oft zwischen Zeitzonen hin und her pendeln bekommen die Auswirkungen des Jet Lags irgendwann ganz massiv zu spüren. Grund dafür sind die verschobenen REM-Phasen, in denen man träumt. Bewusst oder unbewusst spielt dabei keine Rolle. Der Geist braucht Zeit zum Träumen, um die Eindrücke des Tages zu verarbeiten. Manchmal sogar während des Tages.


Vom effizienten Tagträumen

Hand aufs Herz, Tagträumen ist super, um die Batterien wieder aufzuladen. Du träumst nicht? Frage: warst Du schon mal auf einem Kongress? Gab's da saulangweilige Redner? Sind Deine Gedanken irgendwann vom Vortrag zu etwas ganz anderem gewandert? Dem Abendessen? Dem Traumauto? Dem nächsten Urlaub? Ich bin ein People Watcher und finde es immer wieder interessant auf Flughäfen den internationalen Business-Leuten über die Schulter zu schauen, wenn sie geschäftig mit Laptop und Handy agieren. Davon sind geschätzt 30% wirklich geschäftliche Themen.

Der Rest ist Gadgets-Schauen bei Männern und Schuhe und Handtaschen bei Frauen. Um jetzt noch ein paar Klischees zu bedienen. Also die IT-unterstützte Lizenz zum Tagträumen.

Auch Globetrotter bekommen einen Kulturschock

Kulturschock bezeichnet zum einen die verschiedenen Phasen des Einlebens in einer neuen Kultur und zum anderen den schockartigen Gemütszustand, in den man verfallen kann, wenn einen die fremde Kultur völlig überwältigt. Geprägt wurde der Begriff von der Soziologin Cora DuBois Ausgelöst wird der Schock übrigens nicht von riesigen Kulturunterschieden, sondern einer Akkumulation von Kleinigkeiten, die an unserer Komfortzone rütteln.


Egal wie weitgereist und weltoffen, man kann sich nie auf alle Eventualitäten vorbereiten und es wird Tage geben, an denen nichts funktioniert, wie man das gewohnt ist, man nichts versteht, aus Unwissenheit aneckt und dann irgendwann den totalen Heimweh-Blues bekommt. Das geht an die Substanz und, wenn es keinen positiven Ausgleich gibt, endet in einem Schnauzevoll-Gefühl und im schlimmsten Fall dem Entsendungsabbruch. Braucht kein Mensch.

Ergo, zurück zum Titel:

Vergiss die Seele nicht

Dieses Schnauze-Voll Gefühl hat nichts mit äußeren Dingen zu tun, sondern der persönlichen Überforderung die an der Komfortzone und damit an den Nerven und der Seele rüttelt. Bevor Du das negative Gefühl jetzt biochemisch bearbeitest, mit Alkohol, Tabletten oder andern Substanzen, gib Deiner Seele Gehör und schaue, was Dich jetzt erdet und Energie gibt. Sport, Sauna, nette Gespräche, ein Theaterbesuch. 

Du hast jetzt viele Fragen? Get in touch! Ich unterstütze Dich gerne. Im Video erhältst Du einen persönlichen Eindruck von mir. Viel Spaß beim Ansehen. If you like it, then like it!

Allzeit eine gute Zeit

Deine Ute Schneider

Expertin für das Begehen von internationalem Neuland

Welche Themen interessieren Dich noch? Schreibe mir!
















Wohin mit all den Dingen, die Du nicht mehr brauchst?

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Entspannter_Umzug_ins_Ausland

Neulich fragte mich jemand, was man eigentlich mit den ganzen Sachen macht, die man ausgemistet hat. Sehr gute Frage.

Es gibt da verschiedene Möglichkeiten. Abhängig davon, wieviel man loswerden will und wie wertvoll die Dinge sind:


1. Verschenken

So macht man noch jemand anderem eine Freude. Bitte nur an Menschen, die die Sachen auch wirklich wollen. Außer beim Schrottwichteln. Niemand möchte Müllabladeplatz sein.

2. Ebay/ Facebook for Sale-Gruppen

Etwas zeitaufwendig, dafür bekommt man noch Geld

3. Lokale Bibliotheken

Stadtbibliotheken freuen sich über Spenden aktueller Bücher. In manchen Städten gibt es auch öffentliche Bücherschränke. In asiatsichen Ländern, wo es oft schwierig ist an Bücher zu kommen, in Hotels lassen. Der Finder wird es Ihnen danken! Dazu muss man die Bücher allerdings erst mal mitschleppen.

4. Kirchengemeinde

Nimmt Kleidung und oft sogar Möbel. Abklären

5. Secondhand-Läden

Es gibt Läden für alles Mögliche: Möbel, Bücher, CDs - manche nehmen sogar noch Kassetten, Kleider, Schmuck, Sonstiges.

6. Soziale Einrichtungen

In manchen Städten holen die Sozialkaufhäuser Möbel gegen einen kleinen Betrag ab oder bauen sie sogar ab. Spart im Umzugstress auch noch Zeit und Nerven. Ansonsten gibt es noch Oxfam, Frauenhaus, Teestube, Bethel (bieten zur Zeit einen  Paketaufkleber für Kleiderspende. Der DHL-Transport ist somit schon bezahlt. Hab ich selbst schon benutzt, coole Sache!

7. Wegwerfen

Wenn möglich Wertstoffhof, der Umwelt zuliebe. Und nicht auf die Straße, das verärgert die Nachbarn.

 

 

 

 

Warum ein Look-and-See-Trip nur die halbe Miete ist

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Klar ist ein Look-and-See-Trip ganz gut um sich von den Gegebenheiten vor Ort einen ersten Überblick zu verschaffen. Man verbringt ein paar Tage in einem netten Hotel und erkundet die Gegend. Im Besten Fall noch irgendwo am Meer. Das macht absolut gute Laune und die sei auch jedem gegönnt.

Das Meer vor Casablanca

Wie gesagt, der Auslandsaufenthalt soll zur tollsten Erfahrung Ihres Lebens werden. Das reale Alltagsleben kann dann ein ganz anderes sein, als bei den kurzen Besuchstagen angenommen, wenn man in einer Art Urlaubs-/ Aufbruchs-Euphorie ins neue Land fährt. Was völlig verständlich ist.

Am Anfang ist alles sehr aufregend und schön. Wie es dann in der Praxis wird, hängt von vielen Faktoren ab, die man vorher nicht abschätzen kann:

5 wichtige Faktoren für eine gute Zeit im neuen Land

1. Soziales Umfeld

Je schneller es gelingt, ein soziales Umfeld aufzubauen, desto besser. Das müssen ja keine tiefen Freundschaften sein. Ein netter Abend mit Arbeitskollegen oder netten Leuten aus dem Sportverein hilft, damit Einsamkeit erst gar nicht aufkommt. Gib Dir - und den anderen - Zeit.

2. Realität und Vorstellung

Casablanca

Casablanca_Innenstadt

Es kann sein, dass sich nach und nach herausstellt, dass die Realität nicht den Erwartungen entsprechen. Mein Tipp: die Dinge auf sich zukommen lassen und sich am Anfang nicht zu viel ausmalen. Es werden vermutlich nie alle Erwartungen erfüllt werden. Auf das Positive konzentrieren!

3. Hobbies

Am besten recherchierst Du schon in der Heimat , was es an Möglichkeiten zur Ausübung deines Hobbies gibt. Nach Ankunft ganz schnell Kontakte dorthin aufnehmen. Je mehr Zeit verstreicht, desto weniger Zeit wird man in die Recherche nach diesen Dingen investieren und desto weniger wird man sich aufraffen hinzugehen. Nach dem Regeln aller administrativen Dinge, die die erste Zeit im neuen Land mit sich bringt, habe ich mir beispielsweise immer als erstes eine Kletterhalle und/ oder ein Yogastudio gesucht.

Übrigens auch auf länger andauernden Geschäftsreisen oder Messen. Mal einen Abend nicht mit den Kollegen in die Kneipe, sondern in ein nahegelegenes Yogastudio gehen und man hat den Kopf wieder frei. Wahlweise Laufen, Schwimmen, in ein Fitnessstudio gehen oder Meditieren. Was Dir am meisten behagt.

4. Umgang mit Kulturschock

Kulturschock bezeichnet man den Anpassungsverlauf an eine neue Kultur. Er verläuft meist in Wellen, angefangen von Anfangseuphorie bis hin zur Desillusionierung und Anpassung an das Land. Wie lange die einzelnen Stadien andauern und wie man sich am Ende an die neue Kultur anpasst, hängt sehr stark von der Vorbereitung auf und dem Verständnis für die neue Kultur ab, als auch von der persönlichen Disposition. Egal wie gut man sich vorbereitet, man wurde in der Kultur nicht sozialisiert.

Viele Dinge eröffnen sich nicht auf den ersten Blick und es kommt der Punkt, an dem man sich fremd fühlt. Dazu kommen kulturelle Besonderheiten, die einem vielleicht Probleme bereiten, wie zum Beispiel das Verhältnis zur körperlichen Distanz. In manchen Ländern ist die geringer als in Deutschland. Das kann schon zu persönlichem Unbehagen führen.

5. Unerwartete Änderungen akzeptieren

Das heißt, der Aufenthalt verläuft nicht so wie geplant. Bei mir war das beispielsweise die Verlegung des Büros von einer supertollen Stadt - Bristol, für die ich ursprünglich nach England gezogen war, in eine Stadt die ich ganz schrecklich fand - Swindon. So schrecklich, dass dort zu wohnen absolut nicht zur Debatte stand. Bei solchen Events heißt es: immer locker in den Knien bleiben und überlegen, wie man das Beste aus der jeweiligen Situation machen kann. In meinem Fall war es die Suche nach einer anderen Stelle in meiner Lieblingsstadt und bis dahin den Status quo anzunehmen.

Andere unerwartete Ereignisse können sein, dass man seine Möbel nicht bekommt weil der Zoll den Container nicht freigibt. Oder der Container ist nass geworden und die Möbel sind nicht mehr zu gebrauchen. Es sagt sich einfach, aber: lasse Dir davon nicht die gute Laune vermiesen. Es gibt immer eine Lösung oder die Möglichkeit für ein Coaching.

Fazit

Nicht zu sehr an der ursprünglichen Vorstellung festhalten, sondern das Beste aus den Gegebenheiten machen. Die innere Einstellung hat einen großen Einfluss auf das Einleben in einem neuen Umfeld, denn wie heißt es so schön: die Energie folgt der Aufmerksamkeit! Irgendwas geht immer! Schaue auf die Positiven Dinge. Was war heute besonders schön? Wen hast Du kennengelernt? Was hast Du Neues über das Land erfahren? Schreibe  das jeden Abend auf. Das hilft auf magische Weise, eine gute Zeit zu haben.

Sollten Du  Schwierigkeiten bei der Anpassung haben, Probleme mit einem Kulturschock oder ganz praktischer Art, dann stehe ich Dir gerne als Coach und mit all meiner Erfahrung zur Verfügung!


Coaching Termine gerne per Telefon oder Skype

Deine Ute Schneider

6 erprobte Methoden zum Erlernen einer Fremdsprache

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Bitte Ruhe? Bitte Schuhe ausziehen?

Oft bringt der Umzug in ein anderes Land die Notwendigkeit mit, eine neue Sprache erlernen zu müssen. Mit Englisch kommt man nicht überall auf der Welt weiter. Oder man stellt fest, dass das Schulenglisch doch nicht mehr so parat ist wie angenommen. 

6 sinnvolle Methoden zum erlernen einer Sprache

  1. Vokabeltrainer aufs Handy laden und regelmäßig anhören. Schon 5 Minuten täglich sind genug!
  2. Vokabeln auf Kärtchen schreiben - 5 pro Tag - und täglich wiederholen
  3. So viel wie möglich mit Einheimischen sprechen. Trau Dich!
  4. Ein Tandem suchen. Das ist jemand, der Deine  Muttersprache lernen will
  5. Youtube Videos. Einige sind wirklich nett gemacht
  6. Sprachlehrer buchen. Manchmal gibt es sogar kostenlose Sprachkurse, wie beispielsweise für Katalan in Barcelona

Ein paar Worte in der Landessprache öffnen Türen und Herzen!

Schon über ein BItte und Danke in der Landessprache freut sich fast jeder. Es zeigt, dass man sich zumindest bemüht. Nach und nach wird sich der Wortschatz erweitern. Mit einem Grundwortschatz von 300 Vokabeln kommt man am Anfang schon recht weit. Mit den oben genannten Tipps lernt man diese ganz schnell.Kopf hoch wenn’s nicht gleich flutscht. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen!!

Buchtipps

Langenscheidt: Grund- und Aufbauwortschatz Englisch - Buch mit Audio download

Langenscheidt: Grund- und Aufbauwortschaftz Französisch - Buch mit Audio download

Langenscheidt: Grund- und Aufbauwortschaft Spanisch - Buch mit Audio download

Audible: Arabisch lernen mit Musik Vol. 1

Allzeit gute Reise!

 

 

 

10 Tipps für Deine erfolgreiche Auslandsentsendung

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Auch wenn jedes Land seine eigenen Herausforderungen mit sich bringt, gibt es ein paar generelle Tipps die helfen, einen guten Start zu haben.

Do what you love!

Du hast ein Angebot bekommen, in die ausländische Niederlassung deines Unternehmens zu gehen? Super! Ein paar Dinge gibt es für die Vorbereitung ins Ausland zu beachten.

1. Früh genug mit der neuen Kultur auseinandersetzen

Welche Dos and Don'ts gilt es zu beachten?

Was sind die wichtigsten Werte und Normen der neuen Kultur?

Inwieweit passen die zu den eigenen Werten und Prinzipien?

Der Umzug ins Ausland ist eine gute Gelegenheit sich mit den eigenen Werten, Prinzipien und Glaubenssätzen auseinanderzusetzen.

Neben dem interkulturellen Training empfiehlt sich für manche Gebiete auch ein Sicherheitstraining, das einem hilft im Ernstfall besonnen reagieren zu können. Sollten Sie in weniger sichere Gebiete ziehen, empfiehlt es sich, den Schmuck in einem deutschen Bankschließfach zu lassen.

2. Sprachkenntnisse erwerben

Schon ein Bitte und Danke in der Landessprache öffnet Türen und vor allem Herzen. Mit einem Wortschatz von circa 300 Vokabeln kommt man meist schon sehr weit. Es empfiehlt sich, ein Wörterbuch in der Landessprache aufs Handy zu laden. So hat man es immer griffbereit.

3. Entrümpeln

Wieviel Unbenutztes türmt sich in Kellern, Kisten und auf dem Dachboden? Ach ja, Schränken und Kommoden. Vieles benötigt man nicht oder nicht mehr oder hat dafür im Zielland keine Verwendung. Ein guter Zeitpunkt um zu entrümpeln, Dinge zu verkaufen oder zu verschenken. Damit macht man anderen Menschen zudem eine Freude und spart Transport- und Lagerkosten. Zudem bekommen manche klimatische Verhältnisse Holzmöbeln und Büchern nicht gut. Winterkleidung wird man in wärmeren Gefilden auch nicht benötigen und wenn man nach Jahren nach Deutschland zurückkommt sind sie vielleicht nicht mehr in Mode. Es wird am Anfang schwerfallen, sich von Dingen zu trennen. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass man nichts wirklich vermisst.

4. Abschied vorbereiten

Den Menschen die einem am Herzen liegen sollten sich früh genug auf den Wegzug vorbereiten können. Das kann individuell sein oder mit einer Fete. Je nach persönlichem Geschmack.

5. Kontakt halten

Damit der Kontakt nicht schleichend abreißt schon gleich Termine für Telefonate und gegenseitige Besuche ausmachen. Mein ganz persönlicher Tipp: bevor sie besuch empfangen, geben Sie sich selbst erst mal Zeit anzukommen.

6. In Ruhe ankommen

Umzug, Reie und das Verlassen der Komfortzone fordern mehr Energie als einem zu Anfang bewusst ist. Wenn dann noch Zeit Verschiebung dazukommt sowieso. Geben Sie sich Zeit in Ruhe anzukommen: Ausschlafen, auf jeden Fall genug Wasser trinken und am Zielort orientieren. das heißt wichtige Anlaufstellen wie Apotheke, Arzt, Supermarkt, Weg zur Arbeit etc. erkunden. Klimatische Veränderungen wirken sich ebenfalls auf den Körper aus. Seine Sie milde mit sich.

7. Do what you love

Nichts hilft so sehr beim Eingewöhnen wie die Dinge die man liebt.Für den einen ist das die Lieblingssportart, für den anderen Schach, der dritte liebt seinen Chor usw.Das schafft positive Energie und man lernt meist ziemlich schnell Gleichgesinnte kennen.

8. Sozialleben

Ein gut funktionierendes Sozialleben aufzubauen dauert. Geduld ist hier das Zauberwort. Über Vereine und die Arbeitsstelle kann man schon erste Kontakte knüpfen. Meine persönliche Empfehlung ist, nicht nur in der Expat-Community abzuhängen. sondern auch Kontakt zu Einheimischen zu suchen.

9. Kulturschock

Fast jeder erlebt ihn in irgendeiner Art. Meist verläuft er in Wellen. Wie lange diese dauern ist sehr individuell. Wenn Du das Gefühl hast völlig "lost in Translation" zu sein, kann es helfen mit einem interkulturellen Coach zu sprechen.

10. Have fun!

Nirgendwo auf der Welt ist es perfekt. Vielleicht fallen Dir lauter Dinge auf, die Du in Deiner Heimat blöd findest.  Es hilft, sich auf die positiven Dinge zu konzentrieren. Am Besten jeden Tag 5 Dinge notieren, due Du gut findest.

  • Hat Dich jemand angelächelt?
  • Hast Du einen angenehmen Menschen kennengelernt?
  • Hast Du etwas Leckeres gegessen?
  • Etwas Neues entdeckt?
  • Etwas Neues gelernt?

    Irgendwas geht immer!